Motorradtour 2018: Eifelsucht und Ardennenschlucht

Reportage eines Erkundungsabenteuers auf zwei Rädern

| Redakteur: Stephan Maderner

Tag 2: Die Ardennen – Wälder, Flusstäler und romantische Schlösser

Gegen vier Uhr morgens riss mich ein kerniger Donner aus meinen Träumen. Es setzte ein heftiges Gewitter ein und es goss wie aus Kübeln, so wie zwei Tage zuvor, als sich in der Aachener Altstadt schon einmal die Gullideckel hoben. Der Regen hielt bis zum Frühstück an – und wir beschlossen, den Start unserer Ardennen-Erkundung erst einmal um eine Stunde zu verschieben. Der Regenradar auf unseren Smartphones nährte die Hoffnung, das sich die dunkelsten Wolken nach Nordwesten verziehen würden.

Zwei Tassen Kaffee und ein paar Croissants später stieß dann der Dritte im Tourguide-Bunde, Kurt Lürken von Kohl Motorrad und seine Sozia Esther, zu uns. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen. Doch pünktlich als wir unsere Anlasser betätigten wurde es schon wieder nass von oben. Half ja nix, also ab Richtung belgische Grenze, nach Eupen und Spa. Das Wasser kam von allen Seiten, Sturzbäche ergossen sich auf den Straßen, jede Menge Geröll und Schlamm auf der Piste. In der Altstadt von Spa schoss das Wasser fünfzehn Zentimeter hoch durch die Gassen. Zeit für den Besuch einer belgischen Retro-Bar mit Discokugel aus den 80ern, Kaffee und Powerriegel, Zeit zum Klamotten trocknen.

Doch bekanntermaßen schweißt schlechtes Wetter zusammen und so sattelten wir wieder auf. Fingertipp auf den Rain-Modus und schon wartete das nächste Abenteuer: Auf dem Weg Richtung Amel-Tal mussten wir eine respektable Wasserfurt durchqueren. Vorbeifahrende belgische Autofahrer kurbelten ihre Fenster herunter und riefen uns sarkastisch zu: „Paris-Dakar n'est pas?“

Für meine große und Kurts kleine GS war dieses Wässerchen freilich keine Mutprobe, doch Hans-Jörgs R-nine T musste sich schon etwas strecken, doch letztendlich meisterte auch der Roadster den erhöhten Wasserstand bravourös.

Danach führte uns unser Kurs weiter durch Stoumont und Aywaille vorbei am Château de Harzé sowie pittoresken Müllerei- und Bäckereimuseen. Ausbaldowert haben wir den Mittagsstopp der Tour: er findet in Echt-Zeit am Samstag, den 28. Juli statt, im Adventurepark Coo (Wildwasser-Kajak, Rafting, Paintball und Quad-4x4 wer mag). Gestärkt hatte ich mich, ja, mit was wohl: belgischen Fritten mit hausgemachter Majonnaise.

Derart mit heimischen Leckereien gestärkt war our way back to Germany über Stavelot, Malmedy und dem Naturpark Hohes Venn directement zu Kohl Motorrad und Harley-Davidson Aachen in die Sonnenscheinstraße 70. Dort inspizierten wir die Parkplatzsituation und die Grünfläche mit dem Biotop, auf dem wir im Rahmen der Motorradtour erstmalig ein Dealers Barbecue veranstalten.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45336554 / Markt)

Aus unserer Mediathek