Kamera läuft: Der Motorradfahrer als Moviemaker

Zwei Actioncam-Systeme im Test

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Martina Eicher

Die beiden Actioncam-Systeme Midland H7+ und Drift Ghost 4K im »bike und business«-Praxistest.
Die beiden Actioncam-Systeme Midland H7+ und Drift Ghost 4K im »bike und business«-Praxistest. (Bild: Vivian Wetschera)

Immer mehr Kunden hinterlassen der Nachwelt ihre Motorradabenteuer per Bewegtbild. Action-Cams helfen ihnen dabei. Wir haben auf der Motorradtour 2017 zwei neue Systeme in unterschiedlichen Preisklassen erprobt.

Immer öfter lassen Biker vor allem während landschaftlich interessanter Passagen ihre Onboard-Kameras laufen, um im kleinen Kreis bei den Daheimgebliebenen von ihren spektakulären Fahrerlebnissen zu berichten oder im großen Kreis auf Facebook, Youtube & Co. zu prahlen. Die Auswahl an guten Kameras ist mittlerweile recht umfangreich. Auf der »bike und business«-Motorradtour haben wir zwei Cams getestet.

Midland H7+ – die Günstige

Motorradfahrer, die bei Action Cams auf das Preis-Leistungs-Verhältnis schauen, werden in der neuen H7+ von Midland (vertrieben von Alan Electronics) fündig. Angesprochen werden Einsteiger in die Welt der spektakulären Videos und Bilder für Youtube, Instagram, Facebook und Co. Die kleine und leichte Kamera mit Ultra-HD-4K-Auflösung (24 Bilder in der Sekunde, 12 Megapixel Auflösung) ermöglicht Videoaufnahmen in ordentlicher Qualität; und
das – im Vergleich zum Oberklasseanbieter Go-Pro – für kleines Geld. Neben der einfachen Handhabung punktet die H7+ durch technische Feinheiten und ein umfangreiches Zubehörpaket. Außer wasserdichtem Gehäuse und Fernbedienung sind zwei Helmhalterungen im Lieferumfang enthalten. Komfort bietet die einfache Bedienung der Kamera über die WiFi-Verbindung mit dem Smartphone. Dazu wird bei der Midland H7+ eine Fernbedienung für das Handgelenk mitgeliefert. Der Lithium-Ionen-Akku reicht für 1,5 Stunden.

Optimierte Bildstabilisatoren sorgen bei der Kamera zusätzlich für eine hohe Filmqualität. Neben der Slow-Motion-Aufnahmemöglichkeit ist die Funktion für Videos im Zeitraffer neu. Der Hobby-Regisseur fängt mit dem 150-Grad-Weitwinkelobjektiv spontane und detailreiche Szenerien scharf ein. Schnelle Bewegungen und Erschütterungen gleicht der integrierte Bildstabilisator aus. Die Midland H7+ ist zum UVP von 149,90 Euro im Fachhandel erhältlich.

Drift Ghost 4K – die Wertige

Eine Preisklasse über der Midland H7+ liegt die Drift Ghost 4K. Die handliche und stromlinienförmige Action-Cam, vertrieben von der Soular GmbH, kostet im Onlineshop von Gravis 348,90 Euro. Mit ihr wird der Biker zum Filmregisseur! Ob brilliante 4K-Videos, 12-Megapixel-Fotos oder Ultra-Slow-Motion- und Zeitrafferaufnahmen, der Biker ist jederzeit Herr über das Kommando „Kamera läuft – und Action!“ Durch das duale Mikrofon wird der nächste Motorradtrip nicht nur optisch, sondern auch tontechnisch perfekt aufgenommen. Das Mikrofon kann entweder vorne (für Spracheinblendungen des Fahrers) oder hinten (weniger Fahrtwindgeräusche) aktiviert werden. Ein elektronischer Bildstabilisator (EIS), G-Sensor und ein Gyroskop sorgen für wackelfreie Bilder.

Dank des 1.500 mAh großen Akkus können Motorrad-Moviemaker sogar länger als drei stunden auf der Piste verbringen. Die um 330 Grad stufenlos drehbare Kameralinse sorgt für ein gerades Aufnahmebild in jedem Befestigungswinkel.

Der Clou der Ghost: Durch verschiedene Module (beispielsweise ein Akkumodul oder einen LCD-Touchscreen) lässt sich die Funktionalität der Kamera flexibel erweitern und individuell an die Bedürfnisse des Nutzers anpassen. Und wer andere an seiner Fahrt live teilhaben lassen möchte, kann über die Drift-Life-App direkt in soziale Netzwerke streamen! Bestens geeignet für Smartphones zur Foto- und Videobearbeitung.

Fazit: Die Midland H7+ ist eine preisgünstige Kamera für den Youtube-Einsteiger. Die Drift Ghost 4K genügt gehobenen Ansprüchen fortgeschrittener Filmemacher und ist einfach zu handhaben. Um die derzeitigen Spitzenreiter Sony FDR-X3000R und Go-Pro Hero5 Black anzugehen, setzt der Hersteller nicht nur auf Videos in 4K-Auflösung. Stattdessen sollen eine um 330 Grad drehbare Kameralinse sowie eine modulare Bauweise die Kamera von den Kontrahenten abheben. Die erzielte Videoqualität steht der Güte der Benchmark-Cams kaum nach, ist nur billiger zu haben.

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