Jungmeister, alte Bike-Ikonen und eine neue Handelsplattform

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Business Media)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 14/2017/II), Folge 494: Diese Woche hat es mal wieder in sich. Warum? Nun...

...während der Redaktionsschluss für die Printausgabe 3-4/2017 lief, was in der Regel viel Schreib-, Redigier- und Layoutarbeit (fast rund um die Uhr) bedeutet, brachte die Agenda zusätzlich noch zahlreiche Termine außerhalb des Büros mit sich. Aber was liege ich Ihnen in den Ohren? Ihnen geht es zum Saisonstart ja auch nicht viel besser. Jetzt, wo alle Jahre wieder, alle Kunden gleichzeitig ihr Moped zum allfälligen Saisonstart wieder flott gemacht bekommen wollen und die Werkstattcrews ins Schwitzen kommen.

Doch zurück zu meinem Online-Tagebuch: Am vergangenen Samstag fand am 1. April - Achtung, kein Aprilscherz! - im Frankfurter Hotel Maritim die Meisterfeier der Bundesfachschule Zweiradtechnik statt. Tolle Veranstaltung, die Mut macht für die Zukunft. 40 Jungmeister (Fahrrad und Motorrad) ließen sich ihre Meisterbriefe aushändigen - und »bike und business« durfte mitfeiern. Klicken Sie in den Bericht, den Sie natürlich im Newsletter finden, und schenken den jungen Menschen, die für ein starkes Stück Zweiradzukunft stehen, Ihre Hochachtung.

It's Royal-Enfield-Time

Meine nächste Geschäftsreise (gleich am Montag nach einem komplett motorradfreien Familiensonntag) führte mich nach Nauheim. Das Nauheim bei Groß-Gerau. Mit dem ICE (wie) auf Schienen nach Frankfurt Airport. Dort holt mich Uwe Maciejonczyk von Royal Enfield mit seinem Cevrolet ab (Achtung Insider: alte Berufsliebe rostet nicht!)Gemeinsam fahren wir zu Yamaha Stocksiefen. Im Ladenlokal wartet bereits Werner Heinß, um mir seine neu umgestaltete Royal-Enfield-Verkaufsecke zu zeigen, und mein erstes Testmotorrad des Jahres, eine Royal Enfield Classic Chrome.

Klasse, wie der Importeur der indischen Kultmarke, die KSR Group, seine Händler unterstützt. Das komplette Mobiliar und die POS-Verkaufshilfen werden gestellt; lediglich einen Eimer Farbe und das Glas für den Spiegel geht auf das Konto des Dealerpartners. Fair geht vor! Der Showroombereich für die Marke sieht gut und authentisch aus und belastet das CI-Budget des Händlers nur marginal.

Kurvenmäandern rund um Lindenfels

Am Nachmittag dann eine grandiose Heimfahrt bei strahlender Frühlingssonne und 18 Grad Celsius durch den Odenwald. Die 200-Kilometer lange Strecke führte mich durch Darmstadt, Lindenfels, Michelstadt, Amorbach, Mudau, Buchen, Walldürn und Tauberbischofsheim zurück nach Würzburg. Sieht man vom Großraum Darmstadt ab, tuckere ich gemütlich über allesamt wenig befahrene, kurvige Traumpisten. Die Nibelungenstraße vor grandioser Landschaftskulisse ist einfach grandios. Diese„Feierabendfahrt“ gab ausreichend Adrenalin frei für die restlichen Bürokampftage.

Zwopro – die neue Handelsplattform

Mit viel Energie im Blut und dazu unterwegs zum Redaktionsbesuch bei »bike und business« war dieser Tage auch Klaus-Peter Schäfer. Der Branchen- und Vertriebsprofi (zuletzt bei Triumph und Horex beschäftigt) hat sich (zusammen mit Thomas Ludwig) mit einer neuen Plattform für Händler namens „Zwopro“ selbstständig gemacht. Zwopro (synonym für Zweiradprofis) ist nach eigenen Angaben „die neue starke Handelsplattform für den Zweiradhandel“. Viele ehemalige Vertrags-Zweiradhändler (nach einer Händlernetzbereinigung) und Freie Werkstätten – so Schäfers Argumentationskette – stünden als Einzelkämpfer da und könnten etwa nicht von den Vorteilen eines gemeinsamen Markenauftritts profitieren. Zu Rabattvorteilen eingekauft werden können bei Zwopro Originalersatzteile, Neufahrzeuge, aber auch Werkstattausrüstung, Customizingteile sowie Bekleidung. Renommierte Partner sind bereits a Bord. Dazu zählen u.a. Rukka, Roleff, Wilbers, J+A Zweirad oder Profi Products. Im Einkauf will Schäfer außerdem mit weiteren Zubehör- und Werkzeugherstellern, Öllieferanten, Ladenausstattern, Banken im Sektor Wholesale- und Retailfinanzierung, Versicherungen (Betriebs-, Fahrzeug- und Garantieversicherung sowie EDV-Spezialisten zusammenarbeiten.

Welchen Vorteil bietet Zwopro dem Zweiradhandel? Klaus-Peter Schäfer: „Mit Moto-Rad-Profis bieten wir eine starke, herstellerunabhängige Marke, mit gemeinsamen Werbe- und Marketingauftritt, die in der Außenwirkung dem Kunden Vertrauen bietet und mit der sich jeder Händler wie ein markengebundener Händler vor Ort aufstellen kann und die Einkaufsplattform einer starken Gemeinschaft.“

Welche Leistungen bietet Zwopro dem Zweiradhandel? Schäfer kann sie auswendig aufzählen: Außendarstellung als Zwopro, professionelle Webseite, günstige Einkaufskonditionen bei den Systempartnern, gemeinsame Werbung, die größer, auffälliger und günstiger ist, als alleinige Werbung des Händlers, Auftritt als starke Gruppe, technische Unterstützung, Support bei allen Fragen rund um Verkauf, Marketing, Werbung und Service.

UMFRAGE
Zukunft des Motorradrennsports – in der Autofahrerhochburg Deutschland führen internationale Motorradrennsport-Großevents ein Schattendasein.
Bitte kreuzen Sie alles Zutreffende an!
Foto: Yuasa

Der Rennsportzirkus ist auf Dauer zu teuer für den Standort Deutschland und nicht mehr finanzierbar.

19 %

Die Motorradevents verlagern sich in die „Emerging Markets“ Asien und Südamerika.

16 %

Die Motorrad-Fanbasis ist stabil – Moto-GP und IDM haben auch in Zukunft eine sichere Heimat in Deutschland.

60 %

Moto-GP, IDM & Co. erleben hierzulande eine Renaissance.

5 %

Spamschutz:

Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein:

Noch Fragen? Ein Klick auf die Website – dort gibt's weitere interessante Infos, auch, was das Ganze kosten soll. Ich halte das Zwopro-Konzept absolut für zukunftsfähig – wenn genügend Händler mitmachen. Die größte Herausforderung für dieses Start-up von zwei Old-School-Bikeprofis ist wohl die leider allenthalben zu konstatierende Beratungsresistenz von Motorradhändlern.

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