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Motorradtour 2018: Heiß, heißer, Aachen

| Autor: philipp dotzler

Alte Bekannte und neue Gesichter gesellten sich um Tourguide Philipp Dotzler, der die Gruppe 4 durch gut ausgewählte und abwechslungsreiche Strecken in der Eifel und den Ardennen rund um das Novotel in Aachen führen durfte.

Bei der kleinen Stadtführung am Abend, die von Frank Raspe und Holger Schweitzer geleitet wurde, lernten Interessierte die einzelnen Baustile des Aachener Doms näher kennen.
Bei der kleinen Stadtführung am Abend, die von Frank Raspe und Holger Schweitzer geleitet wurde, lernten Interessierte die einzelnen Baustile des Aachener Doms näher kennen.
(Bild: Philipp Dotzler)

Bereits vor dem Start der ersten Tour freitags war den Teilnehmern klar, dass die diesjährige Motorradtour wettertechnisch unter fast zu gutem Vorzeichen stehen würde. Die dreizehnte Ausgabe des Biker-Events begann, nach dem Warm-up – einem ersten gemeinsamen Abendessen am Vorabend – am Freitagmorgen um halb neun mit der ersten Tour in die Eifel. Nach einem kurzen, morgendlichen Briefing konnte der Spaß bei prognostizierten 37 Grad Höchsttemperatur beginnen.

Motorradtour 2018: Gruppe 4

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Der Weg aus Aachen heraus war zäh für die Gruppe vier, da mehrere Ampelstopps das Vorankommen verzögerten. Auf den 283 Kilometern Strecke folgte auf Tourguide Philipp Dotzler, Tour-Neuling Sascha Ziegmann auf seiner Yamaha VX 535 Virago. Mit nur 46 Pferdestärken stand ihm zwar die geringste Leistung zur Verfügung, doch er bremste den hinter ihm fahrenden Andreas Wölk vom Autohaus Kleimeier, mit seiner Leih-https://www.bikeundbusiness.de/redirect/738516/SGFybGV5LURhdmlkc29u/82ba83b8a8e9386ddb8d4e132d05c64e3a777bc9a917a33eb6475823/article/ Fat Boy von Autohaus Kohl, keineswegs aus. Hinter den Beiden reihten sich zwei altbekannte Gesichter in die Gruppe ein: Albert Schäfer, vom gleichnamigen Autohaus, bestritt die Tour auf seiner Honda Pan-European, während Thomas Geyer von Car-Garantie Bike auf seine gut eingefahrene Honda Varadero setzte.

Wasser, Apfelsaft, Müsliriegel?

Die Varadero transportierte während der Tour nicht nur ihren Fahrer sicher durch die Eifel, sondern fungierte gleichzeitig als Transportfahrzeug für die von Kohl Motorrad gesponserten Getränke und Snacks. Während den Stopps in der Hitze konnte man jedes Mal den Ruf „Wasser, Apfelsaft, Müsliriegel?“ vernehmen und das verlockende Angebot wurde von den Bikern mehr als dankend angenommen. Dicht gefolgt wurde das Versorgerfahrzeug von Hermann Müller von Ingo Software GmbH auf seiner BMW R 1200 RS, der bereits am Vortag erfolgreich die 423 Kilometer von Würzburg nach Aachen mit den Vogelianern bewältigt hatte. An vorletzter Stelle der Truppe hatte sich Frank Raspe von GYS GmbH mit seiner Yamaha XTZ 1200 Ténéré eingereiht, da Harley-Fahrer Oliver Kappe von der gleichnamigen Autovertriebssystems GmbH bereits am Vorabend „hinter mir will keiner fahren“ verlautbarte.

Pause muss sein

In Gerolstein kam es bei einem ersten Kaffeestopp zu einem Zusammentreffen mit dem Kamerabegleitfahrzeug und seinen Insassen: Elena Zeiß und Ursula „Uschi“ James vom Orga-Team und Artjom Schwarz dem Kameramann der »bike und business«-Motorradtour. Danach ging es für Alle schnurstracks weiter zur KÜS-Station ins malerische Monschau, nahe der belgischen Grenze, wo der Mittagsimbiss in Form von reichlich kalten Getränken und Schnitzeln mit Spätzle und Zigeunersoße auf die Truppe wartete.

