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Motorrad-Kommunikationsanlage Sena 20S EVO

| Autor / Redakteur: Ulf Böhringer/SP-X / Vivian Wetschera

Motorradfahren macht zu zweit oder in der Gruppe noch mehr Spaß. Allerdings ist die Kommunikation untereinander nicht einfach. Doch es gibt technische Hilfe. Wir haben eine ausprobiert.

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Die für 2017 stark überarbeitete Kommunikationsanlage 20S EVO des US-Herstellers Sena wurde ausgiebig gestestet.
Die für 2017 stark überarbeitete Kommunikationsanlage 20S EVO des US-Herstellers Sena wurde ausgiebig gestestet.
(Bild: Sena)

Zusammen mit Navigationsgeräten sind Kommunikationsanlagen das Zubehör, das von Motorradfahrern besonders häufig gekauft wird. Den Markt teilen sich verschiedene Anbieter: Auf der einen Seite stehen die Helmhersteller wie BMW oder Nolan, die speziell auf ihre Produkte abgestimmte Anlagen im Portfolio haben, dagegen halten Hersteller von Nachrüstanlagen, die an unterschiedlichen Helmen montiert werden können. Die für 2017 stark überarbeitete Kommunikationsanlage 20S EVO des US-Herstellers Sena wurde ausgiebig getestet.

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Vorneweg: Billig ist der Spaß, beim Motorradfahren mittels Bluetooth mit einem Partner verbunden zu sein, nicht: 548,99 Euro berechnet Sena in seinem Onlineshop für das Paket mit zwei Einheiten. Allerdings machen sowohl das Geräte-Finish, die Verpackung der Einzelteile wie auch die Informationen einen ausgezeichneten, wertigen Eindruck. Mehr noch gilt das für den Einbau der Anlagen in die Helme wie für die Bedienung: Man kann beides im besten Sinne als simpel, nämlich logisch bezeichnen. Die Eingewöhnungsphase fällt unerwartet kurz aus. Insofern relativiert sich der Preis deutlich.

Fangen wir beim Einbau an: Er ist prinzipiell sehr einfach, allerdings an eine wichtige Voraussetzung gebunden: Die Helmschale darf nicht zu dick sein, weil sonst die Halterung nicht fixiert werden kann. Auch darf auf der linken Helmseite unten keine Bedienungseinheit wie beispielweise für ein Sonnenvisier vorhanden sein. Es gilt also zu prüfen, ob der eigene Helm und die Sena-Einheit kompatibel sind, weshalb es klüger sein kann, die Anlage nicht im Onlineshop, sondern im Fachhandel zu erwerben.

Das Einsetzen der beiden Mini-Lautsprecher und das Verstauen der Kabel war bei den von uns benutzen Helmen von X-Lite einfach; auch die Montage der Zentraleinheit mit angeschlossenem Mikrophon verlief ohne Probleme. Der nötige Inbusschlüssel liegt der Anlage bei; mehr Werkzeug ist nicht erforderlich. Zu beachten ist, dass die Lautsprecher keinen Druck auf die Ohren des Fahrers ausüben können. Unvermeidlich ist, dass die Windgeräusche am Helm als Folge der außenliegenden Zentraleinheit höher sind als ohne externe Kommunikationsanlage.

Die für 2017 überarbeitete EVO-Version der Sena 20S bietet ein weites Kommunikationsspektrum: Man kann sie als Gegensprechanlage nutzen (Integration von bis zu acht Teilnehmern möglich), zum Telefonieren sowie zum Radiohören. Selbstverständlich können auch Smartphone-Apps wie Navigation oder das gespeicherte Musikarchiv genutzt werden. Wir haben uns im praktischen Test auf die Kommunikation zwischen zwei Fahrern konzentriert. Die Sprachqualität haben wir als ausgezeichnet empfunden, Nebengeräusche wurden selbst bei Verwendung eines Jethelms wirksam unterdrückt, so dass praktisch keinerlei fahrtwindbedingtes Rauschen zu hören war.

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