Motorradtour 2018: Motorradflüsterer mit Regensensor

Lokalmatador sorgt für Bike-Kultour

| Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

Tolle Strecken, fantastische Landschaft und ein unschlagbarer Torguide: Gruppe 3 rockte die Eifel und die Ardennen!
Tolle Strecken, fantastische Landschaft und ein unschlagbarer Torguide: Gruppe 3 rockte die Eifel und die Ardennen! (Bild: Schweitzer/ »kfz-betrieb«)

Die ambitionierte Gruppe 3 profitierte von den Ortskenntnissen und dem Wettergespür des Tourguides Walter Herwartz-Emden, Leiter Motorrad bei Kohl in Aachen.

Ein heißer Ritt der etwas anderen Art erwartete die Teilnehmer der diesjährigen »bike und business«-Motorradtour. Die Wettervorhersage verhieß mit über 30 Grad backofenähnliche Temperaturen, die man meist lieber leicht bekleidet mit einem kühlen Getränk im Schatten verbringt. Nicht so die Teilnehmer der Motorradtour – sie trotzten nicht nur der Gluthitze sondern verstanden es gemeinschaftlich die beiden Tourtage rundum entspannt-sportlich zu genießen.

Der Motorradflüsterer

Unter der Leitung des Lokalmatadoren und Motorradflüsterers Walter Herwartz-Emden traten die acht Mitgliedern der Gruppe drei bei bereits über 20 Grad morgens um acht Uhr zum „Appell“ an. Der Motorrad-Chef von Kohl Motorrad, der mit einer BMW R 1200 RT antrat hatte es mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe zu tun: Erfahrene Motorradtour-Biker trafen auf Neulinge, Supersportler auf nicht mehr ganz taufrische Reiseenduros. Auch der Markenmix war ansehnlich. Zwar zeigte sich eine gewisse bayerisch Dominanz, aber die Ducati Multistrada, eine Yamaha MT 10 sowie eine Honda CB 1000 F sorgten für eine gute Mischung.

Das Dreamteam der „ambitionierten“ Gruppe 3 setzte sich zusammen aus dem Tourguide Walter Herwartz-Emden (Kohl Automobile GmbH), Thomas Aukamm (Zentralverband Karosserie und Fahrzeugtechnik e.V.), Gertud Biller (Prüfungs- und Treuhand GmbH), Martin Eberst (Malerbetrieb Eberst), Zoltan Nadj (Arching GmbH), Alwin Prenger-Berninghoff (Bikers School Fahrschule am Vorpark), Detlev Szlafka (Santander Consumer Bank), Ute Szlafka (Santander Consumer Bank) und Holger Schweitzer (»kfz-betrieb«, »Fahrzeug+Karosserie«).

Die knapp 300 Kilometer der ersten Tour durch die Eifel boten nicht nur grandiose Kurven und wunderschöne Landschaft. Die Entscheidung der Organisatoren den Eifel-Tag auf den Freitag zu legen bedeutet, dass die acht Gruppen der Tour die Strecken weitestgehend für sich alleine hatten. Bei fast leeren Straßen ließ sich Kurve um Kurve um so mehr genießen. Aber auch Konzentration war erforderlich: Denn die Hitze forderte mit steigender Kilometerzahl auf dem Tacho ihren Tribut bei der Konzentration.

Fahrlehrerinstinkte und ein wohlgeöltes Bike

Anfangs war es für das Team der Gruppe 3 noch etwas gewöhnungsbedürftig die kompakte, versetzte Formation beizubehalten, die Tourguide Walter Herwatz-Emden einforderte. Doch im Laufe des Tages wurde daraus eine „wohlgeölte“ Gruppenmaschine – nun ja, bis auf zwischenzeitliche Momente, in denen der Fahrlehrerinstinkt eines Team-Mitglieds den ins Fleisch übergegangenen Sicherheitsabstand einnehmen ließ.

Die Honda von Alwin Prenger-Berninghoff und die BMW von Martin Eberst hatte nach der morgendlichen Kaffepause in Gerolstein extra Arbeit zu verrichten: Die Kuchenstücke, die die beiden hungrigen Biker im Cafe bestellten verdienten eher den Begriff Kuchen als Stück und dürften die Zuladung der Bikes doch etwas erhöht haben. Weder Fahrern noch Motorrädern war anschließend eine etwaige Schwerfälligkeit anzumerken und so pendelte sich der Bike-Korso elegant durch die Eifelaner Kurven.

Dynamisch in den Ardennen

Wolkenverhangen präsentierte sich zunächst der zweite Tag, an dem es durch die Ardennen ging. Es hatte auch nachts etwas geregnet, weshalb die belgischen Straßen teilweise etwas mit Vorsicht zu genießen waren. Der guten Laune tat dies keinen Abbruch und auch Tourguide Walter Herwartz-Emden wußte, wie er mit kleinen Abstechern von der Hauptroute die Freude seiner Mitfahrer noch steigern konnte. Auch sonst konnten alle von seinem Wissen um die lokalen Besonderheiten stets profitieren. Sei es, wenn es um die Wasserversorgung Aachens am Stausee Lac de la Gileppe oder die Geschichte des Luftkurortes Spa ging.

Hier bewies der Aachener übrigens, dass er neben ausgezeichneten Ortskenntnissen zudem ein außerordentliches Gespür fürs Wetter besitzt. Kaum waren die Bikes für die Kaffeepause in Spa geparkt, begann es zu regnen: Übrigens das einzige Mal während der gesamten Tour.

Nach den paar Spritzern, kaum geeignet, die Insekten vom Windschild zu putzen, und mit Sonne im Herzen brach die Gruppe erneut auf. Mit Zwischenstopps im Amel-Tal und den obligatorischen belgischen Pommes Frites schlängelten sich die Fahrer durch die Ardennen.

Energie tanken beim Barbecue

Letzter Stopp war nach erneut knapp 300 Kilometern die Firmenniederlassung von Kohl Motorrad in Aachen. Beim Dealer-Barbeque konnten die müden Biker wieder Energie tanken und sich durch die Verkaufsräume und Werkstätten von Kohl Motorrad führen lassen. Nachdem die Motorräder schließlich auf dem Hotelgelände in Aachen geparkt und die Fahrer geduscht waren, fand die Motorradtour auf der Hotelterrasse einen mehr als würdigen Ausklang im gemütlichen Beisammensein auf der Hotelterrasse – bis es heißt sich in 2019 bei der 14. Ausgabe der Motorradtour erneut zu versammeln und die Motoren anzuwerfen.

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