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Motorradtour 2018: Kevin Fireblade und seine Silberrücken

| Autor / Redakteur: Andreas Wiesenzarter / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Sechs große Reiseenduros und ein Supersportler-Bike in einer Gruppe – kann das gut gehen? Geht prima – wie Gruppe 2 unter dem erfahrenen und langjährigen Motorradtour-Tourguide Hannjürg Lacher unter Beweis stellte.

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Gruppe 2 mit Tourguide Hannjürg Lacher in den Ardennen, angetreten zum Foto-Appell.
Gruppe 2 mit Tourguide Hannjürg Lacher in den Ardennen, angetreten zum Foto-Appell.
(Bild: Vogel Communications Group)

Dieses Jahr hatte es endlich geklappt und ich konnte dabei sein bei der 13. Ausgabe der „bike und business“-Motorradtour. Bereits die gemeinsame Anfahrt von Würzburg nach Aachen mit Stephan Maderner als Tourguide vermittelte mir einen ersten Eindruck, was mich erwarten würde: Klasse Typen, tolle Routen, flottes Fahren und sicher eine Menge Spaß!

Ich muss allerdings gestehen, dass meine Skepsis wuchs. Die Skepsis, ob ich „alter Depp“ bei der Anmeldung nicht doch etwas zu übermütig gewesen war, mich fahrtechnisch als „sportiv“ zu kategorisieren.

Motorradtour 2018: Gruppe 2

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Ich wusste ja, dass Stephan auf der Tour Guide einer „ambitionierten“ Gruppe sein würde – und jetzt bei der Anfahrt waren wir schon „ziemlich ambitioniert“ unterwegs – richtig gut! Gespannt war ich natürlich auch auf meine „Gruppenmitglieder“ und vor allem auf deren Motorräder – wahrscheinlich alles Superbikes, gegen die ich mit meiner XT 1200 ZE Super Ténéré kaum „anstinken“ würde können. Das wollte ich jedenfalls gleich mal beim abendlichen Kennenlernen abchecken und eventuell noch vor der großen Blamage die Gruppe zu wechseln.

Einer tanzte aus der Reihe

Zu beidem kam es dann allerdings nicht: „Meine“ Gruppe 2 entpuppte sich als echte „Silberrücken“-Truppe mit entsprechenden Motorrädern! Ralf Igel präsentierte eine Triumph Explorer, Corrado Pulina seine Ducati Multistrada 1200 Enduro, Andreas Greger reihte sich mit seiner BMW R 1200 GS Adventure ein und Uli Ritter sowie Tourguide Hannjürg Lacher pilotierten ihre KTM 1290 Adventure. Nur einer „tanzte“ aus der Reihe: Kevin Peter – mit Mitte 20 der „Jungspund“ in der Gruppe – zeigte als einziger auch mit seiner Maschine die „sportiven“ Ambitionen, er drehte mit seiner CBR 1000 RR Fireblade auf!

Sechs Straßenkreuzer und ein Kurvenflitzer

Und wie sich an den beiden Tagen rausstellte, wuchsen wir – Kevin und seine Silberrücken – zu einer richtig guten Truppe zusammen! Ein beeindruckender „homogener Haufen“ entwickelte sich beim Fahren, wobei Hannjürg Lacher als genialer Tourguide mit seiner „Vorfahrerei“ einen wohl sehr großen Anteil an dieser kompakten Gemeinschaft hatte. Selbst das dröge Ein- und Ausfahren von Aachen entwickelte sich unter seiner Führung zu einem abwechslungsreichen Unterfangen. Und erst mal draußen aus der großen Stadt führte er uns zu Fahrspaß pur. Abwechslungsreiche Strecken boten die gesamte Palette von breit, größzügig und gut asphaltiert bis hin zu klein, verwinkelt und „rumpelig“.

Die Pausen waren gut gewählt, so dass auch der vorherrschenden Hitze mit entsprechender Flüssigkeitszufuhr immer gut Paroli geboten werden konnte. Und selbst am zweiten Tag, als der ein oder andere Regenschauer zu vermelden war, konnten wir – clevere Zeiteinteilung und Routenwahl von Hannjürg – das sportive Touren genießen, ohne von oben begossen zu werden.

Erdnüsse in Blumenvasen

Klasse organisiert und gut getimed waren auch die Partner-Highlights wie der Mittagsimbiss an der KÜS-Station in Monschau oder das BBQ samt beeindruckender Unternehmens-Vorstellung bei Motorrad Kohl! Und auch die Abende mit informativem und unterhaltsamem Programm trugen dazu bei, dass sich diese 13. „bike und business“-Motorradtour für mich bei meiner Premiere als eine absolut runde und klasse Veranstaltung zeigte. So freu' ich mich schon jetzt, bei der 14. Ausgabe der Motorradtour bereits in den Vorbereitungen mit dabei sein zu können!

Und vielleicht gelingt es uns im nächsten Jahr in Altötting auch, nicht nur eine tolle Veranstaltung auf die Beine zu stellen, sondern auch – wie die reizende Bedienung im Aachener Novotel – eine neue Wortschöpfung zu kreieren: Sie präsentierte uns die Erdnüsse in kleinen Blumenvasen, die allerdings in diesem Fall „fremdentzweckt“ waren. In diesem Sinne „derzlichen Hank“ an Stephan Maderner und sein gesamtes Team für diese klasse Veranstaltung!

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