KSR Group stellt LML-Vertrieb ein

Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Die österreichische KSR Group stellt die Verkaufs- und Marketingaktionen für LML ein und steckt seine Zeit und Energie lieber in die neue Lambretta.

Firmen zum Thema

Auf der Intermot 2016 in Köln: LML-Fahrzeuge auf dem Stand der KSR Group.
Auf der Intermot 2016 in Köln: LML-Fahrzeuge auf dem Stand der KSR Group.
(Bild: Koelnmesse GmbH)

KSR hat den Vertrieb von LML beendet. Dies teilt der Importeur aus Krems a. d. Donau auf seiner Homepage mit. Die Garantieansprüche blieben „selbstverständlich unberührt“. Die Werkstätten stünden weiterhin für Reparatur und Service zur Verfügung.

Zur Begründung führt KSR-Sprecher Stephan Schmatz auf Anfrage von »bike und business« an: „Der wichtigste Exportmarkt für LML war Ägypten mit bis zu 30.000 Stück pro Jahr.

Soweit wir wissen, hat das mehr als die Hälfte der Produktion ausgemacht. Dieser Markt ist in Folge des Arabischen Frühlings mehr oder weniger zusammengebrochen. Der europäische Markt war vergleichsweise klein. LML hatte wohl am Schluss keine Mittel mehr, um die Entwicklungsarbeit für die Euro 4-Umstellung zu finanzieren, zumal LML im vergangenen Jahr begonnen hat, viel Geld in die Entwicklung eines dreirädrigen Fahrzeugs für den indischen Markt zu stecken.“

Nachdem LML am 30. Mai 2017 Insolvenz angemeldet hat, habe KSR schließlich auch die Hoffnung aufgegeben, dass LML jemals die immer wieder versprochenen Euro 4-Fahrzeuge liefern könne.

(ID:44932708)