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Mobile.de: Verkauf „bis Jahresmitte“ möglich

| Autor: Martin Achter

Seit einem Jahr prüft Ebay den Verkauf seiner Kleinanzeigensparte, zu der auch der Fahrzeugmarktplatz Mobile.de gehört. Jetzt neigt sich bei dem US-Konzern der Prozess offenbar dem Ende. Unter den möglichen Käufern ist auch ein Kandidat, über den schon länger spekuliert wird.

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(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Der Onlinefahrzeugmarktplatz Mobile.de könnte bis zur Jahresmitte den Besitzer wechseln. Der US-Mutterkonzern Ebay erklärte jetzt in einer Stellungnahme, voraussichtlich „bis zur Jahresmitte“ Neuigkeiten zur strategischen Prüfung seiner Beteiligungen veröffentlichen zu wollen. Das Unternehmen befinde sich „in laufenden Gesprächen mit verschiedenen Interessenten hinsichtlich einer möglichen Transaktion“.

Zuvor hatten verschiedene Medien über mögliche Käufer spekuliert. Schon länger wird der deutsche Medienkonzern Axel Springer als potenzieller Interessent gehandelt; diese Spekulationen leben jetzt wieder auf. Interesse soll Berichten zufolge aber auch der südafrikanische Medienkonzern Naspers geäußert haben. Daneben sind demnach zudem die Investmentgesellschaften Blackstone und TPG interessiert.

Ebay hatte Anfang März vergangenen Jahres angekündigt, sein Portfolio an Unternehmensbeteiligungen prüfen zu wollen. Kerngeschäft des US-Konzerns ist der gleichnamige Online- und Auktionsmarktplatz.

Zu den Beteiligungen, die auf dem Prüfstand standen und stehen, zählen die „Ebay Classifiedes Group“, zu der unter anderem die Fahrzeugbörse Mobile und Ebay Kleinanzeigen sowie Kleinanzeigenmärkte in anderen Ländern gehören, und „Stubhub“. Die Ticketplattform wurde Mitte Februar für umgerechnet knapp vier Milliarden Euro an den Wettbewerber Viagogo verkauft.

Radikaler Wandel bei Mobile.de und Autoscout 24

Der Markt der Onlinefahrzeugbörsen erlebt derzeit einen radikalen Wandel. Nicht nur, dass seit einigen Jahren neue Anbieter das gefestigte Duopol von Mobile und Autoscout 24 ins Visier genommen haben. Vor allem vollzieht sich bei den beiden dominierenden Plattformen aktuell in Eigentümerwechsel und mit diesem ein kompletter Wandel der Eignerstruktur.

So verkaufte die Münchner Scout-24-Gruppe ihre Fahrzeugbörse Autoscout 24 Ende vergangenen Jahres an den US-Investor Hellman & Friedman. Ähnliches könnte nun auch mit Mobile passieren, beispielsweise mit einem Verkauf an Axel Springer. An diesem ist zu 45 Prozent der international agierende Investor KKR beteiligt.

Dieser Beitrag wurde zuerst in unserem Schwesternportal "kfz-betrieb" ONLINE veröffentlicht.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«