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Luftfilter für Motorräder: Filterwirkung

Autor / Redakteur: Pistone / Martina Eicher

Kotflügel und Nagelfänger sind heute zwar seltsame Bezeichnungen für Motorradteile, waren aber in den Anfangsjahren der Motorisierung ein unentbehrliches Zubehör. Manche dieser Bauteile haben sich sogar samt Terminologie bis in die heutige Zeit gehalten. Dieser Beitrag ist Teil der Aus- und Weiterbildungsserie »bike und business« Profi und erschien erstmalig in der Ausgabe 11-12/2014.

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Luftfilter haben immer noch wichtige Aufgaben im Motorrad.
Luftfilter haben immer noch wichtige Aufgaben im Motorrad.
(Bild: Honda)

Die damaligen Straßen waren ja nur in Ausnahmefällen mit einer festen Oberfläche versehen und gespickt mit allerlei Fremdkörpern und tierischen Hinterlassenschaften. Pflaster oder ungebundene Deckschichten waren die Regel und das Motorradfahren eine schmutzige Angelegenheit. Schon früh erkannten die Entwickler deshalb, dass es unbedingt notwendig war, die vom Motor angesaugte Verbrennungsluft sorgfältig zu reinigen. Denn der darin enthaltene Straßenstaub bildet mit Kraftstoff bzw. Motoröl eine sehr wirksame Schleifpaste, die schon nach kurzer Laufzeit zu hohem Verschleiß an Kolben und Zylindern führt; von der zerstörerischen Wirkung kleiner Festkörper wie Steinchen und Schuhnägel im Motor ganz zu schweigen. Die heutigen Straßenzustände sind zwar mit damals nicht vergleichbar, trotzdem brauchen moderne Motorräder nach wie vor leistungsfähige Filtereinrichtungen, die Bestandteil ausgeklügelter Ansaugsysteme sind. Dabei geht es nicht nur um die Reinigung der angesaugten Luft, sondern auch um die Dämpfung der Ansauggeräusche und um Leistungsoptimierung.

Ansaugsysteme

Ansaugsysteme – neudeutsch auch Air-Box – sind bei modernen Motorrädern eine Wissenschaft für sich. Sie haben eine ausgeklügelte Gestaltung und beinhalten neben dem Luftfiltereinsatz auch noch Klappen für die Steuerung der Luftzufuhr oder Resonanzkammern. Die effektive Ansauggeräuschdämpfung hat bei der Entwicklung einen sehr hohen Stellenwert. Denn das Motorrad soll schließlich die Geräuschgrenzwerte während des Homologationsverfahrens einhalten, ohne dabei nennenswert an Leistung zu verlieren.