Motorradbatterien: Netzbetreiber

Der richtige Umgang mit wartungsfreien Batterien

| Autor / Redakteur: Pistone / Martina Eicher

Batteriehersteller liefern einige Motorradakkus bereits vorgeladen aus.
Batteriehersteller liefern einige Motorradakkus bereits vorgeladen aus. (Bild: BS Battery)

Bis auf wenige Ausnahmen sind heute fast alle motorisierten Zweiräder mit sogenannten wartungsfreien Batterien ausgestattet. Dieser Beitrag ist Teil der Aus- und Weiterbildungsserie »bike und business« Profi und erschien erstmalig in der Ausgabe 01-02/2016.

Dabei gibt es unterschiedliche Ausführungen: Trocken vorgeladene Batterien, die noch befüllt werden müssen, und fertig befüllte Akkumulatoren. Damit einher gehen Abkürzungen wie MF, VLRA, AGM, Gel-Batterie... Dieser Beitrag bringt etwas Licht in diese manchmal etwas verwirrende Materie.

MF ist der Oberbegriff für all diese Batterien und bedeutet „Maintenance Free“, also wartungsfrei. Wobei diese Bezeichnung nicht ganz korrekt ist, denn auch wartungsfreie Batterien können nicht vollständig sich selbst überlassen werden. Trocken vorgeladene MF-Batterien sind prinzipiell wie herkömmliche Bleibatterien aufgebaut. Plus- und Minusplatte bestehen aus Bleidioxid bzw. Bleischwamm und als Elektrolyt dient schwefelige Säure. Die Besonderheiten stecken im Detail. So sind auch zwischen den positiven und negativen Platten Glasfasermatten (Vlies) eingesetzt, die allerdings nicht nur die Platten voneinander trennen sollen, sondern auch den Elektrolyten – ähnlich wie ein Schwamm – aufsaugen. Dieses Prinzip nennt man AGM (Absorbant Glass Matt). Bei korrekter Befüllung befindet sich in diesen Batterien normalerweise keine freie Säure. Damit das sichergestellt ist, werden diese Batterien mit einem speziellen Säurepack geliefert, dessen Volumen auf die Saugfähigkeit der Glasfasermatten abgestimmt ist. Da die Elektrolytmenge im Vergleich zu herkömmlichen Batterien niedriger ist, liegt die Dichte der Schwefelsäure etwas höher (1,30 kg/l anstelle 1,28 kg/l). Nach dem Befüllen wird die Batterie mit dem Verschluss des Säurepacks versiegelt und darf auf keinen Fall mehr geöffnet werden, um zum Beispiel destilliertes Wasser nachzufüllen. Denn dafür gibt es durch den Rekombinationsprozess auch keine Notwendigkeit.

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