Motorradtour 2018: Die Biker mit dem Badeschlappenfeeling

Sorge (!) dich nicht, lebe!

| Autor: Stephan Maderner

Gruppe 6 mit Tourguide Stephan Maderner und den beiden Eventmanagerinnen Uschi und Elena mit Badeschlappen am Rursee.
Gruppe 6 mit Tourguide Stephan Maderner und den beiden Eventmanagerinnen Uschi und Elena mit Badeschlappen am Rursee. (Bild: Vogel Communications Group)

Der Mastermind der Motorradtour führte traditionell die Gruppe 6 an. Kurvenräuber, Könner und Könige des feinsinnigen Sarkasmus waren mit ihm on the road. Getreu dem Motto „Join the spirit“ wurde flott gefahren und inspirierende Benzingespräche geführt.

Die Zusammensetzung der Gruppe 6 (die mit dem Appeal-Faktor) hätte anfangs nicht heterogener sein können und war gerade deswegen am Ende so homogen: Je ein Auto- und ein Motorradhändler, ein Importeursvertreter, ein Zubehörlieferant, ein Versicherungsagent, ein Kfz-Sachverständiger, ein Agenturmann und ein Journalist an der Spitze. Eine wilde, aber gesunde Mischung! Sorgte sie doch für angeregte und mitunter polarisierende Branchen- und Benzingespräche. So mag's der Tourguide von Gruppe 6, der Autor selbst, Master Mind und Gründer der Motorradtour „Vogel Communications Group on the road“.

Insgesamt 1.097 PS an Leistung versammelten sich in den Motoren der Bikes der Gruppe 6 auf der Hotelterrasse des Novotel Aachen City, um die erste Etappe in die Eifel Richtung Gerolstein in Angriff zu nehmen. Als VIP-Gast begrüßten wir Marcel Driessen, Country Manager Yamaha Motor Deutschland auf Yamaha XT 1200 Super Ténéré, et voilà, seine französische Frau Ingrid auf Yamaha Tracer 700. Die beiden brachten den notwendigen Schuss französisches Laissez-faire ins Spiel. Eigentlich wollte der Neusser Yamaha-Chef die neue Niken mitbringen und mit dem Hammer Teil Guerillamarketing betreiben. Doch war dieses mörderisch-fahraktive Dreirad derzeit wegen hoher Test- und Probefahrt-Nachfrage leider unabkömmlich.

Kann man Motorräder im Stehen bewundern?

Zeit zum gruppendynamischen Kennenlernen und einem ersten Fotoshooting (ja, es sollte wahrlich nicht das letzte sein) bot der erste Parkplatzstopp auf der B 266 zwischen Kesternich und Einruhr. Herrlicher Panoramablick ins Rurtal, Rasten unter uralten Bäumen, blauer Himmel über den Bikes – der richtige Platz, um edle Motorräder mal für kurze Zeit im Stehen zu bewundern.

Das kleine Einmaleins der Bikecharakter

Frank Kröhnert von der Nürnberger Kfz-Autogewerbe-Assekuranz passte da mit seiner Hightech-BMW S 1000 XR super ins Bild. Als altgedienter Motorradtour-Mitfahrer kümmerte er sich sogleich um die zwei Tournovizen: Heiko Knaack, Skoda-Händler aus Schorfheide (Brandenburg), auf BMW R 1200 GS und Stefan Harisch von Meneks (Bel-Ray und Ipone) auf einer geliehenen Harley-Davidson Sportster. Der sympathische Ulmer hielt mit dem sportlichen Eisen made in USA trotz der nur zweistelligen Pferdestärken an Bord problemlos mit den anderen Adventure- und Performance-Bikes mit. Am Abend zuvor hatte er die gesamte Motorradtruppe schon für sich gewinnen können, weil er als Tour-Newcomer allen ein Gläschen Sekt zur Begrüßung spendierte. Und da behaupte einer Schwaben seien sparsam.

KTM-Händler Matthias Sorge und seine Partnerin Heike Schwichtenberg sind seit der Freiburg-Vogesentour 2015 regelmäßig Gast der Motorradtour. Sie machten es sich auf einer KTM 1290 Super Duke bequem. Das Motorrad-Dreamteam verschmolz mit dem dynamischen Unterteil zu einer untrennnbaren Einheit zusammen, eine harmonische Art von Zweirad-Zweisamkeit. Die netten Bispinger (gelegen in der Mitte des Dreiecks Hamburg, Bremen und Hannover) lockerten mit ihrem witzig-spröden Nord-Witz die Kommunikation innerhalb der Gruppe fantastisch auf.

