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Motorradtour 2019 – Das Cruisen neu entdeckt

| Redakteur: Martina Eicher

Motorradwallfahrt mal anders! Vertrauensvoll folgen wir unserem Tourguide der Gruppe acht durch das schöne Voralpenland, den Chiemgau und das Berchtesgadener Land. Ein Abstecher über die Grenze gehört natürlich auch dazu.

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Nach dem Motorradsegen startet die gut gelaunte Truppe in Richtung Mühldorf am Inn.
Nach dem Motorradsegen startet die gut gelaunte Truppe in Richtung Mühldorf am Inn.
(Bild: Max Kröninger )

Vier Tage Motorradfahren pur durch atemberaubende Landschaften! Die Motorradtour ist jedes Jahr eines der Event-Highlights für die Fachmagazine »bike und business«, »kfz-betrieb« und »Fahrzeug+Karosserie« und die Vorfreude dementsprechend groß. Das ausgewählte Ziel mit unserem Tourhotel in Altötting hatte es mir diesmal ganz besonders angetan.

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Bereits am Donnerstagabend durfte ich die Mitglieder der Gruppe 8, in die mich mein Chef Stephan Maderner eingeteilt hatte, kennen lernen. Rainer Stelz, seines Zeichens Fahrlehrer aus Unterneukirchen und von Motorsport Holzleitner als Tourguide angeheuert. Er fährt leidenschaftlich gerne Motorrad und wird uns die folgenden zwei Tage seine Heimat Oberbayern von der schönsten Seite zeigen. Hat er auch, aber über den Fahrlehrer müssen wir in punkto Geschwindigkeitsbegrenzung noch mal sprechen. Ines Hensel (auf einer Honda CB 600), Geschäftsführerin Hensel Fahrzeugbau GmbH & Co. KG, aus dem benachbarten Waldbrunn bei Würzburg und ihr Mann Roland Strunz, (auf einer Honda CB 1000), fuhren die Tour das erste Mal mit uns. Ines, von ihrem Mann Roland mit dem Bikervirus infiziert, besitzt erst seit einem Jahr den Motorradführerschein. Dafür ist sie ganz schön flott unterwegs und gemeinsam erkunden sie an den Wochenenden die Bikerreviere rund um Würzburg, die Rhön oder den Steigerwald.

Geschäftlich widmet sich das Unternehmen von Ines Hensel dem Bau von Spezialfahrzeugen wie zum Beispiel Feuerwehrautos. Hier kann sie regelmäßig Männeraugen leuchten sehen, erzählt sie. Offensichtlich ist da was dran, an dem Kleinen-Jungen-Traum vom Feuerwehrmann. Zudem ist sie Vorstandsmitglied im Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF).

Weiter ging es mit Susanne und Michael Gläser (auf einer Harley-Davidson Street Glide) vom Autohaus Gläser OHG in Bruchköbel. Die Inhaber des Suzuki-Autohauses sind sozusagen Wiederholungstäter und zum zweiten Mal auf einer unserer Touren dabei. Michael verdanken wir die schönsten Gruppenselfies. Mit seinem verlängertem, rechten Arm entpuppte er sich während der Tour als wahrer Meister im Selfie schießen. Susanne hingegen machte es sich als Sozia hinter ihm bequem, genoss die Landschaft und fotografierte lieber während der Fahrt.

Bike-Duo Nummer zwei: das Ehepaar Christine und Andreas Berner (auf einer BMW R 1200 GS) Rechtsanwalt Andreas Berner aus Babenhausen. Gleich zu Beginn der Tour bot sich Andreas als Abschlussfahrer an. Ein absolut wichtiger Job, den er brilliant gemeistert hat. Seine Frau Christine fährt Zuhause gerne mit dem eigenen Motorrad (einer Honda NC 750 X) und unternimmt an den Wochenenden mit ihrer Mädelstruppe des Öfteren eine Tour. Gut befreundet sind die beiden mit dem nächsten Mitglied der Gruppe 8: Gertrud Biller (auf einer BMW R 1200 GS Rallye). Gerti, wie sie von allen liebevoll genannt wird, hatte zu ihren bisherigen Motorrädern ein sehr inniges Verhältnis. Mit ihrem aktuellen Weggefährten „Anton“ fährt sie jährlich zwischen 15.000- und 20.000 Kilometer. Ihre Brötchen verdient sie bei der Prüfungs- und Treuhand GmbH in Frankfurt und berät als Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin die Betriebe vor Ort.

