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Kawa-Motor: Himmel schwarz-grün

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Martina Eicher

Thomas Grimm und sein Team von Kawa-Motor aus Garching belegen den 2. Platz beim »bike und buisness«-Award-„Motorradhändler des Jahres 2013“

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Das Team von Kawa-Motor mit seinem Chef Thomas Grimm (blaues Hemd).
Das Team von Kawa-Motor mit seinem Chef Thomas Grimm (blaues Hemd).
(Foto: Domisky)

Preisfrage: Wofür sind (süd-)bayerische Männer bekannt – außer für ihren Bierdurst, Krachlederne und ihr Sprachhandicap? Genau: für ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein! Von dem hat auch Thomas Grimm einen guten Teil abbekommen. Dabei ist er, anders als sein Name assoziieren könnte, alles andere als ein Geschichtenerzähler. Was der Kawa-Motor-Inhaber von sich gibt, ist schwarz auf weiß belegbar. Fakten wie ein deutlich zweistelliger Umsatz- und Renditezuwachs innerhalb der letzten vier Jahre (2009 bis 2012), eine Werkstattauslastung von 100 Prozent im Winter – während der Saison 120 Prozent – sowie eine Eigenkapitalquote von 40 Prozent zeigen: Hier macht einer alles richtig!

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Ein wichtiger Faktor dieses Erfolgs: Grimm ist nicht nur Vollblutbiker und leidenschaftlicher Schrauber („Technik interessiert mich mega“). Er ist vor allem eins: knallharter Geschäftsmann. Heuzutage heißt das, nicht nur guter Verkäufer – seit 25 Jahren neben Kawasaki mittlerweile auch für MV Agusta, Husquarna und bald vielleicht auch Indian –, sondern vor allem ausgebuffter Manager zu sein. Einer von der Sorte, der mit seinem Warenwirtschaftssystem ins Bett geht und den man nachts um zwei aus selbigem klingeln und nach einer x-beliebigen Kennzahl des Betriebs fragen kann. Beispielsweise danach, wie viele gebrauchte Maschinen („die bringen das Geld“) er und sein Zehn-Mann-Team 2013 unters Bikervolk gebracht haben. 2012 waren es 133. Hinzu kommen 254 Neumotorräder. Im vergangenen Jahr knackte man erfolgreich die 400er-Marke.

Wie man das außer mit BMW schafft? Anders sein als andere. Das ist eines der beiden Leitmotive Grimms. Während andere noch überlegen, wie und wo man das zweiradaffine Jungvolk am besten anspricht, geht Kawa-Motor bereits seit Jahren aktiv auf Fahrschulen zu. Das Unternehmen macht ihnen nicht nur attraktive Angebote für Fahrschulmaschinen, sondern greift zugleich den bikenden Nachwuchs ab. Beiden Gruppen machte es im letzten Jahr MV Agustas neue F3-Serie derart schmackhaft, dass es die jährliche Absatzvorgabe nicht nur steigern, sondern fast verdreifachen konnte! Doch nicht nur bei den Youngsters setzt das Team auf die Kooperation mit Fahrschulen – auch bei den Oldies, sprich Wiedereinsteigern. Denen bietet Kawa-Motor eigene Wiedereinstiegskurse an. Motto: Statt sich andauernd über Geburtenrückgänge zu beschweren, sollte man das vorhandene Führerscheinpotenzial der „Alten“ nutzen.

Apropos Jungvolk: Das erreicht man heute bekanntermaßen immer öfter via Internet und „mobile device“. Das weiß man nur zu gut – circa 40 Prozent der Kundenkommunikation erfolgt online. „Rund 15 Prozent unserer Geschäfte erledigen wir heute, ohne jemals den Kunden zu Gesicht bekommen zu haben“, sagt Thomas Grimm über die Bedeutung des Internets.

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