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KTM schreibt wieder schwarze Zahlen

| Redakteur: Gerd Steiler

Der österreichische Sportmaschinen-Hersteller ist nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2008/2009 zurück in der Gewinnzone. Vorsteuer- und Nettoergebnis drehen binnen Jahresfrist von tiefrot wieder in den grünen Bereich.

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Der österreichische Sportmaschinen-Hersteller KTM ist nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2008/2009 zurück in der Gewinnzone. Wie das Unternehmen am Wochenende am Firmensitz im österreichischen Mattighofen mitteilte, erzielte KTM im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 (1. September bis 31. August) einen Gesamtumsatz von 459,8 Millionen Euro und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahr (454,6 Millionen) um gut 1,1 Prozent.

Zugleich steigerte KTM sein Vorsteuerergebnis (EBIT) auf 22,4 Millionen Euro und sein Nettoergebnis nach Steuern auf 11,3 Millionen Euro. Gegenüber dem Krisenjahr 2008/2009 ist dies eine deutliche Verbesserung. Damals noch hatte KTM sowohl beim Vorsteuerergebnis (- 65,1 Millionen Euro) als auch beim Nettoergenis nach Steuern (- 81,4 Millionen Euro) tiefrote Zahlen geschrieben. Auch die EBIT-Marge drehte nach herben Verlusten im Geschäftsjahr 2008/2009 (- 14,3 Prozent) binnen Jahresfrist wieder in den grünen Bereich (+ 4,9 Prozent).

Neue Impulse: 125 cm³-Klasse und „KTM do Brasil“

Gestützt werde das positive Jahresergebnis von KTM durch den Absatz von insgesamt 65.942 Fahrzeugen, eine Eigenkapitalquote von 36,9 Prozent sowie einen positiven Free Cashflow in Höhe von 42,3 Millionen Euro. Damit habe sich die Nettoverschuldung des Unternehmens „weiter wesentlich reduziert“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Weitere positive Geschäftsimpulse erhofft sich der Motocross-Spezialist KTM von den auf der Kölner Intermot erstmals präsentierten 125 cm³-Straßenmotorrädern, die in Kooperation mit dem indischen Zweiradhersteller Bajaj Auto Ltd produziert werden. Absatzpotenziale für diese neue Produktreihe sieht KTM neben den angestammten KTM-Märkten in Europa vor allem in „Merging Markets“ wie Brasilien. Deshalb auch gründete der Zweiradhersteller eigenen Angaben zufolge Anfang Oktober mit „KTM do Brasil“ seine insgesamt 25. Vertriebs-Tochtergesellschaft. Diese soll ab 2011 die Produkte von KTM in Brasilien verkaufen.

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