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Mobile.de: Ankaufplattform kommt im August

| Autor: Martin Achter

450 Händler sind bereits registriert: Der Onlinemarktplatz Mobile.de ist kurz vor dem Start seiner Ankaufplattform, die in einigen Wochen offiziell live gehen soll. Wer als Händler mitmachen will, muss eine Reihe von Kriterien erfüllen.

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(Bild: Achter / »kfz-betrieb«)

Händlern steht bald eine neue Quelle für den Fahrzeugankauf von Privatleuten über das Internet zur Verfügung: Der Onlinemarktplatz Mobile.de will seine lange geplante Plattform mit dem Namen „Motorverkauf“ voraussichtlich Mitte August starten, wie eine Sprecherin des Unternehmens am Mittwoch auf Anfrage von »kfz-betrieb« erklärte. Seit einigen Wochen laufe eine finale Testversion der Plattform.

Derzeit sind den Angaben zufolge rund 450 Händler für das Angebot registriert. Mobile.de will deren Zahl aber in begrenztem Umfang steigern: „Mittelfristiges Ziel ist eine möglichst lückenlose Abdeckung in ganz Deutschland, was bei etwa 1.000 Händlern erreicht sein wird“, erklärte die Sprecherin.

Um weitere Partner zu gewinnen, geht der Onlinemarktplatz aktiv auf Händler zu: „Die teilnehmenden Händler werden von Mobile.de im ersten Schritt kontaktiert und erfüllen eine Vielzahl von Kriterien, die den Konsumenten beim Fahrzeugverkauf besonders wichtig sind“, erklärte die Sprecherin.

Zu den Kriterien gehören unter anderem die Erfahrung des Händlers im Ankauf sowie die Bereitschaft, die prozessualen Vorgaben von Mobile.de zu erfüllen: beispielsweise die Teilnahme an einem Feedback-Verfahren nach jedem Fahrzeugankauf. Daneben wählt Mobile.de Händler auf Grundlage von Kundenbewertungen aus und unter dem Gesichtspunkt der regionalen Abdeckung sowie einer breiten Terminverfügbarkeit für den privaten Verkäufer.

Bei „Motorverkauf“ vermittelt Mobile.de den Kontakt zwischen privaten Verkäufern und Autohändlern. Händler zahlen dafür pro erfolgreichem Ankauf eine Gebühr, die sich prozentual zum Fahrzeugpreis errechnet. Technisch ist „Motorverkauf“ bislang als eigenständige Plattform konzipiert und kann nicht in Händlerwebseiten integriert werden.

Ausdehnung auf Motorradhandel derzeit nicht geplant

Derzeit sei es nicht geplant, die Plattform auch auf den Motorradhandel bzw. das Thema Caravaning bzw. private Nutzfahrzeuge auszudehnen, teilt Mobile.de auf Nachfrage mit.

Die Verkaufsplattform ist online bereits frei zugänglich zu finden. Der Verkaufsprozess auf „Motorverkauf“ vollzieht sich aus Kundensicht in drei Schritten:

  • 1. Der Verkäufer gibt Daten zu seinem Fahrzeug in eine Maske ein. Dies funktioniert über eine manuelle Eingabe mit dem Markennamen, Modellbezeichnung, Laufleistung, Erstzulassung oder über Schlüsselnummern.
  • 2. Dem Verkäufer wird ein erzielbarer Preis für sein Fahrzeug genannt. Daneben werden ihm verschiedene Händler in seinem regionalen Umfeld angezeigt, zu denen er zwecks einer Terminvereinbarung Kontakt aufnehmen kann.
  • 3. Dann findet beim Händler vor Ort die Besichtigung des Fahrzeugs statt, die Preisverhandlung sowie gegebenenfalls der Ankauf.

Mobile.de hatte die Plattform im vergangenen Jahr mit einem Pilotprojekt unter dem Namen „Einfacher Autoverkauf“ getestet. Der Onlinemarktplatz hatte damit nach eigenen Angaben positive Resonanz aus dem Handel und von Seiten der Verkäufer erhalten.

An dem Pilotprojekt hatten rund 40 Händler teilgenommen. Der Test lief zunächst in Berlin und sollte auch auf andere Regionen ausgeweitet werden, um die Erfolgschancen zu bewerten.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«