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Moto Morini wird chinesisch

Die chinesische Zhongneng Vehicle Group übernimmt 100 Prozent des italienischen Unternehmens Moto Morini SRL.

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Am 3. Oktober kam die Nachricht, dass Moto Morini an die chiensische Zhongneng Vehicle Group verkauft wurde.
Am 3. Oktober kam die Nachricht, dass Moto Morini an die chiensische Zhongneng Vehicle Group verkauft wurde.
(Bild: Moto Morini/Giovanni Mitolo)

Die Gerüchteküche brodelte bereits im Vorfeld der Intermot: Bei der italienischen Manufaktur Moto Morini stünde ein neuer Investor in den Startlöchern. Am Pressetag der Intermot, am 2. Oktober, unterrichtete Riccardo Bertaggia die »bike und business«-Redaktion vom vollzogenen Deal: die chinesische Zhongneng Vehicle Group übernimmt Moto Morini. Die Autjann SRL gab den Verkauf von 100 Prozent des Aktienkapitals von Moto Morini SRL an die Zhongneng Vehicle Group Co. Ltd. bekannt. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Werkssitz und die Produktion von Moto Morini in Trivolzio südlich von Mailand bleiben bestehen. Alle 30 Mitarbeiter sollen weiter beschäftigt werden. Das chinesische Unternehmen hat seinen Firmensitz im Südwesten Chinas und lässt jährlich rund 500.000 Roller mit kleinen Hubräumen vom Band laufen und fertigt Motoren für andere Hersteller. 2014 hatten die Chinesen zuletzt mit der Marke Znen Motor einen Stand auf der Intermot in Köln.

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Der Hintergrund des Deals ist klar: Die Chinesen, seit 1998 im Zweiradbusiness, holen sich europäisches Produktions-Know-how an Bord. Zugleich soll das liquide Unternehmen helfen, mit frischen Mitteln der Traditionsmarke helfen, wieder auf den entwickelten Märkten Fuß zu fassen.

Die Hintergründe des Deals

Ruggeromassimo Jannuzzelli, der scheidende Moto Morini-Präsident erklärt, mit dem Angebot der Zhongneng Vehicle Group eine ausgezeichnete Gelegenheit für die Zukunft des Unternehmens und der historischen italienischen Marke erhalten zu haben: „Nach 2015, in dem meine Familie durch Autjann mit dem Umzug des Unternehmens in die Provinz Pavia vor den Toren Mailands Eigentümer von 100 Prozent des Aktienkapitals wurde, begann zunächst ein Weg, die Motorräder nach der Euro4-Norm zu entwickeln, unmittelbar nach der Schaffung neuer, für den aktuellen Markt geeigneter Modelle, von hier aus kamen der Corsaro ZZ, der Corsaro ZT, der Milano und der neue Scrambler.“

Chen Huanneng, Gründer und Präsident der Zhongneng Vehicle Group, habe große Pläne, das Geschäft des Unternehmens, zu erweitern, Pläne, die sowohl bestehende Produkte als auch neue Modelle, auch mit unterschiedlichen Motorgrößen, berücksichtigen würden. Jannuzelli weiter: „Wir sind sicher, dass wir Moto Morini, seine Mitarbeiter, Lieferanten und treuen Kunden einem bedeutenden Konzern anvertrauen, der das Wachstum des Unternehmens verbessern wird.“

Deutscher Händlernetz-Entwickler gesucht

Riccardo Bertaggio verkündete außerdem, dass die Zusammenarbeit mit Klaus-Peter Schäfer von V-Optima beendet sei. Über wen der Aufbau des deutschen Moto-Morini-Händlernetzes in Zukunft nun gesteuert werden soll, war noch nichts bekannt. Wir bleiben für Sie am Ball.

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