Knappheit bei Motorradschläuchen droht

Lieferstopp bei Continental könnte zu Engpässen führen

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Klassische Motorräder sind in – und damit auch Schlauchreifen.
Klassische Motorräder sind in – und damit auch Schlauchreifen. (Foto: Rosenow)

Continental hat den Vertrieb von Motorradschläuchen eingestellt, um das Programm neu zu ordnen und neue Lieferanten zu suchen. Es soll aber „so schnell wie möglich“ wieder losgehen.

Schlauchreifen? Ja, die gibt es noch – und bei dem aktuellen Run auf klassische Motorradkonzepte und Umbauten könnte ihre Bedeutung sogar wieder steigen. Derzeit allerdings kann es zu Verfügbarkeitsschwierigkeiten bei Motorradschläuchen kommen, weil mit Continental ein großer Lieferant den Vertrieb dieser Komponenten eingestellt hat – jedenfalls vorläufig. „Wir wollen unser Lieferprogramm neu aufstellen und zudem neue Lieferanten suchen. Das haben wir unseren Kunden auch vor etwa sechs Wochen mitgeteilt“, erklärte Noch-Vertriebschef Uwe Reichelt gegenüber »bike und business«. „Es soll aber so schnell wie möglich wieder losgehen.“ Einen genauen Zeitpunkt konnte Reichelt noch nicht nennen, denn noch müsse die Frage geklärt werden, ob man in Zukunft Schläuche aus Natur- oder Synthesekautschuk verwenden wolle, was auch Rückwirkungen auf die Lieferantenauswahl hat.

Die Conti-Entscheidung dürfte die anderen Marktteilnehmer freilich freuen. So verzeichnet man etwa beim Reifenwerk Heidenau bereits steigende Nachfrage nach Schläuchen, die man auch bedienen könne. „Allerdings kann es trotzdem in Einzelfällen zu Wartezeiten kommen“, sagt Marketingmann Markus Olejnick. „Insgesamt dürfte die Lage aber nicht kritisch werden.“

Matthies steht nicht auf dem Schlauch

Motorradhändler sollten deshalb bei Werkstattterminen mit Reifenwechsel rechtzeitig die Ersatzteile bestellen und im Notfall auch alternative Lieferquellen erschließen. Beispielsweise hat sich der Hamburger Großhändler Matthies gut auf die drohende Knappheit vorbereitet und Bestände aufgebaut, wie Motorradchef Stefan Onken »bike und business« mitteilte.

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