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Kardanantrieb: Die Dauerwelle

| Autor / Redakteur: Pistone / Martina Eicher

Der Hinterradantrieb mittels Welle und Kegelrädern – im Motorradfahrer-Jargon meist als Kardanantrieb bezeichnet – ist die eleganteste und betriebssicherste, aber auch die aufwendigste Antriebsform. Dieser Beitrag ist Teil der Aus- und Weiterbildungsserie »bike und business« Profi und erschien erstmalig in der Ausgabe 07-08/2016.

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Der Kardanantrieb ermöglicht eine hohe Betriebssicherheit, ist aber sehr aufwendig.
Der Kardanantrieb ermöglicht eine hohe Betriebssicherheit, ist aber sehr aufwendig.
(Bild: BMW)

Die Vorteile des Wellenantriebs sind eindeutig: Der komplette Antrieb ist im Gegensatz zur Kette vollständig gekapselt (sieht man von sehr frühen Konstruktionen einmal ab). Dadurch ist er vor Witterungseinflüssen geschützt und somit fast wartungsfrei. Zudem bleibt das Hinterrad sauber und der Antrieb arbeitet sehr geräuscharm. Er ermöglicht große Federwege, die bei einem Kettenantrieb durch den sich verändernden Durchhang schwieriger möglich sind.

Nachteilig sind unter anderem der bereits erwähnte Bauaufwand, der ihn deutlich teurer als einen Kettenantrieb macht, die relativ „steife“ Kraftübertragung, die diverse Dämpfer im Antriebsstrang erfordert, und die eingeschränkte Möglichkeit, die Endübersetzung zu ändern.