Landesinnungsverband Sachsen-Anhalt gegründet

An einem Strang ziehen

| Autor / Redakteur: Michael Bollschweiler / Stephan Maderner

Schulterschluss mit dem BTZ Leipzig (v. l.): Die drei Vorstandsmitglieder der Landesinnung Sachsen-Anhalt Donald Rein, Uwe Pösniger und Uwe Bönicke mit Tino Hantschmann, Abteilungsleiter im Bildungs- und Technologiezentrum Leipzig. Im Hintergrund einige Schulungsfahrzeuge aus der Lehrwerkstatt.
Schulterschluss mit dem BTZ Leipzig (v. l.): Die drei Vorstandsmitglieder der Landesinnung Sachsen-Anhalt Donald Rein, Uwe Pösniger und Uwe Bönicke mit Tino Hantschmann, Abteilungsleiter im Bildungs- und Technologiezentrum Leipzig. Im Hintergrund einige Schulungsfahrzeuge aus der Lehrwerkstatt. (Bild: Michael Bollschweiler)

Aus der Innung für den Kammerbezirk Halle heraus wurde am 2. März 2017 die Landesinnung Sachsen-Anhalt offiziell gegründet. Damit ist das Land der Frühaufsteher der vierte Landesverband der Zweiradmechaniker-Innungen nach Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen.

Mit der Gründung der Landesinnung Sachsen-Anhalt ist es denselben Akteuren, die bisher nur Halle betreuten, möglich, alle bisherigen Einzelmitglieder des Bundeslandes direkt anzusprechen und zu betreuen. Auch lässt sich die Mitgliederwerbung auf das ganze Landesgebiet ausdehnen.

Der bisherige Obermeister Uwe Bönicke von Halle wurde zum Landesinnungsmeister gewählt, und auch sein Stellvertreter Uwe Pösniger aus Weißenfels sowie der Beisitzer Donald Rein wurden in die entsprechenden Landespositionen „befördert“; außerdem bilden die drei Vorstandsmitglieder den Berufsbildungsausschuss.

Uwe Bönicke hatte in seiner Begrüßung festgestellt: „Eine Innung ist nicht von gestern, sondern eine Gemeinschaft Gleichgesinnter und ein Pool regionaler Spezialisten.“ Damit dieser Pool noch stärker agieren und nach seiner festen Etablierung auch Beiträge an den Bundesinnungsverband abführen kann, wurde eine Beitragsanpassung auf 220 Euro beschlossen – ebenso einstimmig wie alle Wahlen.

Zentrales Anliegen dieser aktiven Händler ist die Pflege und Weiterentwicklung der Ausbildung in Sachsen-Anhalt. Da die Zahl der Betriebe und der Auszubildenden im Osten nicht so groß ist wie im Westen, will Bönicke die Aktivitäten bündeln. Auf seine Initiative hin übernahm das Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer zu Leipzig die Zweiradausbildung und richtete eine Lehrwerkstatt ein. Auch die überbetriebliche Lehrlingsausbildung macht das BTZ zu seinem Anliegen. Langzeit-Ziel: einheitliche Ausbildung und Prüfung von Dresden bis Magdeburg. Nach der kürzlich erfolgten Liquidierung der Dresdner Innung steht Bönicke auch in Gesprächen mit der Handwerkskammer Dresden über eine Betreuung der Betriebe in dieser Stadt.

Bönicke hat sich auch dafür eingesetzt, dass Fahrzeuge für die Lehrwerkstatt gespendet wurden, darunter ein BMW-Motorrad.

Berufsbild: Bewegung beim Meister, Service-Techniker und ÜBL

Die Gründungsversammlung wurde zugleich genutzt, um den Innungsmitgliedern wichtige Informationen zu vermitteln, so fand ein Erfahrungsaustausch zur Ausbildung mit dem Fachreferenten Joachim Syha vom Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeughandwerks statt. Er sprach ferner über die anstehende Überarbeitung des Meisterbildes sowie den Servicetechniker und überbetriebliche Lehrlingsausbildung.

Der Servicetechniker soll künftig eine zentrale Rolle spielen als Qualifizierungsmaßnahme für Quereinsteiger ins Fahrradbusiness. Bisher gibt es nur zehn Servicetechniker aus einem Lehrgang in Münster; das soll sich künftig ändern. Der Servicetechniker entspricht ungefähr dem Teil eins der Meisterprüfung mit Fachgespräch.

In der überbetrieblichen Lehrlingsausbildung wird jetzt mehr Wert gelegt auf Service- und Wartungsarbeiten. Und die Inhalte der eintägigen Schulung in Hochvolttechnik für die Fachrichtung Fahrradtechnik sind auch schon umrissen: Sicherheitsunterweisung, persönliche Schutzausrüstung, Gefahren des elektrischen Stroms, Messübungen in der Elektrik, Übersicht über elektrische Antriebe, Hochvoltsysteme, Antriebsarten, Akkus, Can-Bus- und Bluetooth-Systeme, Umgang mit Akkus.

Beim Erwerb des Meisterbriefs (die Überarbeitung läuft und soll dieses Jahr zum Abschluss kommen) darf man künftig in keinem Prüfungsteil mehr eine Fünf haben. Die meisten Fünfen gab es nämlich im fachlichen Teil, und das ist nicht hinnehmbar.

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