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Motorräder 2015: Italienische Exzellenz und Eleganz am Bike

| Autor / Redakteur: sp-x / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Die Neuheiten-Kracher von Moto Guzzi, Aprilia, Piaggio & Co. von der diesjährigen Eicma in Mailand.

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Spektakuläres Concept-Bike: die Moto Guzzi MGX 21.
Spektakuläres Concept-Bike: die Moto Guzzi MGX 21.
(Foto: Moto Guzzi)

Zu ihrem 100-jährigen Jubiläum protzte die Mailänder Motorradmesse Eicma mit zahlreichen Weltpremieren neuentwickelter Motorräder. Kaum ein Hersteller, der in Mailand nicht wenigstens ein Neumodell enthüllt hat. Fünf Wochen nach der Kölner Intermot ist nun das 2015er Modellprogramm der Zweiradhersteller komplett. In so gut wie allen Segmenten ist die technische Aufrüstung mittels elektronischer Fahrassistenz-Systeme auf dem Vormarsch; insbesondere bei den leistungsstarken Power-Nakeds, aber auch den Sports Adventure-Modellen und den sogenannten Reiseenduros geht nichts mehr ohne Traktionskontrolle, verschiedenen Motor-Mappings und intelligenten Antiblockiersystemen. Auch Schaltautomaten werden, wie auch semiaktive Fahrwerkssysteme, immer häufiger angeboten. Rücken wir in dieser Meldung doch einmal die Eicma-Kracher von Aprilia, Moto Guzzi, Piaggio und Vespa ins Rampenlicht.

Italienische Exzellenz und Eleganz am Bike
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In die Kategorie „Power Naked“ gehört die neue Aprilia Tuono V4 1100. Infolge des von 1.000 auf 1.100 Kubikzentimeter Hubraum vergrößerten V4-Motors der Aprilia liefert sie nun mit 129 kW/175 PS den Leistungs-Bestwert dieser Kategorie. Selbstverständlich ist die Fahrassistenz-Vollausstattung mit Traktionskontrolle, Wheelie-Control, Launch-Control, Quickshifter und Race-ABS; alle Elemente sind mit den verschiedenen Fahrmodi verknüpft. Zudem ist dank Piaggios Multimedia-Plattform die Einbindung des Smartphone möglich. Es gibt sie als RR und als Factory-Edition mit noch hochwertigeren Fahrwerkselementen von Öhlins. Mit nur wenig über 200 Kilogramm Leergewicht ist die Tuono V4 1100 auch diesbezüglich auf der Höhe der Zeit.

Bei den Cruisern kann man nicht von einer Neuheitenschwemme reden. Ein echter Hingucker ist die neue Moto Guzzi Eldorado: Eindrucksvoll an ihr sind neben den 16 Zoll-Speichenrädern mit Weißwandreifen der Tank mit den Chromflanken und der schwungvollen Linierung, die ausladenden Radabdeckungen und der übergroße Sitz. Die Sitzhöhe liegt bei nur 724 Millimetern; technisch entspricht die Eldorado den bekannten California 1400-Modellen Das gilt auch für das Modell Audace; seine optische Wirkung resultiert neben dem schwarzen Mattlack aus dem runden Scheinwerfer, dem Ersatz der Trittbretter durch Fußrasten und einen Schalthebel. Zweifellos einer der Hingucker auf der Eicma war die Moto Guzzi MGX-21: eine eigenwillige italienische Interpretation des Themas „Bagger“.

MV-Agusta, bei dem sich vor wenigen Tagen die Daimer-Tochter AMG mit 25 Prozent beteiligt hat, zeigt in Mailand die Serienversion seines ersten Touringmodells, die Turismo Veloce. Sie basiert auf der 800er Baureihe, doch wurde die Leistung des Dreizylindermotors auf 110 PS zurückgenommen. Das Leergewicht des sehr dynamisch wirkenden Italo-Reisebikes dürfte bei etwa 220 Kilogramm liegen; der Preis für Italien beträgt knapp 14.000 Euro. Wann das ebenfalls in Mailand ausgestellte Neumodell Stradale 800 lieferbar ist, hat MV Agusta noch nicht bekannt gegeben.

Last but not least: Das von Piaggio präsentierte Electric Bike Project weist viele avantgardistische Elemente auf und soll in Kürze produziert werden. Im Juni 2015 will Piaggio mit der „Herrenversion“ und mit einem Tiefeinsteigermodell in Produktion gehen. Der Preis soll auf jeden Fall unter 3.000 Euro liegen und „massenkompatibel“ sein.

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