Motorradtour 2018: Eifelsucht und Ardennenschlucht

Reportage eines Erkundungsabenteuers auf zwei Rädern

| Redakteur: Stephan Maderner

Traditionell erkundet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner die Tour höchstpersönlich. Hier sieht man ihn im Kurvenparadies der Eifel.
Traditionell erkundet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner die Tour höchstpersönlich. Hier sieht man ihn im Kurvenparadies der Eifel. (Bild: Kurt Lürken)

„Der Sonne entgegen“ lautet der Slogan der 2018er »bike und business«-Motorradtour. Der Fixstern strahlte an zwei von drei Erkundungstagen. Nur auf der Ardennen-Etappe öffnete der Himmel seine Schleusen. Nun wissen wir, wie das belgische Städtchen Spa zu seinem Namen kam: die Wasserstadt.

Meine Prozession an Fronleichnam fand dieses Jahr im Sattel meines Motorrads statt. Nach Durchquerung des Spessarts mit seinen an diesem Sommertag herrlich kühlenden Buchenwäldern begleitete ich in Bessenbach parallel zur Fahrbahn für ein paar hundert Meter den Zug frommer Katholiken. Die zahlreichen mit einzelnen Blütenteilen als Blumenteppich geschmückten Stationsaltäre erfreuten mein Auge. Das Jekill & Hyde-Soundsystem meiner GS stand auf leise und so störte ich die Feiertagszeremonie nicht allzu sehr. Ein paar Gashahnzüge später enterte ich die Autobahn A3. Der geringe Anteil kurviger Straßen im Großraum Frankfurt ließ mich diese Variante wählen: Bis Limburg Süd Tempo machen und etwa ein Viertel der projektierten 450 Tageskilometer wegfressen.

Wer hat an der Uhr gedreht – ist es schon wieder soweit? Die Motorradtour, die »bike und business« federführend zusammen mit den Schwesternmarken »kfz-betrieb« und »F+K Fahrzeug + Karosserie« organisiert, findet vom 26. bis 29. Juli 2018 bereits zum 13. Mal statt. Zielort ist dieses Jahr die Europastadt Aachen. Die Businessbiker residieren im Novotel Aachen City. Das Vier-Sterne-Bikercamp liegt nur fünf Gehminuten von der belebten Altstadt mit ihrem bedeutsamen Kaiserdom und bietet die Chance für Sightseeing pur.

Die Anfahrt

Doch zurück zur Vorerkundung. Auf den Motorradscout wartete nach der eintönigen Schnellstraßenetappe visuell der Limburger Dom und seine prunkvollen Gebäude des geschassten Bischofs Tebartz van Elst. Nur wenige Kilometer weiter lud der historische Stadtkern von Diez, der ehemaligen Residenzstadt an der Lahn mit Fachwerkromantik und Schloss, zum Fotostopp.

Weiter ging's nach Altendiez, vorbei am bekannten Motorradhändler MCA in Altendiez. Zwischen Isselbach im Gelbachtal und Obernhof und Nassau durchfuhr ich eine der bei Bikern beliebtesten Strecken des Rhein-Lahn-Kreises und im Westerwald. Kernige Haarnadelkurven und Felsformationen forderten das fahrerische Können heraus. Weiter führte die per TomTom Rider 550 vorkonfigurierte Strecke entlang der romantisch dahinfließenden Lahn nach Bad Ems; neben Karlsbad, Marienbad, Franzensbad (CZ), Baden Baden, Bad Kissingen (D), Baden bei Wien (A), Montecatini Terme (I), Vichy (F), Spa (B) und Bath (GB) einer von zehn historischen Badeorten Europas, die sich gegenwärtig für die Aufnahme ins Weltkulturerbe bewerben. In Lahnstein erreichten meine GS und ich schließlich die Mündung des malerischen Flüsschens in den großen deutschen Strom, den Rhein. Der Blick schweifte ans Deutsche Eck in Koblenz, noch kurz ein paar mal rauf und runter schalten und schon ging das Motorrad-Mäandern an der Mosel bis Cochem weiter. Die Reichsburg ist bei Bikern ein beliebtes Fotomotiv.

Auf der B 259 ab Richtung Eifel bis Ulmen. Weil die Zeiger der Uhr gnadenlos weitergewandert waren, ließ ich den Nürburgring rechter Hand liegen und steuerte die nächsten Zwischenziele Blankenheim und Schleiden an. Um viertel vor sechs Uhr abends senkte sich schließlich die Zielflagge in der Peterstraße 66, runter in die Tiefgarage des Hotels.

Kurz unter die Dusche und dann klingelte auch schon die WhatsApp von Hans-Jörg Becker von der CarGarantie Bike. Der sportive Tourguide war aus Northeim mit seiner R Nine-T dazu gestoßen und machte aus den beiden Einzelfahrern ein Vorerkundungsteam.

Wir ließen den grandiosen Fahrtag in der Aachener Altstadt bei Flamkuchen und Eisbecher sowie Aperol Spritz an der Hotelbar ausklingen – so gehen Benzingespräche.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45336554 / Markt)