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Mehr Insolvenzen in der Kfz-Branche 2017, aber weniger Motorradpleiten

| Autor: Andreas Wehner

Während 2017 die Zahl der Insolvenzverfahren in der Kfz-Branche insgesamt um 9,2 Prozent auf 638 Fälle stieg, mussten im vergangenen Jahr nur 20 Motorradbetriebe Insolvenz anmelden, fünf weniger als im Jahr zuvor.

Während 2017 der Kfz-Markt insgesamt 9,2 Prozent mehr Geschäftsaufgaben verzeichnete, gingen ein Fünftel weniger Motorradbetriebe Pleite als im Jahr zuvor.
Während 2017 der Kfz-Markt insgesamt 9,2 Prozent mehr Geschäftsaufgaben verzeichnete, gingen ein Fünftel weniger Motorradbetriebe Pleite als im Jahr zuvor.
(Bild: Ottmar Holz / »kfz-betrieb«)

Die Zahl der insolventen Unternehmen in der Kfz-Branche ist im vergangenen Jahr gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, zählte 2017 insgesamt 638 Insolvenzverfahren. Das sind 9,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Dabei erging es dem Handel deutlich besser als den Werkstätten. 253 Handelsbetriebe mussten den Gang zum Insolvenzgericht antreten – zwei weniger als im Jahr 2016. Allerdings ist das Minus vor allem auf Pkw-Händler zurückzuführen. Während die Pleiten bei Unternehmen, die mit Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen handeln, von 238 auf 230 zurückgegangen sind, stiegen sie bei den Nutzfahrzeughändlern von 17 auf 23 an.

Unter den Kfz-Werkstätten stellten im vergangenen Jahr 186 einen Insolvenzantrag, während es 2016 noch 176 Unternehmen waren (+5,7 Prozent). Auch bei den Lackierbetrieben (+34,8 Prozent) und Autowaschanlagen (+59,3 Prozent) stieg die Zahl der Pleiten deutlich, wenn auch auf niedrigem Niveau.

Auch im Teilehandel nahmen die Insolvenzen zu. Hier verzeichnete das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr 105 Pleiten, während es 2016 noch 78 waren (+34,6 Prozent). Zudem meldeten im vergangenen Jahr zwanzig Motorradbetriebe Insolvenz an – fünf weniger als ein Jahr zuvor.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«