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Moderner Kundenservice an Tastatur und Telefon

Eine Flut an Leserbriefen erreichte uns zum Zündfunken-Beitrag „E-Mail-Flut nicht so schlimm wie Telefonterror“ von Motorradhändler Achim Trinkner aus Löchgau.

(Bild: ©evan_ers/Fotolia.com [M] – Haselmann)

Der Leserbrief E-Mail-Flut nicht so schlimm wie Telefonterror rief in der »bike und business«-Community ein lebhaftes Echo aus. Wir veröffentlichen die wichtigsten Reaktionen und Kommentierungen, welche der Artikel im Netz nach sich zog.

Jens V.: „Ja, sie haben schon Recht, allerdings ist dies für Kleinbetriebe (Einmann wie mich) nicht immer möglich und ich kann einfach nicht jeden am Telefon empfangen oder jede Schraubenanfrage per Mail bearbeiten. Dann komme ich zu gar nichts mehr, ich bin ja schon Kundenberater, Neu- und Gebrauchtfahrzeugverkäufer, Lagerist, Chef, Telefonist, Schrauber, Meister, Reinigungskraft, Büro und Steuergehilfe...Aber es ist wichtig, dass dies die Kunden auch wissen, was man da alles so machen muss. Dann klapt das auch mit denen, die einen erst beim vierten Anruf erreichen oder sie kommen auch einfach mal wieder persönlich vorbei. Das ist mir immer noch am liebsten, wenn ich ihn und sein Bike gleich da habe.“

Stefan Zipperer: „Ich kann Kollegen wie Herrn Trinkner nur empfehlen, sich eine 0900er-Nummer zuzulegen, damit er von den Flatrate-Usern wenigstens auch etwas hat, auch wenn es dann nur seine Ruhe am Schreibtisch ist. Aber mal im Ernst: In der heutigen Zeit ist es halt anders als früher. Der Selbstständige in unserer Branche hat mit dem Internet zu kämpfen. Entweder er springt auf den Zug auf oder er bleibt am (analogen) Bahnsteig stehen. E-Mails werden nur insofern separiert, ob es Spam oder Kunde (wenn auch nur potenzieller) ist. Spam in den Papierkorb, Kundenanfragen werden direkt bearbeitet, solange es sich in den Geschäftszeiten ergibt. Der Service ist nicht nur an der Theke, sondern auch, und zwar besonders, an der Tastatur wichtig!

Und wenn der (potenzielle) Kunde anruft, dann wird ihm geholfen, soweit es geht. Hier kann man immer noch einen klaren Standpunkt vertreten und dem Kunden klar machen, dass der Service bei mir besser ist als bei Youtube. Dann brauche ich keine 0900er-Nummer, um mich der unliebsamen (und potenziellen) Kundschaft zu erwehren. Merke: Vergraule einen, verliere zehn! Und wenn nur einer von zehn Anrufern hinterher mit mir ein Geschäft macht, dann ist das besser als gar keiner.“

Ralf Röhrig: „Der Herr darf sich glücklich schätzen, wenn er dieser Tage/Monate so „beaufschlagt“ wird. Ist das jetzt ein wahrlich zu diskutierendes Top-Thema oder ein „April-Scherz“ - ich glaube, ich brauche jetzt mal dringend einen Glühwein, um den Tag zu überstehen.“

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