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Motorradwerkstatt der Zukunft

| Redakteur: Nika-Lena Störiko

BMW Motorrad wird im Rahmen des Projekts „Motorradwerkstatt der Zukunft“ in den Werkstätten der Berufsschule Straubing zwei zukunftsorientierte Arbeitsplätze gestalten und ausstatten. Ob Yamaha ebenfalls Arbeitsplätze finanziert, ist aktuell noch ungewiss.

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Die BMW-Delegation besucht die Vertreter der Berufsschule in der Werkstatt in Straubing.
Die BMW-Delegation besucht die Vertreter der Berufsschule in der Werkstatt in Straubing.
(Bild: Berufsschule Straubing)

Nach dem Boom bei Elektrofahrrädern gehört nach einem mühsamen Start auch in Europa und Deutschland die Zukunft den elektrisch betriebenen Motorrollern. In diesem Umfeld kämpft die Motorradbranche aktuell mit einem enormen Fachkräftemangel. Vorlaufzeiten von vier bis sechs Wochen für Service- und Reparaturarbeiten sind die Regel. Dazu kommt die enormen Schwierigkeit, geeignete Nachfolger für Motorradbetriebe zu finden.

Die Firma BMW sucht nach Lösungen für diese Problematik. Der bayerische Motorradhersteller entsandte deshalb eine hochrangige Delegation nach Straubing, um sich beim Landesfachsprengel Zweiradtechnik Informationen aus erster Hand einzuholen. Der Leiter von BMW Motorrad Deutschland Henning Putzke und seine Begleiter besichtigten die Zweiradwerkstätten und führten viele persönliche Gespräche mit den angehenden Zweiradmechatronikern über Arbeitsbedingungen, Berufszufriedenheit und Zukunftspläne. Dabei stellte sich heraus, dass neben einer leistungsgerechten Bezahlung und einem guten Arbeitsklima auch modern gestaltete und gut ausgestattete Arbeitsplätze wesentlich zur Berufszufriedenheit beitragen. In der anschließenden Diskussionsrunde erörterten die Vertreter von BMW und der Berufsschule Straubing viele Aspekte zukunftsorientierter Werkstattstrukturen. Henning Putzke sah sich in seiner Einschätzung bestätigt, „dass der Erfolg seines Unternehmens und der Motorradbetriebe wesentlich von gut ausgebildeten und hochqualifizierten Mitarbeitern abhängt“ und betonte dabei die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen beruflichen Erstausbildung. BMW Motorrad Deutschland wird deshalb im Rahmen des Projekts „Motorradwerkstatt der Zukunft“ in den Werkstätten der Berufsschule Straubing zwei zukunftsorientierte Arbeitsplätze gestalten und ausstatten. Fachbetreuer Martin Hillmeier und Zweiradtechniklehrer Jürgen Stutz konnten bei einem Gegenbesuch im Motorradtechnologie- und Entwicklungszentrum in München eine Musterwerkstatt besichtigen und sich dabei bereits ein konkretes Bild von Ausstattung und Erscheinungsbild machen.

Yamaha zeigt ebenfalls Interesse an Finanzierung

Mit enormen persönlichem Engagement und großer Beharrlichkeit ist OStR Jürgen Stutz dabei, auch Yamaha Deutschland von dem zukunftsweisenden Konzept zu überzeugen. Nach einem Vorabbesuch durch General Manager Verkauf Ralf Keller entsandte der neue Country Manager bei Yamaha Motor Deutschland GmbH Marcel Driessen sofort ein Planungsteam nach Straubing. Nach intensiven Besprechungen waren die Fachbetreuer Martin Hillmeier und Zweiradtechniklehrer Jürgen Stutz positiv gestimmt, dass die Firma Yamaha zwei neue Arbeitsplätze in der Motorradwerkstatt gestalten und diese vollständig mit Hebebühnen, Werkbänken und Werkzeugen ausstatten könnte. Die endgültige Entscheidung steht aktuell jedoch noch aus.

Für das Fahrzeugtechnikteam an der Berufsschule Straubing ist diese großartige Unterstützung der beiden Firmen Auftrag und Verpflichtung zugleich, die Auszubildenden auch weiterhin gut auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt vorzubereiten.

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