Motorradtour 2018: Heiß auf Spaghetti-Eis!

Cruiser-Gruppe kühlt sich bei 38 Grad in der Eifel mit Eisbechern der Superlative ab

| Autor: Wolfgang Michel

Selbst auf der 13. Motorradtour lernt man noch hinzu. Künftig bringen wir mit der Eifelstadt Gerolstein nicht nur Mineralwasser in Verbindung. Jetzt wissen wir auch, dass die dortige Stadtverwaltung auf Parkscheiben besteht.
Selbst auf der 13. Motorradtour lernt man noch hinzu. Künftig bringen wir mit der Eifelstadt Gerolstein nicht nur Mineralwasser in Verbindung. Jetzt wissen wir auch, dass die dortige Stadtverwaltung auf Parkscheiben besteht. (Bild: Michel/»kfz-betrieb«)

In nur zehn Minuten stürzte die Temperatur von 35 auf 18 Grad. Die Eifel hatte für Gruppe 8 einige Überraschungen im Gepäck – ausgezeichnete und weniger erfreuliche.

Die dreizehnte Motorradtour von »bike und business«, »Fahrzeug+Karosserie« und »kfz-betrieb« startete mit heißen Vorzeichen. Die Wetterprognosen für die Eifel und die Ardennen /Belgien waren eindeutig: Sämtliche Wetter-Apps zeigten schon Tage vor der Abfahrt in und um Aachen 30 Grad Celsius an. Motorrädern und Teilnehmern sollten vier heiße Tage bevor stehen, denn es wurde noch wärmer als vorausgesagt.

Wie jedes Jahr standen auch 2018 wieder die Fahrstile „sportiv“, „ambitioniert“ und „cruisen“ zur Wahl. Letzteres galt in diesem Jahr für die Teilnehmer der Gruppe 8, viele davon sind Stammgäste – der Tour und der Cruiser-Gruppe. Wir begrüßten aber auch Premierengäste.

Die diesjährige Cruiser-Truppe setzte sich aus Michael Butter und Matthias Gärtner (beide Gärtners Motorradshop), Thomas Schuster (KÜS), Max Kröninger (Autohaus Kröninger), Hermann Schenk (GTÜ), Werner Prange (Autohaus Prange), Konrad Wenz (»Fahrzeug+Karosserie«) mit Erika Milowan-Wenz sowie Mareile Guderjahn und Wolfgang Michel (beide »kfz-betrieb«) zusammen. Am zweiten Tag begrüßten wir mit Stefan Harisch (Meneks AG) einen weiteren Gast. Konrad Wenz hingegen musste am zweiten Tag pausieren. Der Chefredakteur von »Fahrzeug+Karosserie« bekam am ersten Tourtag unerfreulichen Besuch – dazu später mehr.

Gemeinsam brachten die drei Harley-Davidsons, drei Yamahas und drei BMWs der Gruppe 8 über 700 PS auf die Straße. Abfahrt vom Campus der Vogel Communications Group in Würzburg war am Donnerstag um 8 Uhr 45.

Wetterkapriolen und ein folgenschwerer Bienenstich

Auf der 423 Kilometer langen Anreise durch den Spessart und das Lahntal sowie entlang der Mosel und vorbei am Nürburgring nach Aachen kam es rund eine Stunde vor der Kaiserstadt zu einem Sturz der besonderen Art. Nein, es ist niemand vom Motorrad gefallen. Aber die Temperatur fiel von 35 auf 18 Grad und der Himmel öffnete seine Schleusen. Auf der gerade noch staubtrockenen Straße lief zentimeterhoch das Regenwasser den Berg hinab. Wie aus dem Nichts lag plötzlich ein gefährliches Geröllgemisch auf dem nassen Asphalt. Nur zehn Minuten später war der Spuk vorbei und bei Ankunft in Aachen war die Motorradbekleidung vom mittlerweile wieder heißen Fahrwind luftgetrocknet. Es sollte der letzte ernst zu nehmende Regenschauer der 13. Motorradtour der Vogel Communications Group bleiben. Denn außer der totalen Mondfinsternis am Freitagabend, gab es keine weiteren Überraschungen mehr am Aachener Himmel.

An Tag Zwei galt es für die „Gemütlichen“, rund 300 Kilometer durch die Eifel zu absolvieren. Für Menschen, die nur selten in der Saison auf ein Motorrad steigen, ist das eine echte Herausforderung. Da läuft beileibe nicht alles routiniert ab. Kommt dann noch ein Leihmotorrad hinzu, auf dem Mann oder Frau das erste Mal Platz nimmt, zieht der Tourguide mit ganz viel Respekt den Helm bzw. den Hut. Wenn nicht nur Motorrad, sondern auch noch die Gegend unbekannt ist, gilt es, die Strecken – vom Tourguide bis zum Schlussfahrer – hochkonzentriert zu fahren. Bei 38 Grad Außentemperatur lässt die Konzentration zum Ende einer jeden Tour spürbar nach. Da fällt schon mal ein Motorrad um, oder man steht an der roten Ampel und bemerkt erst bei Grün, dass noch der dritte Gang eingelegt ist. Das ist dem einen oder anderen Teilnehmer in diesem Jahr passiert – glücklicherweise ohne gravierende Folgen. Der einzige Ausfall resultierte durch Fremdverschulden. Trotz geschlossenem Visier flog Konrad Wenz eine Biene in den Helm, den Stachel unter seinem Auge entfernte seine Frau beim nächsten Halt. Lautete das anschließende Motto von Konrad Wenz für den Rest des Tages noch Augen zu und durch, war am nächsten Morgen an eine weitere Motorradausfahrt nicht mehr zu denken. Das Auge war zugeschwollen, als hätte Konrad am Freitagabend noch eine Runde gegen Wladimir Klitschko geboxt.

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