Motorradsport Holzleitner: Platz ist in der größten Hütte

Beeindruckender Neubau

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Martina Eicher

Viel Grund zum Jubeln hatte die Holzleitner-Truppe auf dem Händlerabend in Würzburg: Verdienter zweiter Platz!
Viel Grund zum Jubeln hatte die Holzleitner-Truppe auf dem Händlerabend in Würzburg: Verdienter zweiter Platz! (Bild: Vogel Business Media)

Auch wenn Motorradsport Holzleitner seit seinem Umzug noch mehr klotzt statt kleckert: Auch künftig bleibt der Familienbetrieb das, was er seit mehr als 80 Jahren ist – ein bodenständiger Motorrad-Dienstleister mit klasse Konzepten und stets dem richtigen Riecher.

Preisfrage: Wie drückt sich der eloquente Bayer aus, wenn er der Konkurrenz seine Anerkennung zollt? Na so: „Die andren san a koane Nasenbohrer“ – Zitat Ferdinand Holzleitner. „Ja mei“, ist man geneigt zu sagen. So sind sie halt, die Bewohner südlich des Weißwurstäquators: Nicht ganz so feinfühlig und eher geradeaus, dafür aber stets offen und ehrlich und damit irgendwie liebenswert. Eine Eigenschaft, die einem gerade im gewerblichen Motorradbereich durchaus zum Vorteil gereicht. Denn wie jeder weiß: Anders als in der nüchternen Automobilsparte kommt es im hochemotionalen Segment der Zweiräder sehr wohl darauf an, dass man mit seinen Kunden kann – dass man bodenständig ist, ihre Sprache spricht und keinen Schmarrn erzählt.

Dass die Brüder Ferdinand und Thomas Holzleitner genau das drauf haben, das spürt man bereits nach wenigen Sekunden im Gespräch mit ihnen. Und es zeigt der Erfolg, den sie mit ihrem Familienbetrieb mittlerweile seit vier Generationen haben. Doch die beiden sind nicht nur Motorrad-Cracks durch und durch: Sie sind genauso clevere Kaufleute. Eine eindrucksvolle Zahl, die diese These untermauert: 4,3. So viele Millionen Euro haben sie erst kürzlich in die Hand genommen, um sich, oder besser gesagt ihren Kunden – und allen denen, die es noch werden sollen – etwas hinzustellen, was man auf bayerisch unter einer „ordentlichen Hüttn‘“ versteht.

Beeindruckender Neubau

Auf gut Deutsch: Der Ducati-, Yamaha- und BMW-Partner hat gewaltig expandiert und unweit seiner bisherigen Heimat einen Neubau hingestellt, der aus Sicht der Kunden und gut 30 Mitarbeiter schlicht und ergreifend keine Wünsche offen lässt. Satte 3.400 Quadratmeter umfasst das zweigeschossige Gebäude mit Showroom und Werkstattfläche im Tanzsaalformat – eine separate Fahrzeugdirektannahme sowie ein Bistrobereich inklusive. Doch trotz des imposanten Gebäudes sind die Holzleitners keineswegs zu Überfliegern mutiert, im Gegenteil. Tag für Tag stehen sie von 7 bis 20 Uhr in ihrem Betrieb an vorderster Front und praktizieren „Customer satisfaction“. Oder wie es ein Kunde einmal formulierte: „Bei euch kann man noch mit dem Chef persönlich reden.“

Bei einer mittlerweile mehr als 10.000 Einträge umfassenden Kundendatenbank keine ganz leichte Aufgabe. Doch das Duo nimmt sie nicht nur an, sondern erfüllt sie mit einer gehörigen Portion Passion: „Mia ham den geilsten Job der Welt“ – Zitat Thomas Holzleitner. Es ist keine Plattitüde, wenn man sagt, dass die beiden, pardon, vier förmlich fürs Zweirad und ihren Job brennen. Denn mit Maxi und Anton steht mit den Söhnen von Ferdinand und Thomas seit Kurzem die nunmehr vierte Generation bei Holzleitners ihren Mann. Gemeinsam wird das Quartett alles daran setzen, dass es 2035 heißt: 100 Jahre Holzleitner.

Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls bestens – und das nicht nur aufgrund des imposanten Neubaus. Nein, es sind die gern zitierten Softskills, die die bayerischen Zweiradprofis zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Auch wenn der bereits erwähnte Umgang mit Kunden auf Augenhöhe ein wichtiger Aspekt ist: Er allein ist kein Garant dafür, dass aus wirtschaftlicher Sicht Milch und Honig fließen. Vielmehr sind es viele kleine Bausteine, gute Konzepte, pfiffige Ideen und ein gewisser Weitblick, die dazu beitragen, sich von anderen abzuheben und den Kunden das zu geben, was sie wollen – und mehr.

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