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Motorradtour 2014: Die Kuh bei den Sturzbügeln gepackt

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Lisa Bührer

Wie Gruppe vier die Berggeister im Erzgebirge und Tschechien bändigte, lesen Sie hier.

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Gruppe 4: Alt und Jung mit viel Schwung.
Gruppe 4: Alt und Jung mit viel Schwung.
(kfz-betrieb; Dominsky)

„Endlich weiß ich was ne Gummikuh ist“, ruft Dominik Hippich und grinst über beide Ohren. „Und die kann ja tatsächlich fliegen“. Ihm und seinem Kumpel bzw. Arbeitskollegen scheinen die Steine vom Biker-Herzen gefallen zu sein. Dabei hatten sie doch alles richtig gemacht, hatten sich obwohl zum ersten Mal mit von der Partie bewusst in der Motorradtour 2014-Gruppe der „Ambitionierten“ angemeldet – Dominik mit seiner Honda CB 600 RR und Martin Strietzl mit seiner Susi GSX-R 750.

Motorradtour 2014: Gruppe 4
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Und dann stand da bei der Startaufstellung so eine Chromschaukel aus Opas Zeiten, als Schrittmacher und gefühlter Spaß- und Tempobremsglotz vorne weg. Doch nicht nur die beiden samt ihrem Kollegen Mario Schreck und Chef bzw. Erzeuger Martin Strietzel von Tyremotive wurden eines Besseren belehrt. Auch Harald Sellmann mit seiner 900er-Duc und Franz Josef Gaßmann nebst Sozia Rose Herud auf ihrem 1200er-BMW-Roadster wurden bezüglich der Klasseneinteilung keineswegs enttäuscht.

Die – nennen wir sie zum Teil „anspruchsvollen“ – Teerbeläge tschechischer Provinz-Highways des ersten Tourtags müssen vermutlich auch in den sechziger und siebziger Jahren diesseits des eisernen Vorhangs Berücksichtigung in der Fahrwerksabstimmung bayerischer Zweiradkonstrukteure gefunden haben. Doch auch wenn nicht: Reiter und Kuh, sprich die alte R80/7 fühlten sich auf dem anspruchsvoll-kurvigen Geläuf pudelwohl. Das wirkte sich auf das deutlich in Richtung „sportive“ gehende Reisetempo aus. Und das kam bei allen Gruppenmitgliedern sichtlich gut an – so sehen Spaß-Sieger aus!

Pausen fielen knapp aus: Nur wenn unbedingt nötig stoppte die Vierer zum Tanken, für planmäßige Verzehr- und wenige Pippipausen (@ Rose: Klasse durchgehalten, Respekt!) und dem einen oder anderen kurzen Teerstop (@ Dominik, Martin und Udo: Ihr qualmt ja noch mehr als meine alte Kiste!). Der Rest war schräger Streckengenuss pur. So schräg, das nun wieder ein paar Phasen und Kratzer mehr die einstmals runden Sturzbügeln der 37 Jahre alten Leitkuh zieren – what shalls?

PS: Liebe Mitglieder von Team vier: Nächstes Mal lasse ich den neumodischen Kartencomputer am Lenker zu Hause. Dann bleibt uns der eine oder andere U-turn erspart – Versprochen!

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