Die Hitze wurde langsam unerträglich für die ansonsten hartgesottenen Biker und so beschloss die Gruppe vier den nächsten planmäßigen Stopp am Stausee Rur zu verkürzen um schneller im Hotel anzukommen. Den Höchststand des Tages erreichte das Thermometer im feierabendlichen Stadtverkehr: unglaubliche 44 Grad wurden gemessen. Kein Wunder, dass sich Oliver Kappe noch freitags entschied, die Tour am Samstag besser auszusetzen. Nach dem Abendessen im Hotel, das von GYS gesponsert wurde, gab es die Möglichkeit für Benzingespräche an der Bar, bei der nicht nur der aufgehende Blutmond Thema war, sondern auch über die Vorteile von Baumwoll- und Funktionskleidung gesprochen wurde. Bei dieser Hitzewelle musste man als Biker schließlich alle Register ziehen, um tagsüber nicht vom Motorrad zu schmelzen.

Auf nach Belgien

Der belgische Teil der Tour begann zunächst nach dem Frühstück mit einer kleinen Stadtrundfahrt durch Aachen. Während die Umgebung der 234 Kilometer durch die Ardennen ein wahrer Traum war, brachten die Straßenverhältnisse den einen oder anderen Fahrer zur Verzweiflung. Die Bremsen der Yamaha Virago wurden teilweise durch rechts vor links auf Durchgangsstraßen fast an ihr Limit gebracht. An der Stadtgrenze des belgischen Kurorts Spa, machte die Wasserstadt ihrem Namen alle Ehre und ein urplötzlicher Regenguss überraschte die Biker. Chefredakteur Stephan Maderner hatte auf seiner Erkundungstour der Ardennen einen Monat zuvor bereits 15 Zentimeter hoch Wasser durch die Gässchen der Altstadt schießen sehen.

Auch wenn der Regen an diesem Samstag nicht ganz so sehr auf die Biker-Truppe prasselte, wurde beschlossen einen kleinen Boxenstopp einzulegen – natürlich nicht ohne den vertrauten Ruf „Wasser, Apfelsaft, Müsliriegel?“. Weiter ging die kurvige Fahrt in das knapp 20 Kilometer entfernte Aywaille. Der wunderschöne kleine Ort lud die Gruppe zu einem Kaffeestopp ein, nach dem entschieden wurde sich außerdem das berühmte Denkmal für tödlich verunglückte Motorrad-Rennfahrer, das Robert-Gregoire-Minguet, anzuschauen.

Bikers Barbecue

Auf dem Rückweg der zweiten Tour über Webomont, Belleveaux und Fischvenn gab es einen spontanen Abstecher der Gruppe vier in die traumhafte Altstadt von Monschau. Anschließend führte die Route die Biker zurück nach Aachen zu Motorrad Kohl, wo ein sehr reichhaltiges und perfekt organisiertes Grill-Buffet auf die hungrigen und erschöpften Teilnehmer wartete. Wer am letzten gemeinsamen Abend Lust hatte, konnte die Gelegenheit nutzen und an der kleinen Stadtführung von Frank Raspe und Holger Schweitzer teilnehmen. Die Beiden brachten den Interessierten unter anderem die einzelnen Baustile des Aachener Doms näher.

Der Abend klang schließlich unter dem Motto „Time to say Goodbye“ aus und am nächsten Morgen ging es für alle Fahrer und Sozias nach einem ausgiebigen Frühstück wieder nach Hause. Das Fazit der Gruppe vier? „Wir haben uns weder durch die Hitze, noch von den schlechten Straßen der europäischen Nachbarn die gute Laune und den Spaß am Motorradfahren verderben lassen“. Und das ist doch die Hauptsache.

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Über den Autor

 philipp dotzler

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Software Engineer, Vogel Business Media GmbH & Co. KG