KTM Freeride E-XC: Die zweite Generation

Akku-Technologie mit erheblichen Fortschritten

| Autor / Redakteur: SP-X/Ulf Böhringer / Fabian Pfeiffer

Leise und emissionsfrei durchs Gelände stromern: Die neue KTM Freeride E-XC macht's möglich.
Leise und emissionsfrei durchs Gelände stromern: Die neue KTM Freeride E-XC macht's möglich. (Bild: KTM)

Drei Jahre nach dem Erstmodell zündet KTM die zweite Stufe seines Elektro-Motorrads Freeride E-XC. Vor allem die Akku-Leistung macht einen großen Sprung nach vorne.

„Die neue Freeride E-XC ist für KTM heute und auch auf absehbare Zeit Top of the Line eines Elektro-Motorrads“. KTM-Chef Stefan Pierer ließ an zwei Dingen keine Zweifel aufkommen: Erstens baue KTM sein Angebot an elektrisch angetriebenen Zweirädern im Lauf der kommenden Jahre stark aus. Zweitens nehme man aber Abstand davon, leistungsstärkere Fahrzeuge als die nunmehr 18 kW/24,5 PS starke Freeride E-XC zu entwickeln. Der Grund: „Die dafür nötigen großen Batterien würden es unmöglich machen, unsere Prämisse „Ready to Race“ umzusetzen, weil die Fahrzeuge viel zu schwer werden würden.“ Deshalb setze man das Augenmerk auf kleinere elektrische Zweiräder bis hinunter zum E-Fahrrad und wolle auch neue Zwischenstufen zwischen Fahrrad und Motorrad auf die Räder stellen.

Dass sich im Bereich der Akku-Technologie erhebliche Fortschritte erzielen lassen, zeigt die 2018er Version der KTM Freeride E-XC eindrucksvoll: Bei gleichem Raumvolumen ist die Kapazität der Batterie von 2,6 auf 3,9 kWh gestiegen, also um volle 50 Prozent höher. „Wer eine Freeride E-XC der ersten Generation nach 2014 besitzt, kann problemlos den neuen Akku einsetzen“, so Entwicklungsleiter Philipp Habsburg. Wegen der vielen anderen Verbesserungen am Fahrzeug empfehle er aber lieber einen Neukauf, so Habsburg schelmisch.

Vergleicht man die technischen Daten der Erst- und Zweitversion, gibt es mit Ausnahme der Motorleistung (jetzt 9 kW/12 PS Dauerleistung und 18 kW/24,5 PS Spitzenleistung) – und der Batteriekapazität so gut wie keine Unterschiede. Dennoch wurden zahlreiche Bauteile überarbeitet: Der Lenker ist zugunsten besseren Handlings breiter, eine neue Gabelbrücke stärkt die neu entwickelten Federbeine. Auch an den Bremsen und der Elektrik finden sich Veränderungen im Detail. Und natürlich hat man auch die Optik aufgefrischt, schließlich soll die 2018er E-XC ja als „neu“ erkennbar sein.

Geblieben ist dem Fahrzeug die klare Ausrichtung auf das Fahren im Gelände: Das zeigt schon die grobstollige Bereifung vom Typ Maxxis TrialMaxx. Ganz auf den geräuscharmen Einsatz in Offroad-Parks zielt auch die leichte Tauschmöglichkeit des Akkus ab; Sitzbank öffnen, vier Schrauben lösen, leerer Akku raus, neuer Akku rein, vier Schrauben wieder fixieren – schon sind wieder bis zu 1,5 Stunden Geländefahrt möglich. Ein konventioneller Tankstopp würde nicht weniger Zeit erfordern.

Wer die Batterie im Fahrzeug lädt, benötigt ein gewichtiges, aber sehr leistungsstarkes Ladegerät und mehr Zeit: 105 Minuten dauert es bei einer mit 13 Ampere abgesicherten Haushaltssteckdose (sogenannte „Schnellladung“) bis zur 100 %-Marke, nach 75 Minuten ist der 80-Prozent-Level erreicht. An einer 10-A-Steckdose wird statt mit 3.000 Watt nur mit 2.300 Watt geladen, was die Ladezeit verlängert. Schwerer geworden ist der Akku infolge der Kraftkur nicht; er bringt weiterhin 23 Kilogramm auf die Waage. Die fahrfertige E-XC wiegt 111 Kilogramm.

Eine Supermoto-Version der Freeride E, E-SM genannt, wird es künftig nicht mehr geben. Die Nachfrage war zu gering, weil die Eigenschaften für einen Straßeneinsatz nicht breit genug waren. Deshalb beschränkt sich KTM künftig auf die E-XC und die nicht zulassungsfähige E-SX.

Um die finanzielle Akzeptanzschwelle zu senken, bietet KTM für die Freeride E-XC künftig auch ein Teil-Leasing an. Wer die Elektro-Enduro nicht bar bezahlen will (11.485 Euro), kann alternativ 7.695 Euro für das Fahrzeug überweisen und Akku sowie Ladegerät leasen, und zwar 48 Monate zu je 49 Euro.

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