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Motorradtour 2019: Wer Günther hat, braucht kein Navi

| Autor / Redakteur: Norbert Rubbel / Martina Eicher

Vier Tage Fahrspaß rund um den Chiemsee, im Salzburger Land und in den Berchtesgadener Alpen standen im Programm der diesjährigen Motorradtour. So viel sei hier schon verraten: Die Gruppe Sechs hatte mehr als nur Fahrspaß.

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Kurvten über traumhafte Panoramastraßen: Harald Bernhardt, Frauke Jensen-Bernhardt, Manuel Schweiger, Olaf Dicker, Karsten Kühn, Martin Eberst, Norbert Rubbel und Tourguide Günther Lauer (v. li.).
Kurvten über traumhafte Panoramastraßen: Harald Bernhardt, Frauke Jensen-Bernhardt, Manuel Schweiger, Olaf Dicker, Karsten Kühn, Martin Eberst, Norbert Rubbel und Tourguide Günther Lauer (v. li.).
(Bild: Norbert Rubbel)

Ausgangspunkt am Freitag nach unserer Anreise am Vortag von Würzburg war Altötting. Landschaftlich herrlich umrahmt wird der bekannte Wallfahrtsort von Mühldorf am Inn im Osten, Eggenfelden im Norden, Braunau am Inn im Osten und Burghausen im Süden. Eine sehenswerte Gemeinde ist auch Winhöring, die nur knapp zehn Fahrminuten nördlich vom oberbayerischen Altötting entfernt liegt.

Reizvoll ist aber nicht nur die 4.800 Seelen-Gemeinde. Interessant ist vor allem der Motorradbetrieb der Brüder Ferdinand und Thomas Holzleitner mit den Marken BMW, Ducati und Yamaha in der August-Unterholzer-Straße 4. Denn dort arbeitet Günther Lauer als Zweiradmechanikermeister, unser Tourguide für zwei wunderschöne Tage. Das bayrische Urgestein führte uns (sechs BMWs, eine Ducati und eine Honda) rund 550 Kilometer am Alpenrand entlang, mit kleinen Abstechern nach Österreich.

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Samerberg mit toller Aussicht

Nach einem kräftigenden Weißwurstfrühstück in der KÜS-Station von Maximilian Sterflinger in Trostberg erreichten wir am Freitagmittag die Aussichtskapelle Samerberg. Neben der kleinen achteckigen Kapelle und unter einer über 100 Jahre alten Eiche trafen wir eine Hochzeitsgesellschaft in ihrer heimischen Tracht. Guter Brauch ist es dort, dass die junge Braut von ankommenden Bikern ein Gruppenfoto schießt – was wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Zudem genossen wir die traumhafte Aussicht über das Rosenheimer Land bis hin zum Simssee und Chiemsee.

Nach einem weiteren Fotostopp an der Traunsteiner Straße direkt am Chiemsee und einer Pause im Vertriebszentrum der Firma Alphatechnik in Stephanskirchen erreichten wir gegen 18 Uhr unser Hotel Plankl in Altötting. Hier warteten auf uns ein süffiges Feierabendbier und ein üppiges Abendessen.

Atemberaubende Landschaft

Schöne Tour-Highlights folgten am Samstag. Vorbei am fünf Kilometer langen Tachinger See, der nördlich am Waginger See anschließt, ging es nach Ramsau bei Berchtesgaden. Für die Samstagtour brauchten wir kein Navi und keine Karte. Wir hatten ja Günther, der das Voralpenland und das Eldorado rund um den Nationalpark Berchtesgaden wie seine Lederhosentasche kennt.

Nicht von den Organisatoren eingeplant war unsere Rast im Gasthof Nutzkaser der Familie Hogger, der für seine Kuchenspezialitäten bekannt ist. Dass der Gasthof eine eigene Konditorei und eine herrliche Sonnenterrasse besitzt, wusste wohl nur Günther. Denn von anderen Bikergruppen war hier weit und breit nichts zu sehen.

Gestärkt und erfrischt fuhren wir vom Nutzkaser zum nächsten Fotostopp zu dem sehr touristischen Königssee. Der Tipp der Gruppe Sechs: Den langgestreckten Gebirgssee im Südosten Bayerns sollte man besser außerhalb der Ferienzeit und an einem Werktag anfahren. Dann hört man auch das Echo des 100 bis 190 Meter tiefen Sees – weil es dann dort viel entspannter ist.

Wundervoller Rundblick

Entschädigt für den Tourismusrummel hat uns die Fahrt über die mautpflichtige Rossfeld-Höhenringstraße. Sie ist die höchstgelegene Panoramastraße Deutschlands und bietet einen wundervollen Blick in die hochalpine Bergwelt. Hier thront das dominante Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen mit seiner gezackten Krone in 2.713 Meter Höhe: der Watzmann.

Ebenso gewaltig zeigt sich der schneebedeckte Ahornbüchsenkopf von der Berggaststätte Ahornkaser, zu der der ADAC die insgesamt neun Motorradgruppen zum Mittagessen einlud. Auf dem Rückweg Richtung Norden ging es über viele schöne Kurven zum 1.286 Meter hohen Gaisberg. Auf dem Hausberg der Salzburger hatten wir eine tolle Aussicht weit über die Mozartstadt hinaus bis ins bayrische Voralpenland.

Nur noch 80 Kilometer trennten uns von unserem Ausgangspunkt Altötting, den wir pünktlich um 18:15 Uhr erreichten. Und das war gut so. Denn ab 19 Uhr begann bereits die After-Ride-Party auf dem Firmengelände der Holzleitner. Dort bekamen wir nicht nur leckere Steaks, Würstchen und Getränke, sondern auch ein dickes Lob von unserem Tourguide Günther: „Ihr seid eine tolle Gruppe. Es hat mir großen Spaß mit euch gemacht.“

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