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Motorräder Dortmund 2020 – das gallische Dorf unter den Messen

| Autor / Redakteur: Lion Amersbach / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Wer kennt sie nicht, die Geschichten vom kleinen gallischen Dorf, dass sich ewig erfolgreich den Römern erwehrt? Man kann die Motorradmesse Dortmund zwar kaum als klein bezeichnen, allerdings hat sie sich erfolgreich gewehrt – gegen die derzeit um sich schlagende Angst vor dem Coronavirus.

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Kawasaki contra Covid19: Der Andrang bei den Grünen in Dortmund war riesengroß.
Kawasaki contra Covid19: Der Andrang bei den Grünen in Dortmund war riesengroß.
(Bild: Lion Amersbach/»bike und business«)

Wer kennt sie nicht, die Geschichten vom kleinen gallischen Dorf, dass sich ewig erfolgreich den Römern erwehrt? Man kann die Motorradmesse Dortmund zwar kaum als klein bezeichnen, allerdings hat sie sich erfolgreich gewehrt – gegen die derzeit um sich schlagende Angst vor dem Coronavirus.

Nach langem Bangen und trotz einiger Absagen bekannter Hersteller wie Aprilia, Suzuki und Indian, öffnete die Messe „Motorräder Dortmund 2020“ pünktlich am vergangenen Donnerstag den 5. März um 9 Uhr ihre Pforten.

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Bei den Herstellern die vor Ort waren, gab es spannende neue Modelle zu sehen. Zum Beispiel die neue BMW R18, die als Zentrum des BMW Standes einen ganzen Showroom nur für sich allein bekam oder die Ducati V4 S Superleggera, die stets von beeindruckten Motorradfans umringt war.

Auch an den Ständen der anderen großen Hersteller war viel los. Bei KTM standen vor allem die Supermoto und Crossmodelle im Fokus der Besucher.

Yamaha begeisterte mit einer breit gefächerten Auswahl vom Roller bis zum Supersportler und durch ein Technisches Feature – den Yamaha Konfigurator am großen Touchdisplay an dem man sich das Traumbike mit Komponenten von Yamaha selber zusammenstellen konnte.

Kawasaki polarisierte wie schon in der Vergangenheit mit ihren Turbobikes Ninja H2 und der neuen Z H2. Einem aufgeladenen Nakedbike mit brutalen 200 PS.

Am Stand von Harley-Davidson sah und hörte man ungewöhnliches – ein Motorrad ohne das Typische V2-Hämmern? Regelmäßig wurde der Motor der rein elektrischen LiveWire vom Personal des Standes mit einem Kreischen in ungeahnte Drehzahlhöhen befördert. Ob das den V2-Sound ersetzen kann? – Ansichtssache.

Auch andere Elektromotorräder waren mit von der Partie. Am überschaubaren Stand des amerikanischen Herstellers Zero standen verschiedene Modelle bereit, die vor allem jüngere Besucher anzuziehen schienen.

Auch aktuelle Trends waren auf der Messe erkennbar. Als bekanntes Beispiel fungiert hier das Pitbike, das an diversen Ständen von verschiedenen Händlern angeboten wurde.

Von der großen Angst um den Coronavirus war alles in allem wenig zu spüren, wenn man von scherzhaften Begrüßungen mit Füßen oder Ellenbogen, etwas mehr Bewegungsfreiheit und gelegentlichen leerstehenden Flächen absieht. Immerhin trauten sich 70.000 Besucher zur Messe in die Dortmunder Westfalenhallen. Das sind zwar 28 Prozent weniger als 2019, aber bei weitem genug um zu untermauern, dass sich das Festhalten am Stattfinden der Messe gelohnt hat.

Man darf gespannt sein, was uns die Motorradmesse Dortmund im nächsten Jahr zu bieten hat. Sie findet vom 4. bis 7. März 2021 statt. Dann hoffentlich ohne Covid19-Sorgen im Gepäck.

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