Keilriemengetriebe: Variable Größen

Aufbau, Funktion und Wartung von stufenlos arbeitenden Getrieben.

| Autor / Redakteur: Pistone / Martina Eicher

CVT-Getriebe erlauben eine stufenlose Äderung der Übersetzung.
CVT-Getriebe erlauben eine stufenlose Äderung der Übersetzung. (Bild: Bosch)

Sie sind heute aus der Rollerwelt nicht mehr wegzudenken: Stufenlos arbeitende Keilriemengetriebe, die zudem noch mittels einer Fliehkraftkupplung das Anfahren zum Kinderspiel machen. Dieser Beitrag ist Teil der Aus- und Weiterbildungsserie »bike und business« Profi und erschien erstmalig in der Ausgabe 12/2013.

Das vollautomatische und stufenlos arbeitende Keilriemengetriebe – in der Literatur auch Getriebe nach System Uher bezeichnet – wurde in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts im DKW-Roller „Hobby“ in beachtlicher Stückzahl (über 45.000 Einheiten) eingebaut, dort allerdings noch ohne Fliehkraftkupplung. Bei den Pkw rühmte sich DAF später damit, durch dieses Getriebe ein Auto anzubieten, „das Vorwärts und Rückwärts gleich schnell fahren könne“. Mittlerweile bieten verschiedene Pkw-Hersteller sogenannte CVT-Getriebe an, die ähnlich funktionieren. Von DAF stammt auch die Bezeichnung „Variomatic“, die allgemein recht häufig für diese Getriebebauart verwendet wird. In Anlehnung daran nennt zum Beispiel Honda sein System „V-Matic“.

Unabhängig vom Namen sind die Keilriemen-Automatikgetriebe recht ähnlich ausgeführt: Zwei konische Scheibenpaare, deren Hälften gegeneinander verschiebbar sind, lassen den Antriebsriemen auf unterschiedlichen Durchmessern ablaufen und ändern dadurch die Übersetzung. Ein Scheibenpaar ist auf der Kurbelwelle montiert, das zweite befindet sich entweder noch im Motorgehäuse oder im Hinterradantrieb. Zu Beginn ist der wirksame Durchmesser der Antriebsriemenscheibe klein, an der Abtriebsriemenscheibe groß. Dadurch wird die Ausgangsdrehzahl verringert und das Abtriebsdrehmoment erhöht. Mit steigender Geschwindigkeit ändern sich die Verhältnisse, sodass am Ende der Verstellung der wirksame Durchmesser der Antriebsriemenscheibe groß und an der Abtriebsriemenscheibe klein ist. Nun erfolgt sogar eine Übersetzung „ins Schnelle“.

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