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Leistungssteigerung: Geladene Gesellschaft

| Autor / Redakteur: Pistone / Martina Eicher

Um einem Motor seine maximale Leistung zu entlocken, muss man die Brennräume seiner Zylinder optimal mit dem Kraftstoff-Luft-Gemisch füllen. Denn je mehr von dem Gemisch verbrennt, desto höher ist der Druck im Brennraum, der auf die Kolbenfläche wirkt und den Kolben nach unten drückt. Dieser Beitrag ist Teil der Aus- und Weiterbildungsserie »bike und business« Profi und erschien erstmalig in der Ausgabe 11/2013.

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Bei früheren Rennmotorrädern setzten Hersteller wie BMW Kompressormotoren ein.
Bei früheren Rennmotorrädern setzten Hersteller wie BMW Kompressormotoren ein.
(Bild: BMW)

Hier spricht man von einem Füllungs- oder Liefergrad von 1 oder 100 Prozent, wenn während eines Arbeitsspiels der gesamte Zylinderraum mit dem Kraftstoff-Luft-Gemisch befüllt werden kann. Doch selbst bei Volllast tritt dieser Zustand im dynamischen Betrieb des Motors nur in einem sehr schmalen Drehzahlbereich auf.

Bei niedrigen Drehzahlen ist bedingt durch die geringe Strömungsgeschwindigkeit des Gases der Füllungsgrad noch recht gering, um mit zunehmender Drehzahl immer weiter anzusteigen und Werte von 0,7 bis 0,9 zu erreichen. Markiert wird die Drehzahl der besten Füllung mit dem Bereich des maximalen Drehmoments. Dreht der Motor darüber hinaus, fällt der Füllungsgrad wieder ab. Gründe dafür sind Strömungsverluste durch Widerstände im Ansaugtrakt oder Spülungsverluste durch offenstehende Ventile. Das kann sogar so weit führen, dass ein Motor regelrecht abriegelt.