Kumpan Electric: Wer braucht schon Carsharing?

Autor / Redakteur: Patrick Brumm / Fabian Pfeiffer

Kumpan Electric beginnt gemeinsam mit der Energieversorgung Oberhausen AG ein Elektroroller-Sharing. Insgesamt werden zehn Elektroroller auf Oberhausens Straßen gebracht.

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Stolze Projektvorstellung: v.l.n.r. Philipp Tykesson, Geschäftsführer Kumpan electric; Sabine Lauxen, Umweltdezernentin der Stadt Oberhausen; Hinrich Nolte, Projektleiter E-Roller-Sharing der evo; Hartmut Gieske, kaufmännischer Vorstand der evo und Frank Lichtenheld, Geschäftsführer der OWT.
Stolze Projektvorstellung: v.l.n.r. Philipp Tykesson, Geschäftsführer Kumpan electric; Sabine Lauxen, Umweltdezernentin der Stadt Oberhausen; Hinrich Nolte, Projektleiter E-Roller-Sharing der evo; Hartmut Gieske, kaufmännischer Vorstand der evo und Frank Lichtenheld, Geschäftsführer der OWT.
(Bild: Evo)

Das Sharing-Modell funktioniert nach dem sogenannten Free-Floating-Prinzip. Dabei müssen die Elektroroller nicht an einer festen Station angemietet und abgeben werden, sondern können im gesamten Stadtgebiet genutzt werden. Mit der ersten Testphase für diesen Herbst ist damit eine Vorreiterrolle im Ruhrgebiet gelungen. Als erste Stadt wird Oberhausen seinen Bürgern damit ein App-basiertes Sharing-Angebot für E-Roller zur Verfügung stellen.

Elektromobilität ist kein randständiges Thema

Hartmut Gieske, kaufmännischer Vorstand der Evo, ist vom neuen Geschäftsmodell überzeugt: "Elektromobilität hat bei uns schon fast Tradition. Wir fahren mit Strom und dabei setzen wir auf viele Bausteine und Partner: Wir verfügen über einen Elektro-Fuhrpark, der kontinuierlich wächst und beteiligen uns am Ausbau der elektromobilen Infrastruktur in Oberhausen. Unser neues Projekt zeigt, dass Elektromobilität kein randständiges Thema mehr ist, sondern marktgängig wird. Damit nehmen wir Ruhrgebietsweit eine Vorreiterrolle ein."

Keine Abgase, kein Lärm, keine Parkplatzsuche

Das Modell kann auch für das Mobilitätskonzept der Stadt Oberhausen ein wichtiges Standbein sein, meint Oberbürgermeister Daniel Schranz: "Das neue Mobilitätsangebot der Evo kann vollständig ins Oberhausener Verkehrsnetz integriert werden und wird sich – wie auch bereits in anderen europäischen Metropolen – hoffentlich auch in unserer Stadt bewähren. Keine Abgase, kein Lärm, keine Parkplatzsuche, kein Tanken. Die Elektroroller sind eine sinnvolle und ökologische Alternative zum eigenen Auto. Zudem ist das Sharing-Modell eine ideale Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr."

Wie funktioniert das E-Roller-Sharing?

Ein Smartphone und der Autoführerschein genügen, um das Sharing-Modell zu nutzen. Jeder E-Roller verfügt über zwei Helme unterschiedlicher Größe. Diese liegen in einer Box hinter dem Sitz. Auch über die Oberhausener Stadtgrenzen hinaus sind Roller-Ausflüge möglich. Einzige Bedingung ist, dass man nach Beendigung der Mietzeit den Roller wieder in Oberhausen abstellt. Reservieren, Buchen, Aufschließen, Starten und Bezahlen - alles geschieht über die App. Die Voraussetzung für die Nutzung ist also, dass man die kostenlose App auf sein Smartphone lädt, sich einmalig registriert und zunächst seinen Führerschein verifiziert. Danach kann es losgehen.

In der Beta-Phase

In der Testphase profitieren die Nutzer von einem besonderen Vorteil: Die Evo spendiert jedem neuen Nutzer 60 Freiminuten. Die Registrierung ist ohnehin kostenlos. Der Mietpreis beträgt 18 Cent pro Minute. Eine Fahrt vom Hauptbahnhof ins Zentrum beispielsweise kostet damit weniger als 2 Euro. Es gibt eine Preisobergrenze in Höhe von 19 Euro pro Tag. Und wenn man seine Fahrt unterbrechen, die Miete aber nicht beenden will, zahlt man 5 Cent pro Minute im Parkmodus. Die Pilotphase läuft so lange, wie die Witterung die Nutzung der Roller zulässt. Nehmen die Oberhausener bis dahin die orangefarbenen Fahrzeuge positiv an, stockt die Evo die Roller-Flotte im nächsten Frühjahr möglicherweise auf.

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