Kumpan: Mit Retro Intelligence die Massen elektrisieren

Produktvorstellung des reichweitenstärksten E-Rollers der Welt

| Redakteur: Viktoria Hahn

Insgesamt kann zwischen fünf verschiedenen Lackfarben des Retro-Rollers entschieden werden.
Insgesamt kann zwischen fünf verschiedenen Lackfarben des Retro-Rollers entschieden werden. (Bild: Viktoria Hahn)

Mit dem neuen 1954 Ri hat Kumpan electric am 24. Mai den Elektro-Roller mit der größten Reichweite (186 km) in der Wassermannhalle in Köln vorgestellt. Große Hoffnungen setzt das Remagener Unternehmen in die boomenden Sharing-Dienste.

In dem mausgrauen Roller schlummert eine brachiale Kraft. Fein dosiert zieht der Fahrer am Kabel des Strom-Scooters. Die Abschleppleine spannt sich und setzt den dahinterliegenden VW Golf in Bewegung. Nach hundert Metern endet der Test des ungleichen Abschlepp-Duos. Mit dieser marketinggetriebenen Demonstration soll der neue Kumpan 1954 Ri zeigen, was in ihm steckt: „Kraftpaket 2.0“ sagen die Hersteller dazu.

„Der Kumpan 1954 Ri ist garantiert der beste Elektroroller weltweit“. Mit diesen Worten eröffnete Patrik Tykesson, Mitbegründer, CEO und Verantwortlicher für Produktentwicklung und Produktion, die Vorstellung des neuen Rollers, dessen Kürzel „Ri" für Retro Intelligence stehen soll. Retro sieht er auf jeden Fall aus und von seinen Vorteilen versuchen sowohl Patrik, als auch sein Bruder Philipp zu überzeugen, der nach einigen Erläuterungen zur Historie des Start-ups, zu ihm auf die Bühne tritt.

Aller Anfang ist schwer

Das Unternehmen wurde 2010 von den drei Brüdern Patrik, Daniel und Philipp Tykesson in Remagen bei Bonn gegründet. Das Ziel der drei Gründer ist es von Anfang an den klassischen Benzinroller mit ihrem Kumpan von den Straßen zu verdrängen. Mit Mitte 20 und 25.500 Euro, geliehen von den Eltern, in der Tasche, wurde das heimische Wohnzimmer vorläufig zur Bastler-Werkstatt. Das Thema Elektromobilität, das damals noch nicht den gleichen Stellenwert wie heute hatte, verlangte den Brüdern einiges an Geduld und Zeit ab. In der Branche fand aber glücklicherweise mit der Zeit immer mehr ein Umdenken statt.

Smart, smarter, 1954 Ri

Nicht nur schlanker ist das neue Modell im Gegensatz zum ersten Kumpan geworden: Statt 150 Kilo mit vier schweren Bleigel-Akkus und einer Reichweite von 40 bis 50 Kilometern, bringt der Newcomer nur noch 80 Kilogramm Leergewicht auf die Waage und schafft es mit drei Lithium-Ionen Akkus auf eine Gesamtreichweite von bis zu 186 Kilometern.

Philipp Tykesson, Mitbegründer, CMO und Verantwortlicher für Vertrieb und Marketing, fuhr den neuen Roller fast lautlos über den Laufsteg der Bühne und zeigte so auch gleich wie einfach sich der jüngste Spross der Kumpan-Familie starten und fahren lässt. Auch die entnehmbaren Akkus lassen sich einfach zuhause an der Steckdose in zwei bis vier Stunden aufladen. „Ich bin emotionalisiert von Kumpan, ich hoffe Sie auch. Denn darum ging es uns bei der Entwicklung vom 1954 Ri“, so der Jüngste des Dreiergespanns. Das Ergebnis von vier Jahren Entwicklung ist ein Elektroroller im beliebten Retro-Design geworden, der vor allem auf urbanem Terrain überzeugen und die drei Kernpunkte Design, Performance und Innovation in sich vereinen soll.

Der Neuling hat als erster Elektro-Roller auf dem Markt ein Touch-Display und einen vernetzten, smarten Akku. Auf diesem sieben Zoll großen Touch-Display lassen sich Reichweite, Geschwindigkeit und Verbrauch laut Hersteller auf einen Blick erfassen. Der Fahrer kann diese Kennzahlen ebenso über eine App auf dem Smartphone abrufen. Zu diesem Zweck ist der neu entwickelte Akku – das „Kraftpaket 2.0“ – mit aktueller Konnektivitätstechnologie ausgestattet. Ortung und Diebstahlschutz, Fahrdaten anschauen und auswerten. Der Roller lässt sich außerdem ohne Schlüssel - also „Keyless" - starten. Diese Eigenschaft und die intelligente Vernetzung des Fahrzeugs sollen das Modell auch ideal für den Markt des Fahrzeug-Sharings in Städten machen. Hier sind bereits mehrere Projekte in Planung, unter anderem in Remagen aber auch in Basel und Genf sollen bald Kumpane für Jeden fahrbar sein. In Oberhausen sind bereits seit September 2017 Kumpan-Roller im Sharing-Einsatz.

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