Motorradkrise: IVM setzt Politiker unter Druck

30.000 Arbeitsplätze in Gefahr

16.02.2010 | Redakteur: Stephan Maderner

IVM-Präsident Hermann Bohrer.
IVM-Präsident Hermann Bohrer.

Hermann Bohrer und Reiner Brendicke rufen die Regierung 2010 zu Reformen auf, die der Zweiradbranche neue Impulse geben sollen.

In der jüngsten Ausgabe „IVM Performance Online“ des Industrieverbandes Motorrad fordern IVM-Präsident Hermann Bohrer (BMW) und IVM-Hauptgeschäftsführer Reiner Brendicke Bundes- und Landespolitiker auf, mit entschlossenem Handeln der Krise in der Zweiradbranche die Stirn zu bieten.

Für die Branche der motorisierten Zweiräder seine noch viele Faktoren für den Ausgang des Jahres 2010 offen sind, einige jedoch könne man zumindest für die Zukunft in diesem Jahr gestalten. Hier nennen die IVM-Vertreter in erster Priorität gerade für das erste Halbjahr 2010 die nationale Umsetzung der 3. Europäischen Führerscheinrichtlinie. „Wir werden nicht müde, die Bedeutung dieses Bereiches für die Zukunft der Zweiradbranche hervorzuheben, ist doch der Zugang neuer Interessenten zu unseren Fahrzeugen entscheidender Faktor für gesundes, wirtschaftliches Wachstum und das Umkehren des zuletzt über Jahre hinweg zu verzeichnenden Abwärtstrends bei den Zulassungszahlen. Mehr Führerscheine und ein einfacherer Zugang zum Zweirad bedeuten Wachstumspotenziale, die bei einer entsprechenden Umsetzung mit Augenmaß und unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte im wahrsten Sinne des Wortes Basis eines vernünftigen Wachstumprozesses sein können.“

Neue Führerscheine braucht das Land

Hier seien direkt Bundes- und Landespolitiker gefordert, die Weichen für 2013 zu stellen. „Von Seiten der Industrie und des Handels werden wir unseren Input leisten und sind zu jedem Dialog auf dem Weg zu tragfähigen Kompromissen bereit.“ Zahlreiche Gesprächstermine seien bereits vom IVM umgesetzt worden, weitere stehen unmittelbar bevor. „Wir sind und bleiben im Gespräch und wir wollen und brauchen positive Signale“, so Bohrer und Brendicke.

Die motorisierte Zweiradbranche steht für mehr als 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland, für bezahlbare Mobilität und attraktive und emotionale Freizeitgestaltung. „Drei Aspekte, für deren weiteren Ausbau wir arbeiten aber auch bereit sind zu kämpfen“, kommentieren die beiden.

„Wir können und wollen unseren Beitrag zur Konjunkturbelebung in Deutschland leisten, brauchen aber die politische Unterstützung. Machen wir gemeinsam 2010 zu einem Jahr, das aus Hoffnung den festen Glauben an eine erfolgreiche Zukunft werden lässt!“

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