Und last but not least, ich, Martina Eicher, »bike und business«-Redaktionsassistentin, seit über 30 Jahren an Bord der Vogel Communications Group und seit acht Jahren stolze Besitzerin des Führerscheins Klasse A. Den Traum vom eigenen Motorrad habe ich mir mit einer Honda NC 700 X erfüllt und nutze jede Gelegenheit, die sich mir bietet, für eine Tour.

Unterwegs im Voralpenland und Chiemgau

Am Freitagmorgen nach dem Motorradsegen startete die sympathische Truppe die Tour in Richtung Voralpenland und Chiemgau. Wir überquerten mehrmals den Inn, vorbei an Viehweiden, einzelnen Höfen und cruisten durch kleine Ortschaften. Eine Strecke, die das Herz eines jeden Motorradfahrers höher schlagen lässt. Kurven über Kurven und eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Erster Tour- und Fotostopp: Wasserburg am Inn mit einem tollen Blick von oben auf die Altstadt. Weiter ging es nach Trostberg zur KÜS-Station von Maximilian Sterflinger zum Weißwurstfrühstück. Anschließend führte uns die Tour zum Chiemsee und das schattige Seeufer des Simssees lud zu einer kurzen Pause ein, bevor wir nach Stephanskirchen zu Alphatechnik aufbrachen. Hier wurden wir mit Kaffee und Kuchen verwöhnt, Betriebsbesichtigung inklusive. Tourtag eins neigt sich dem Ende entgegen – auf geht’s zurück zum Hotel Plankl nach Altötting.

Über die Rossfeldpanoramastraße zum „Hoher Göll“

Bei unserem ersten Stopp in Burghausen bot sich uns ein grandioser Blick auf die längste Burganlage Europas. Ein Fotoshooting mit diesem Panorama im Hintergrund ist ein absolutes Muss! Ja, es hat schon seine Vorteile, mit einem ortskundigen Tourguide wie dem Rainer unterwegs zu sein.

Nach einem Abstecher ins benachbarte Österreich durchquerten wir das schöne Berchtesgadener Land in Richtung Königssee. Hier wimmelte es geradezu vor Touristen, die meisten auf dem Weg zu einer Bootstour über den See.

Eines der Tour-Highlights am Samstag war die Fahrt über die Rossfeldpanoramastraße zum Ahornkaser. Das mächtige Bergmassiv, das sich hier vor uns aufbaut, nennt sich „Hoher Göll“. Im Südwesten und Westen blickt man auf die Berchtesgadener Alpen und den Watzmann, im Osten auf das Salzachtal und den Dachstein. Das habe ich von Max Kröninger aus Garmisch Partenkirchen erfahren, einem langjährigen und treuen Begleiter unserer Motorradtour. Der Max kennt sich in seiner Heimat Oberbayern aus wie in seiner eigenen Westentasche. Über den Gaisberg führte uns eine kurvenreiche Strecke durch das Salzburger Land zurück zu unserem Tourhotel nach Altötting.

Mein persönliches Fazit der #motorradtour19: Die Tour mit euch hat unglaublich viel Spaß gemacht. Es herrschte eine tolle Atmosphäre und wir passten menschlich und fahrtechnisch gut zusammen. Als Ines in der Gruppe auf Position zwei vorrückte, musste sie plötzlich nicht mehr bremsen, sondern hat es einfach nur noch laufen lassen. Das war ganz große Klasse! Rainer gab uns als Fahrlehrer die Ideallinie vor und wir folgten ihm.

Über das Foto, das mir Michael von euch auf der Heimreise geschickt hat, habe ich mich sehr gefreut. Gut zu wissen, dass ihr alle wohlbehalten zuhause angekommen seid.

Der Fotojob und die anschließende Berichterstattung, die mir Stephan erstmals übertragen hat, war eine kleine Herausforderung für mich. Ich hoffe, ihr seid zufrieden mit mir. Mit Sicherheit ist da noch Luft nach oben, aber Frau wächst ja mit ihren Aufgaben.

Vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr wieder, zu unserer Jubiläumstour durchs Frankenland. Da kennen wir uns aus und zeigen euch die schönsten Ecken unserer Heimat. Bis dahin. Eure Martina.

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