Motorradtour 2018: „Le Mans-Start“ mit Hindernissen

Kohl Motorrad war mehrfach die Rettung

| Autor / Redakteur: Anna Menzel / Stephan Maderner

Gruppe 7 mit Tourguide Michael Rühle (3. v. re.) am Rursee.
Gruppe 7 mit Tourguide Michael Rühle (3. v. re.) am Rursee. (Bild: Vogel Communications Group)

Premiere für Michael Rühle vom TÜV SÜD; nachdem er 2017 bei Philipp Dotzler als Abschlussfahrer im Orgateam reüssierte, stieg er 2018 zum alleinigen Tourguide auf. Sicher und souverän suchte er für seine munter-ambitionierte Gruppe 7 sein Bikerglück in der Eifel und den Ardennen. Und fand es im Sattel heißer Öfen.

Gruppe 7 kämpfte mit Startschwierigkeiten. Bevor es überhaupt losging war Tourförderer Kohl Motorrad schon im Einsatz. Die Batterie einer der beiden Harleys aus der „Easy-Rider-Fraktion“ aus Nürnberg hatte schon auf dem Trailer ihr Leben ausgehaucht (war ihr wohl zu heiß auf der Anfahrt). Während sich die Gruppe mit der Glückszahl also erst einmal am Freitagmorgen vom Hotel durch Aachen von einer roten Ampel zu anderen ins Gewerbegebiet kämpfte, machte das Team rund um Kohl schon mal einen Superjob! Bei der Ankunft stand das amerikanische Kulteisen mit der frisch geladenen Batterie vor der Tür, so dass es dann auch gleich losgehen konnte.

Mit unter anderem drei Versicherungsagenten, einem Anwalt im Gepäck und einem Sachverständigen sollte die Truppe gegen alle Vorkommnisse gut gewappnet sein. Vorneweg unser Tourguide Michael Rühle vom TÜV SÜD auf Triumph Speed Triple, erstmal mit einer solch anspruchsvollen Aufgabe betraut. Gleich vorweg: Er machte seine Sache supergut! Mit allen Augen und Sinnen stets am Navi, auf der Straße und scheinbar im Helm eingebauter Rückfahrkamera mit Blick hinter sich, um seine „Schäfchen“ beieinander zu halten. Getreu dem Motto: „Manche führen, manche folgen“.

Die weiteren Plätze im Mittelfeld mit Franz-Josef und Rose Gassmann von Careflon (Helme und Schutzausrüstung) auf BMW R 1200 R, Benedikt Pütz vom Autohaus Dresen in Düsseldorf auf Honda CBF 1000, Thomas (Axa-Versicherung auf BMW R 1200 GS/Rallye und Anna Menzel (VCG) und die beiden Harleys von Peter Zitzmann (Low Rider) und Christian Germershausen (Street Glide) von Motoprotect aus Nürnberg kristallisierten sich schnell heraus und wir bildeten eine homogene Gruppe. Unser „Rodscher“ – Roger Kaldeuer von der Kanzlei Voigt auf BMW S 1000 XR – war der Lumpensammler und sorgte für visuelle Sicherheit: besonders auffällig in Sicherheitsweste und sogar gelbem Helm hielt er die Gruppe stets zusammen.

Auf der abwechslungsreichen Fahrt zum erste Kaffeestopp in Gerolstein passierten wir weite Hochebenen mit riesigen Windrädern und engen Tälern wie etwa dem Höllental. Auf der weiteren Eifelerkundung stoppten wir zur gemeinsamen Mittagspause mit allen Gruppen an der KÜS-Prüfstelle in Monschau, bei langsam auf gefühlt 40 Grad Celsius unter dem Helm kletternden Temperaturen.

Gut gestärkt starten wir dann zum letzten Teil der Tagestour über den Nationalpark Eifel wo wir dann einen weitere Kaffeepause am Rursee einlegten. Die Stimmung war top. Das Gruppenfoto auf der Aussichtsterrasse spricht Bände.

Auf dem Heimweg nach Aachen konnte unser starker Versicherungshintergrund in der Gruppe nicht verhindern, dass sich in Thomas' GS eine Spax-Schraube in den Hinterreifen bohrte. Der Bordcomputer sah rot und meldete alsbald Luftdruckverlust. Und so führte uns der Weg erst einmal nicht schnurstracks in die kühlende Hotel-Dusche sondern zurück zu den helfenden Werkstatthänden von Kohl Motorrad.

Auf dem Weg durch das heiße Aachen mit endlosen Ampelstopps (in der Stadt hat man offenbar die grüne zugunsten der roten Welle abgeschafft) bekam die Speedy von Tour-Guide Michael Rühle ziemliche Temperaturprobleme und verlor einiges an Kühlwasser. Aber auch hier kam wieder der Super-Service von Kohl zum Tragen, das sind die reinsten Wichtelmänner. Am nächsten Morgen wurde Kühlwasserersatz direkt ins Hotel geliefert und auf der GS waren quasi über Nacht gleich zwei neue Reifen montiert worden. Business Excellence à la Kohl Motorrad! Der Tourguide frisch mit Kühlwasser betankt, Thomas' GS neu besohlt – dem Aufbruch in die Ardennen stand nun nichts mehr im Wege. Dickes Lob ans Kohl-Team für den tollen Service!

Unsere Gruppe dockte sich dann an den „Aborigini“ Kurt Lürken an, der eine Abkürzung nach Spa kannte, so dass die wunderschönen ardennischen Dörfer und Serpentinen in den Wäldern trotz des technischen Boxenstopps nicht lange auf uns warten mussten. Gruppe 7 verspürte dann in Spa einen extremen Espressodurst, welche dann auch bei einem kurzen Halt im Heilbad und Renn-Mekka gestillt werden mussten.

Die Tour durch die Ardennen führt uns dann zur Mittagspause in den Coo-Adventure Park in Stavelot, wo sich „Harleyman“ Chris die „Ardennen-Spezialität“ Muscheln mit Fritten schmecken ließ.

Auf dem kurvenreichen Rückweg Richtung Aachen fuhren wir dann auf Gruppe 3 auf und legten einen kurzen Panoramastop über den Dächern der Traumstadt für Märklin-Freunde, Monschau, ein, um dann wieder frei zum Tagesabschluss beim sehr leckeren After-Ride-Barbecue zu Kohl in die Sonnenscheinstraße fahren zu können.

Die kleine Regendusche am Morgen und auch nochmals am Ende der Tour tat dann auch bei fast 38 Grad im Schatten richtig gut. Hat mächtig Spaß gemacht, gemeinsam durch Eifel und Ardennen zu kariolen. Stimmung gut und eine feste Gemeinschaft. Michael: Du hast deine Feuertaufe als Tourguide bestanden. Nächstes Jahr gerne wieder, mit frischer Batterie, Kühlwasser und Spax-abwehrendem Gummi.

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