ADAC-Rollertest: Die Marke macht das Rennen

Vorsicht vor Scooter-Schnäppchen aus dem Netz!

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Stephan Maderner

Gehört mit zum Dreier-Spitzenfeld im ADAC-Rollertest: Aprilias SR 50 Factory.
Gehört mit zum Dreier-Spitzenfeld im ADAC-Rollertest: Aprilias SR 50 Factory. (Foto: Aprilia)

Autoclub testet sieben 50er-Roller. Markenprodukte von Aprilia, Peugeot und Vespa überzeugen, Internet-Offerten und Werkstattnetzangebote verlieren den Vergleich.

Der ADAC hat sieben Roller (50 cm³ Hubraum) getestet. Dabei wurden drei Markenroller und vier Produkte, die es beispielsweise auch über das Internet zu kaufen gibt, unter die Lupe genommen. Eindeutiges Ergebnis: Marke setzt sich durch. Alle drei Markenroller im Test – Vespa LX 50, Aprilia SR 50 Factory und Peugeot Speedfight 3 – überzeugen. Sie erhalten durchweg die Note „gut“ (2,3). Die anderen Produkte schließen mit den Noten „befriedigend“ oder „ausreichend“ ab.

Das günstigste Modell im Test, der Kallio 2 von Explorer, der von ATU bezogen wurde, genügt geringeren Ansprüchen. Es bekommt mit der Gesamtnote 3,1 ein „befriedigend“. Einbußen gibt es allerdings bei Komfort, Fahrstabilität und Bremsen. Der Service ist bei diesem Roller durch das dichte Werkstattnetz von ATU. gewährleistet. Das im Internet zu beziehende Produkt Novamotors GT-3, das bei großen Versandhäusern bestellt werden kann, versagt in nahezu allen Kriterien und ist mit einem „ausreichend“ (4,5) der Testverlierer.

Kritikpunkt des ADAC an den Rollern insgesamt: Die 50er sind keine Sparwunder. Gerade der Durst der 2-Takter mit bis zu 3,9 Litern auf 100 km ist nicht mehr zeitgemäß. Positives Beispiel in Sachen Verbrauch: Der 2-Takt-Einspritzer Motor von Aprilia verbraucht im Test nur 2,2 Liter/100 km. Besser die 4-Takter: Sie benötigten im Test maximal 2,5 Liter/100 km. Viertaktmotoren sind also auch besser für die Umwelt.

Der ADAC rät beim Kauf über Katalog- oder Online-Angebote zur Vorsicht. „Ein Roller sollte unbedingt vor dem Kauf persönlich getestet werden“, sagt ADAC-Testleiter Dr. Christian Buric. Neben geeigneter Sicherheitsausrüstung, die auszuprobieren ist, sollte auch das Fahren und Bremsen vorher geübt werden. Vier-Takt-Motoren seien in der Regel sparsamer, umweltfreundlicher und leiser. Es reiche nicht nur, an die direkten Kosten beim Kauf zu achten. Auch über die Servicekosten sollten sich die Verbraucher informieren, so der ADAC-Experte. Einen Film zum Test gibt's hier.

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