Der Witz der Nordmänner und -frauen

Mit regelrechten Witzkanonaden und coolen Sprüchen fielen außerdem Olaf Dicker und Karsten Kühn auf. Ersterer Digital-Nerd und Chef der Agentur 5-W-50, Typus Berliner Schnauze mit Esprit, auf BMW R 1200 GS und Karsten Kühn, Kfz-Sachverständiger aus Nienburg an der Weser, auf – na was wohl, BMW R 1200 GS/Rallye. Ein Jux jagte den nächsten. Wortspiele rund um Badeschlappen und die Sache über den im vergangenen Jahr so umstrittenen „Sechs-Appeal“ der Gruppe regten die Lachmuskeln pausenlos an. So macht gemeinsames Motorradfahren am meisten Spaß: Wenn das Stimmungspegel permanent hoch gehalten wird und die Gläser beim Siegerbierchen hinterher immer halb voll sind.

Der kleine blaue Cactus

Zusätzliche Stimulanz brachte dann auch noch die Besatzung des Citroën Cactus mit. An Bord des Kamerawagens: Das Eventteam mit Projektleiterin Uschi James und Eventkauffrau in spe Elena Zeiß sowie Starregisseur Artjom Schwarz von Scholly's Motorrad. Wir trafen uns in der Designer-Tankstellen-Café Vulkaneifel Nord (so hat sie zumindest Karsten getauft), in die wir wegen der mörderischen Hitze geflohen waren und wir lieber Mr. Brown-Eiskaffee als Gerolsteiner Sprudel auf dem Marktplatz des Eifelstädtchens trinken wollten. Uschi schälte sich in die bereitgestellten Motorradklamotten von Rukka und absolvierte die nächste Etappe bis zur KÜS-Station dann als Sozia des Führungsfahrzeugs. In halsbrecherischer Fahrt hinterdrein: der Cactus mit der 4K-Kamera und der Drohne (die allerdings nur zum Posen an Haarnadelkurven ausgepackt wurde).

Nach der kulinarischen Mittagspause in der KÜS-Station stoppte das Team von Gruppe 6 dann nochmal am Rursee, wo Ingrid Driessens Grußworte für das Motorradtour-Roadmovie bei Eiscreme und launigen „Vive la France“-Zwischenrufen eingedreht wurde. Wir sind alle riesig auf Artjoms Endergebnis gespannt.

Kamera läuft, Film ab

Ja, es gäbe noch gar viel zu erzählen aus dieser lustigen Truppe, die zwar am Samstag zur Ardennentour drei Bikes verlor (Harley-Stefan wechselte wegen des belgischen Untergrunds in die Cruiser-Gruppe und die Yamaha-Driessens traten ihren wolhlverdienten Sommerurlaub an). Umso homogener und flüssiger war dafür das Fortkommen im kleineren Starterfeld auf dem Ardennenasphalt. Das kulinarische Motto lautete: Flamkuchen und belgischen Fritten pflasterten ihren Weg.

Nach dem besch.... Espresso-Genuss in Aywaille hieß es für die Gruppe 6 am Vormittag dann im Tal der Amel: Motorradtourmovie, Klappe, die dritte. Wir mussten uns anstrengen unser bestes Motorrad zu zeigen, damit der Film saubere Kurvenradien einfangen konnte. Zusätzlich Obacht war angesagt in den Büschen – Artjoms Drohne entging so gut wie nichts von oben. Jetzt sind wir auf unsere schauspielerischen Leistungen und das übertragene Drehmoment gespannt. Doch Vollprofis wie wir alle sind, dürfte uns das gut gelungen sein. Schließlich waren wir ja alle ziemlich ambitioniert unterwegs. Und das beste zum Schluss: Dem Guide ist in den fast vier gemeinsamen Tourtagen – bis auf einen kleinen Kurvenwackler, den er selbst wegen kurzzeitig nachlassender Konzentration produzierte – nicht eine einzige brenzlige Fahrsituation in Erinnerung geblieben. Gut so: Make life a ride and ride safe.

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