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Mario Weiß: Der Mann mit der Hightech-Kutte

Welchen Ansprüchen heutzutage eine moderne Bikerweste genügen muss, noch dazu wenn sie nicht aus Leder sondern aus Textilien besteht, zeigt Mario Weiß mit seiner als One-Man-Show gegründeten Firma Aracord Bikerwear aus Zwickau.

Mario Weiß bricht gerade mit seinen Aracord-Westen und -Jacken aus einer Nische des Motorradbekleidungsmarktes aus.
Mario Weiß bricht gerade mit seinen Aracord-Westen und -Jacken aus einer Nische des Motorradbekleidungsmarktes aus.
(Bild: Aracord Bikerwear)

Mario Weiß ist ein Kerl von einem Mann, kräftig, aber durchtrainiert, breite Schultern – und begeisteter Harley-Fahrer. Gerne fährt er – nur mit einem Hoodie bekleidet und eine Lederkutte drüber – Easy-Rider-mäßig durch die Gegend, auch in der Übergangszeit oder bei extremen (auch winterlichen) Bedingungen. So kommt Weiß im Schnitt auf rund 30.000 Bikekilometer pro Jahr.

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Wie Motorradfahrer allzu gut wissen, bleibt es nicht aus, dass man on the road plötzlich kräftig geduscht wird, man in Graupelschauer gerät und sich gegen einsetzenden Schneefall zur Wehr setzen muss. Schnell sind die herkömmlichen Klamotten durchnässt, man kommt ins Frieren und die Konzentration lässt nach, das Sicherheitsrisiko steigt. Mario Weiß begab sich auf die Suche nach wasserdichten und wärmenden Kutten. Vergebliche Liebesmüh', der Markt hatte einfach nichts auf Lager.

Das brachte den gelernten Betonbauer und selbstständigen Webdesigner so auf die Palme, dass er sich selbst auf die Suche nach den richtigen Materialien machte. Nach siebenmonatiger intensiver Materialrecherche wurde er fündig und entwickelte schließlich einen praxistauglichen Prototypen. Die Geburtsstunde der „Aracord“-Weste und die seines Unternehmens Aracord Bikerwear mit Sitz im sächsischen Zwickau hatte geschlagen. Die Westen und Jacken bestehen aus einem speziellen Cordura-Gewebe, das auch beim Militär zum Einsatz kommt, darunter eine Schicht schützendes Dupont-Kevlar. Hier eine Liste der wichtigsten Eigenschaften des Produktes, auf das Mario Weiß ein Patent hat:

- 100 Prozent wasserdicht (Beschichtung: neuartiges Laminat aus dem Militär- und Raumfahrtbereich; getestet in der Praxis ca. 80.000 km bei jeder Witterung)

- Lotoseffekt (wasser- und schmutzabweisend)

- UV-Beständig (keine Veränderung der Farbe - getestet in der Praxis ca. 80.000 km bei jeder Witterung und 3 Jahre beinahe tägliches tragen)

- Abrieb- und reißfestes äußeres Gewebe (zertifiziert nach DIN EN388)

- 100 Prozent winddicht (getestet bis ca. 250 km/h)

- Kälte- und hitzebeständig (getestet in der Praxis ca. 80.000 km mit der gleichen Weste im Temperaturbereich von 0° bis 40° Grad Celsius)

- Dupont-Kevlar mit einer Durchstichfestigkeit von LS 4 und einer Schnittfestigkeit von LS 3 (Zertifiziert nach DIN EN388)

- sehr niedriges Eigengewicht (Beispiel: 2XL = 900 Gramm)

- Hohe Funktionalität: Ausreichend Stauraum für Smartphone, Schlüssel und Fahrzeugpapiere.

- Im Gegensatz zu Leder sehr pflegeleicht.

Herausgekommen ist am Ende ein cooles Produkt mit einem modisch-bequemen Outfit, das dem modernsten Sicherheitslevel entspricht und zu 100 Prozent das Gütesiegel „Made in Germany“ trägt.

„Der völlig neuartige Gewebeaufbau sucht seinesgleichen“, sagt Mario Weiß. „Wenn es um Sicherheit, Bequemlichkeit, Flexibilität, Auftritt und vor allem Freiheit geht gibt es bisher keine vergleichbaren Produkte. Vorbei sind die Zeiten, in denen man immer darauf angewiesen war, unbedingt einen Regenkombi mit sich zu führen oder Bekleidung für Kälte und Wärmebereiche mitnehmen zu müssen um immer das passende am Körper zu haben. Vom Schutz möchte ich dabei gar nicht reden. Man konnte nie alles auf dem Motorrad verstauen.“ Aracord bietet die Lösung für alle Anforderungen. Bei seinen Fahrten trägt Weiß ausschließlich T-Shirt, Softshell-Jacke und die Aracord-Weste darüber. Selbst auf den Nierengurt verzichtet er inzwischen, egal welche Strecken er zurück legt.

Der Erfinder hat sich ein Patent für seinen Gewebeaufbau sichern lassen und hat seit Markteinführung im Juli 2015 über 1.000 Westen verkauft, zum Teil in die USA oder in die Dominikanische Republik. Für die Bikeweste Basic müssen Kunden 249,90 Euro berappen, die „Exclusive“-Weste in der Top-Version (alles handgenäht und erhältlich mit edlem Innenfutter in drei Farbvarianten) kostet 529 Euro.

Weiß' Westen haben auch das Interesse der Security-Branche geweckt. Die Firma Secura Protect schwört auf die Hightech-Kutten von Mario Weiß. Durch die hohe Stichfestigkeit vom Nacken bis zur Hüfte, das niedrige Gewicht und die uneingeschränkt vorhandene Bewegungsfreiheit ist ein angenehmeres und sichereres Agieren in diesem Berufsfeld möglich.

Für die Saison 2018 will Weiß weitere Produkte wie eine Jacke und eine Hose auf den Markt bringen. Prototypen sind bereits vorhanden und befinden sich im Fertigungsprozess. Danach will er sich um die Damenvarianten kümmern. Zudem sucht er Partner aus dem Fach- und Großhandel, die sich mit ihm zusammen um den Aufbau einer professionellen Vertriebsstruktur kümmern. Sonst wächst ihm als One-Man-Show das boomende Geschäft über den Kopf. Interessenten können sich via -Mail (m.weiss@aracord.de) oder per Handy (01520/7166811) mit ihm in Verbindung setzen.

Machen Sie sich selbst ein Bild über das Produkt und schauen Sie sich den Imagefilm, einen Bericht über die verschiedenen Varianten sowie eine Testfahrt bei 1° Grad Celsius und starkem Schneefall an.

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