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Mit dem TÜV Rheinland die Kurve kratzen

| Redakteur: Florian Fraunholz

Auf der Intermot in Köln gewährt der TÜV Rheinland Ein- und Ausblicke in die „Urbane Mobilität der Zukunft“. Kompakte, innovative E-Mobile und Klapp-Roller sind u.a. die Themen.

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Kyburz stattet seit einiger Zeit die Schweizer Post mit Fahrzeugen aus.
Kyburz stattet seit einiger Zeit die Schweizer Post mit Fahrzeugen aus.
(Bild: kyburz.ch)

Rasant dreht das kompakte Gefährt seine Runden – eine Art Mischung aus E-Bike und Elektroroller. Selbst enge Kehren pariert der Steeron mit Bravour. Der TÜV Rheinland zeigt unter anderem diesen fahrdynamischen Mini-Scooter auf der diesjährigen Intermot vom 2. bis 7. Oktober in Köln.

Wendiger Mini-Scooter für die „letzte Meile“

Das Start-up PLEV Technologies GmbH, hinter dem Absolventen der TH Köln stehen, hat den faltbaren Stromer Steereon entwickelt. Dazu haben die beiden Erfinder bereits auf der letzten Intermot in 2016 die ersten Gespräche mit TÜV Rheinland auf dem Messestand geführt. Der aus Aluminium gefertigte E-Roller ist bis zu 25 km/h schnell und bietet je nach Fahrweise bis zu 50 Kilometer Reichweite. Die Ladezeit an einer üblichen Haushaltssteckdose beträgt zwischen zwei und drei Stunden. Angeboten wird der Steereon in zwei Varianten. Als Cityausführung mit Straßenzulassung, abnehmbarem Sitz und Beleuchtung ist er ein ideales Kurzstrecken- und Pendlerfahrzeug, Sein Einsatz lässt sich mit Bus und Bahn kombinieren, um die „letzte Meile“ zwischen öffentlichem Nahverkehr und Arbeitsstätte schnell zu überbrücken. Zusammengeklappt passt der Roller mit den Maßen eines handelsüblichen Faltrads auch in den Kofferraum des Autos. Die Sportvariante ohne Sitz ist für rasante Manöver auf nicht öffentlichen Straßen gedacht. Die patentierte Allradlenkung ermöglicht eine Carvingtechnik ähnlich wie beim Skifahren. „Wir als TÜV Rheinland unterstützen dieses innovative Mobilitätsprojekt durch die aktuell laufende Homologation des Fahrzeugs und die Klärung zulassungsrechtlicher Fragen“, sagt Thomas Kampmann, Leiter Technologiezentrum Verkehrssicherheit.

Saubere Dreiräder für die Post

Als Alternative zu großen Transportern, die mittlerweile unsere Innenstädte verstopfen, stellt der Schweizer Hersteller Kyburz Elektrodreiräder und eTrolleys für Post- und Paketdienste her. Ihre Alltagstauglichkeit haben die leisen und lokal emissionsfreien Vehikel längst bewiesen. Weltweit sind bereits mehr als 16.000 Fahrzeuge im Einsatz. Gründer Martin Kyburz verfolgt ein klares Ziel: Produkte zu entwickeln, die auf die Menschen und die Umwelt einen positiven Einfluss haben. Der TÜV Rheinland unterstützt das Unternehmen bei der europaweiten Homologation des Bestsellers DXP, ein mittlerweile unverzichtbares Zustellfahrzeug der Schweizer Post.

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