Härtetests in der Steppe

Das Gras wird grüner, die Challenges härter

| Redakteur: Viktoria Hahn

Die wunderschöne Kulisse Mongoliens begeistert auch nach Tag 5 noch alle Teilnehmer.
Die wunderschöne Kulisse Mongoliens begeistert auch nach Tag 5 noch alle Teilnehmer. (Bild: BMW Motorrad)

Tag 5 der International GS Trophy in der Mongolei zeigte zwei völlig verschiedene Gesichter. Am Morgen setzten die Fahrer ihre Tour mit einer 100 Kilometer langen Etappe fort, die weiter durch die semi-aride mongolische Steppe führte.

Am Nachmittag eroberten die BMW Motorrad International GS Trophy Fahrer dagegen eine neue Welt, eine Berglandschaft, in der Schafe, Rinder und Pferde auf grünen Weiden grasten und der Duft von Alpenblumen die Luft erfüllte. Eine berauschende Mischung nach der kargen Wüstenlandschaft.

Ongi River

Am Morgen des fünften Tages stand bereits der erste Härtetest auf dem Programm. Zunächst traten die Fahrer zur Sonderprüfung 12, „Ongi River", einer klassischen mehrfachen Flussüberquerung, an. Hier bestand die Herausforderung weniger in dem seichten Wasser als in den tiefen Kiesbänken des Flusses. Den besten Lauf des Tages hatte Team Ausamerica, das zweite Frauenteam, nicht wegen der Geschwindigkeit, sondern wegen seiner außergewöhnlichen Teamarbeit.

Die 100 Kilometer lange Fahrt auf der Telegraph Road war längst nicht so romantisch, wie das Lied von den Dire Straits vermuten ließ. Denn diese lange Strecke wies zahlreiche Schotterabschnitte mit tiefen LKW-Reifenspuren auf und am Ende ging sie in eine 35 Kilometer lange, von Grasbüscheln übersäte Piste über, auf der Staubwolken und loser Sand die Aufmerksamkeit der Fahrer wieder voll in Anspruch nahmen. Für die harte Arbeit am Morgen wurden die GS-Fahrer bei ihrer Ankunft im Khangai Nuruu National Park mit Bergen und grünen Tälern entschädigt. Die aus Lehm und Sand bestehenden Wege, die an- und absteigend von einem Tal zum Nächsten führten, waren gut zu befahren. Nach der Leere der Wüste waren die Fahrer von der Lebendigkeit dieses Ortes völlig verzaubert. Ein absolut magisches Erlebnis.

Orhon View

Bei der zweiten Sonderprüfung später am Tag, der „Orhon View" („Orhon- Aussicht"), hatten die Fahrer es mit einem Trial-Parcours rund um riesige runde Steine auf einem hohen Gipfel mit spektakulären Ausblicken zu tun. Die Strecke führte alle Teams im Balanceakt an großen Felsblöcken entlang, über Geröll und vorbei an viel natürlicher Vegetation zum Ziel. Das Kratzen des Metalls an der Felswand war nur allzu oft zu hören, da einige Teilnehmer ihre Nerven an der Kupplung und dem Gaspedal verloren. Dennoch wurden die Bemühungen der Teams von allen Zuschauern lauthals angefeuert. Die beste Gesamtzeit und den Sieg für diese Prüfung holte Team Südafrika.

Metzeler Challenge

Nachdem die GS-Fahrer, die um 7 Uhr früh gestartet waren, zum Teil erst gegen 19 Uhr im Camp angekommen waren, blieb ihnen nur noch wenig Zeit, sich auf die dritte Sonderprüfung vorzubereiten. Die „Metzeler Challenge", bei der sie im Wettlauf gegen die Uhr einen Reifen wechseln mussten, erforderte nochmals hohe Konzentration und Teamwork. Die letzte Aufgabe des Tages bestand anschließend darin, noch schnell die Fotos für den Fotowettbewerb einzureichen. Alles in allem war es ein anstrengender, nervenaufreibender aber auch schöner Tag für alle Beteiligten.

Highlights des Tages

Die Ergebnisse nach Tag 5

Gesamtwertung:

1. Südafrika: 195 Punkte

2. Lateinamerika: 139 Punkte

3. Korea: 131 Punkte

4. USA: 130 Punkte

4. Frankreich: 130 Punkte

6. Mexiko: 114 Punkte

7. Argentinien: 106 Punkte

7. Russland: 106 Punkte

9.Großbritannien: 103 Punkte

10. Deutschland: 98 Punkte

11. Australien: 80 Punkte

12. Kanada: 76 Punkte

13. China: 75 Punkte

14. Südostasien: 74 Punkte

15. Japan: 65 Punkte

16. Eurafrica (Frauenteam): 43 Punkte

16. Indien: 43 Punkte

18. Ausamerica (Frauenteam): 40 Punkte

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