Bogenschießen und ein Klosterbesuch

Annäherungen an die Mongolei

| Redakteur: Viktoria Hahn

Beim „Time Trial“ konnten die Fahrer im angenehmen Schatten beweisen wie gut sie im Team funktionieren.
Beim „Time Trial“ konnten die Fahrer im angenehmen Schatten beweisen wie gut sie im Team funktionieren. (Bild: BMW Motorrad)

Tag 6 der GS Trophy erwies sich als einzigartig in der Geschichte des Events. Erkundet, geplant und vorbereitet war eine 283 Kilometer lange Strecke durch die Ebenen und Berge der Region. Doch zunächst mussten einige Schwierigkeiten überwunden werden.

Da die Route der BMW Motorrad Int. GS Trophy durch ein Gebiet führte, in dem die Maul- und Klauenseuche beim Viehbestand grassierte, war eine Änderung der geplanten Strecke erforderlich. Unter den neuen Bedingungen mussten die GS Fahrer größtenteils der asphaltierten Straße bis zum Ziel Camp Khatan Ugij folgen.

Time Trial

Die Sonderprüfungen wurden aber nicht gestrichen. Am Morgen fand das „Time Trial“ („Zeitfahren“), statt, bei dem die Teammitglieder einen Trial- Parcours am baumbestandenen Ufer des Tamir bewältigen mussten – wobei der besondere Clou darin bestand, dass jeder Fahrer dieselbe Zeit zu fahren hatte wie seine Teamkollegen. Wenn also der erste Fahrer die Strecke in 1:30 Minuten absolviert hatte, mussten seine beiden Teamkollegen möglichst nahe an diese Zeitvorgabe herankommen. Den Sieg konnte diesmal das Frauenteam Ausamerica einfahren, da sie es schafften mit dem geringsten Zeitunterschied zu fahren. Nach der ersten Sonderprüfung brachen die GS Fahrer schließlich in Richtung Nachtlager auf.

Kulturprogramm im Kloster

Die Teilnehmer hatten anschließend die Möglichkeit, sich ein paar Stunden zu entspannen, während die beste Route zum Übernachtungscamp geplant wurde. Die Zeit wurde kreativ für den Besuch des historischen, buddhistischen Klosters Erdene Zuu aus dem 16. Jahrhundert genutzt, in dem einst nicht weniger als 1.500 Mönche lebten. Auch mit der modernen mongolischen Kultur kamen die GS Fahrer in Berührung als sie lokale Geschäfte und sogar einen Coffee-Shop aufsuchten, die ausgezeichnete Möglichkeiten boten, mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Ansonsten bieten die Motorräder immer allerbeste Voraussetzungen für Gespräche. Häufig verglichen lokale Motorradfahrer (die in der Regel chinesische 125 cm³ Maschinen fuhren) ihre Gefährten mit denen der GS Fahrer, wobei man sich der universellen Sprache der Motorradbegeisterung bediente. Und während die GS Fahrer durch ihre BMW Motorrad Rallye Anzüge geschützt waren, fuhren die Einheimischen interessanterweise in traditioneller mongolischer Kleidung, mit hohen Lederstiefeln, locker sitzenden Reithosen, kittelartigen Mänteln und breitkrempigen Filzhüten. Insgesamt machten die GS Fahrer das Beste aus ihrer dazugewonnenen Freizeit. Die letzten Kilometer zum Camp legten dann die gesamte Int. GS Trophy gemeinsam im Konvoi zurück.

Bogenschießen

Nach ihrer Ankunft im Camp stand Bogenschießen, ein traditioneller mongolischer Volkssport, auf dem Programm. Bei diesem Wettbewerb sorgte Team Indien für großes Aufsehen, als einer der Fahrer gleich zweimal ins Schwarze traf – leider aber auf der falschen Zielscheibe. Trotzdem belegte sein Team am Ende noch den dritten Platz. Eine tolle Challenge, die gleichermaßen wettbewerbsorientiert wie unterhaltsam war. Die besten Bogenschützen hatte an diesem Abend das Team Kanada. Insgesamt galt auch Tag 6, trotz Planänderungen, unter den Fahrern als sehr gelungen. Dass die geplante Strecke nicht wie absolviert werden konnte, tat der guten Stimmung am Abend vor der Kulisse des Ugij Sees keinen Abbruch.

Highlights des Tages

Die Ergebnisse nach Tag 6

Gesamtwertung:

1. Südafrika: 259 Punkte

2. USA: 194 Punkte

3. Mexiko: 162 Punkte

4. Lateinamerika: 154 Punkte

5. Frankreich: 149 Punkte

6. Großbritannien: 147 Punkte

7. Korea: 142 Punkte

7. Russland: 142 Punkte

9. Deutschland: 134 Punkte

10. Argentinien: 117 Punkte

11. Ausamerica (Frauenteam): 110 Punkte

12. Australien: 106 Punkte

13. Kanada: 105 Punkte

13. Südostasien: 105 Punkte

15. Japan: 90 Punkte

16. Eurafrica (Frauenteam): 84 Punkte

17. China: 79 Punkte

18. Indien: 78 Punkte

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