KTM-Rückruf: Reiseenduros mit Bremsproblemen

Fehler im Montageprozess

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Judith Leiterer

Die Reiseenduro 1190 Adventure ist eins von drei Modellen, die vom aktuellen KTM-Rückruf betroffen sind.
Die Reiseenduro 1190 Adventure ist eins von drei Modellen, die vom aktuellen KTM-Rückruf betroffen sind. (Bild: KTM/H. Mitterbauer)

Die Österreicher starten einen Rückruf für knapp 35.000 Maschinen der Baureihen 1190 Adventure, 1190 Adventure R und 1290 Super Adventure.

Die Reiseenduros 1190 Adventure, 1190 Adventure R und 1290 Super Adventure müssen seit wenigen Tagen einen Stopp bei den KTM-Vertragswerkstätten einlegen. Grund für die Rückrufaktion ist laut einer Herstellermitteilung der mögliche Ausfall eines Kreises des Bremssystems, verursacht durch Fehler im Montageprozess.

„Messungen haben ergeben, dass unter Umständen eine elektrische Verbindung zwischen ABS-Modulator und Fahrzeugmasse über die Bremsleitung entstehen kann“, konkretisierte KTM in seinem Statement das Problem. Die Gefahr bestehe dann, wenn der Kabelstrang aufgescheuert wird und am ABS-Modulator anliegt. „In Kombination mit einer elektrisch leitenden Bremsleitung kann diese überhitzen und letztlich sogar schmelzen“, hieß es.

Für die Kontrolle und gegebenenfalls Positionskorrektur des Kabelstranges sind etwa 30 Minuten vorgesehen. Fällig ist die Maßnahme bei weltweit 34.466 Maschinen aus den Modelljahren 2013 bis 2016. In Deutschland geht es um 5.352 Einheiten. Die Kunden betroffener und bereits ausgelieferter Motorräder werden mittels persönlichem Anschreiben von KTM informiert. Zudem kann auf der KTM-Webseite im Bereich „Service“ online überprüft werden, ob das jeweilige Fahrzeug von der Rückrufaktion betroffen ist.

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