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Mehr Pleiten im Kfz-Gewerbe

| Autor: Yvonne Simon

In der Kfz-Branche ereignen sich derzeit mehr Unternehmenspleiten als im Vorjahr. Gute Nachricht: Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt jetzt für den September veröffentlicht hat, weisen für die Sparte Zweirad gar keine Insolvenzen auf.

(Foto: Grimm/»kfz-betrieb«)

Wie bereits im Vormonat hat die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe im September zugelegt. Die Daten, die das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch veröffentlicht hat, weisen 44 Insolvenzverfahren aus – 12,8 Prozent beziehungsweise 5 Fälle mehr als im Vorjahresmonat. Davon wurden 31 Verfahren eröffnet, der Rest mangels Masse abgewiesen. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger belaufen sich auf 8,8 Millionen Euro, während die Arbeitsplätze von 74 Beschäftigten auf dem Spiel stehen.

Auch die Gesamtwirtschaft verzeichnete im letzten Monat des dritten Quartals mehr Pleiten als im September 2018. Allerdings fiel der prozentuale Anstieg mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 1.507 Verfahren deutlich moderater aus. Im Gesamtjahr war die Entwicklung in Summe positiv: 14.381 Unternehmen ging über alle Branchen hinweg das Geld aus, 2,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Das Kfz-Gewerbe trug nicht zum Rückgang bei: 460 Fälle bedeuten einen Anstieg um 2 Prozent beziehungsweise 9 Betriebe.

Trotz der Negativ-Bilanz im September gab es im Kfz-Gewerbe auch Lichtblicke: Bei den Handelsbetrieben ging die Anzahl der Insolvenzen um 3 Verfahren auf 16 zurück. Ein genauerer Blick zeigt, dass die Fallzahl im Pkw-Handel um 4 Betriebe schrumpfte, während sie im Nutzfahrzeuggeschäft um einen Betrieb angestiegen ist. Zweiradbetriebe tauchen im Zeitraum September in der Insolvenzstatistik gar keine auf.

Die Werkstätten verzeichneten einen Anstieg an Pleiten: 17 Unternehmer mussten den Gang vor den Insolvenzrichter antreten, 4 mehr als im Vorjahresmonat. Betroffen waren außerdem 4 Waschanlagen (+4) sowie 7 Teilehändler (+3).

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