Mit Weitsicht und passender Kleidung ans Ziel

Dinge, die alle Motorradfahrer im Herbst beachten sollten

| Autor / Redakteur: Max Friedhoff/SP-X / Florian Fraunholz

Angenehme Temperaturen locken die Biker im Herbst auf die Straßen.
Angenehme Temperaturen locken die Biker im Herbst auf die Straßen. (Bild: SP-X/fbn)

Der Herbst kann mit bunten Wäldern und angenehmen Temperaturen zum goldenen Motorradfahrer-Erlebnis werden. Allerdings birgt die Jahreszeit auch ein paar Gefahren, auf die man vorbereitet sein sollte.

Auch wenn die besten Tage zum Motorradfahren in diesem Jahr wohl bereits schon vorbei sind, muss die Saison noch nicht endgültig zu Ende sein. Wer durch die herbstlich bunte Landschaft fahren will, sollte sich aber ein wenig vorbereiten.

Weil die Tage kürzer werden, sollten auch die Touren im Herbst kürzer ausfallen als in der warmen Jahreszeit. Kann man im Sommer leicht zwölf Stunden unterwegs sein, schrumpft diese Zeitspanne im Herbst auf maximal neun: Wegen der Kälte am Morgen ist ein Start vor 9 Uhr eher nicht angeraten, um 18 Uhr sollte dann auch schon wieder Schluss sein. Bei der Routenplanung werden idealerweise auch zusätzliche Stopps zum Umziehen einberechnet. Denn in Abhängigkeit von der Temperatur wird es häufiger nötig, Teile der Unterbekleidung aus- oder wieder anzuziehen. Fein raus ist, wer über elektrisch beheizbare Handgriffe verfügt. Die niedrigen Temperaturen am Morgen und am späten Nachmittag führen in Kombination mit dem Fahrtwind oft zu kalten Händen. Das gefühlvolle Betätigen der Frontbremse leidet darunter – das birgt Gefahrenpotenzial.

Als sehr hilfreich an sonnigen Herbsttagen mit tagsüber niedrig stehender Sonne haben sich Helme mit integrierter Sonnenblende erwiesen. So lässt sich die Blendung bei Fahrt gegen die Sonne wirksam reduzieren, dennoch besteht auf Knopfdruck beim Einfahren in schattige Passagen voller Kontrast und damit der nötige Durchblick. Stark getönte Visiere sind in dieser Jahreszeit hingegen nicht zu empfehlen.

Gefährlich ist die Kombination aus langen, niederschlagsarmen Zeiten und permanent geringen Temperaturen in dauerschattigen Lagen: Hier trocknet die Straßenoberfläche oftmals überhaupt nicht mehr ab, es bildet sich ein teils extremer Schmierfilm, der selbst bei deutlichen Plusgraden wie Glatteis wirkt. Wer auf eine schattige Kurvenpassage zufährt, sollte daher stets das Gas zugemacht haben und bereit sein, im Falle eines beginnenden Rutschers sofort auszukuppeln, um den Kraftschluss zum Hinterrad zu unterbrechen.

Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass nicht einsehbare Kurven langsamer als im Hochsommer befahren werden sollten. Rutschgefahr geht auch von feuchtem Laub auf der Fahrbahn aus; wenn es beispielsweise in der Nacht zuvor stark geregnet oder gar gestürmt hat, liegen meist auch kleine Zweige, viele Blätter und Nadeln auf der Fahrbahn, weshalb in waldigen Passagen das Tempo geringer als sonst üblich angesetzt werden sollte.

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