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Motul: Mit Influencern zum Erfolg

| Autor / Redakteur: Hanne Scheidler / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Jeder kennt sie: Die Plattform Instagram. Und jeder schaut sich gerne schöne Fotos an. Also warum sollten Motorradhändler nicht von der Reichweite und der Community von Influencern profitieren, die genau die gewünschte Zielgruppe ansprechen?Johannes Hemme von Motul gibt Tipps.

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Johannes Hemme,, Motul: „Das Einmaleins des Instagram-Marketings – wie Motorradhändler die Plattform und ihre Influencer nuzen können.“
Johannes Hemme,, Motul: „Das Einmaleins des Instagram-Marketings – wie Motorradhändler die Plattform und ihre Influencer nuzen können.“
(Bild: J. Untch/»bike und business« )

Man scrollt durch den Instagram-Feed. Ein Bild erregt Aufmerksamkeit. Strahlend blauer Himmel – fast wolkenlos, die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite und der Wald am Bildhorizont stellt sich farblich schon langsam auf den Herbst ein. Im Fokus des Bildes ist ein Biker mit zwei Bikes. Eine der Maschinen, eine Honda CBR 600 RR, steht auf dem weißen Mittelstreifen einer Straße. Seitlich, sodass man das Modell in seiner ganzen Länge betrachten kann. Auf dem zweiten Motorrad, einer Supermoto CRF 450, sitzt der Fahrer in rot-weißer Motorradkluft und weißem Helm. Das Bike berührt nur mit dem Hinterrad die Straße, denn der Fahrer zieht einen Wheelie. Er heißt „Meddes“ und ist einer von zwei bezahlten Kooperationspartnern von Motul Deutschland.

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24,5 Prozent der deutschen Bevölkerung, also etwas über 20 Millionen Personen, nutzen die Plattform Instagram. Die größte Gruppe davon ist zwischen 25 und 34 Jahre alt. Unternehmen wie Motul haben verschiedene Intentionen, Instagram für sich zu nutzen. Da wäre neben dem Marken- und Community-Aufbau natürlich auch die Pflege des bereits bestehenden Ansehens. Lead-Generierung und Vertrieb sowie die Gewinnung von Markterkenntnissen gehören ebenfalls dazu. Um all das zu generieren arbeitet Motul mit Influencern zusammen, die eine hohe Reichweite in der Zielgruppe haben.

„Alles spielt sich auf Instagram ab“, so Johannes Hemme von Motul, „die Plattform ermöglicht ein Zusammenkommen und Austauschen, wie es das vorher nicht gegeben hat“. Doch wie können Händler Instagram richtig einsetzen? Um die Plattform richtig zu nutzen, braucht man als Unternehmer eine Strategie. Das eigene Corporate Design zu verwenden ist dabei Pflicht, denn bei einem Branding-Kanal muss auf einen Blick erkannt werden können, zu welcher Marke der Account gehört.

Um Content zu verbreiten, muss auch das Story-Format genutzt werden, denn auf diese Weise sei man so nahe am Kunden, wie nur möglich, erklärt Hemme. Instagram-Stories sollen anhand von kleinen, dichten Erzählungen einen Blick hinter die Kulissen geben und steigern die Engagement-Rate – im Fachjargon: Likes, Kommentare, Views, Interaktionen und Klicks.

Durch User kann man lernen, welcher Content gewünscht wird, durch Hashtags kann Inspiration gesammelt werden. Man muss jedoch „andersartig sein“, betont Hemme. Hier ist Kreativität gefragt, um in regelmäßigen Abständen interessanten Inhalt mit passenden Hashtags zu verbreiten – am besten täglich.

Genau mit diesem System arbeiten auch Influencer wie Meddes. Mit der Hilfe von Content-Creators wie ihm kann die eigene Unternehmensreichweite enorm vergrößert werden.

Meddes ist auch unter @meddesyoutube bekannt. Influencer der Biker-Szene, ungefähr 146.000 Follower auf Instagram, mehr als 170.000 Abonnenten auf der Plattform Youtube. Er hat sich eine enorme Reichweite in der Community aufgebaut. Das zuvor beschriebene Bild von ihm, auf dem er einen Wheelie fährt, hat knapp 9.000 Gefällt-Mir-Angaben und 64 Kommentare. Auf den Motorrädern kann man die Schriftzüge „Honda“, „Sena“ und „Bikesquad“ lesen. Natürlich auch „Motul“. Verschiedene, zum Thema des Bildes passende, Hashtags wie #motul, #motorrad, #bike, #bikelife und #wheelie – um nur einige zu nennen – sowie Verlinkungen zu anderen Profilen, unter anderem auch zu @motuldeutschland, runden das Foto ab – Motul bezahlt dafür und profitiert davon.

Natürlich müssen es nicht immer bezahlte Kooperationen sein. Viele Nutzer verwenden Hashtags und Verlinkungen, die direkt auf eine Marke oder eine Seite hinweisen, da sie die Angebote und Produkte nutzen, diese gut finden und sich mit ihnen identifizieren können. Kostenloses Marketing also, welches Klicks und somit Bekanntheit generiert.

Doch wie hält Influencer-Marketing tatsächlich das, was es verspricht? Kooperationen über Instagram sind „richtig eingesetzt sehr cool“, so die Marketingexperten von Rabbit and Wolf. Als Händler sollte man nur darauf achten, sich den Content von bezahlten Kooperationspartnern zur Freigabe zuschicken zu lassen.

Messen lasse sich die Wirkung im eigenen Online-Shop durch die Kauf- und Umsatzzahlen und durch einfache Online-Vergleiche mit der Konkurrenz ganz gut, äußert Hemme. Aber man darf „online nie nur isoliert betrachten“, so der Digital und Communication Coordinator. Denn die mit den Influencern geschlossenen Rahmenverträge beziehen sich meist nicht allein auf das reine Instagram-Marketing. Auch bei Messen und Events sind diese anwesend und ziehen so ihre Fan-Community an.

Instagram-Stars wie Meddes gehen ihrer Leidenschaft nach, posten Bilder und kommunizieren mit der eigenen Community. Warum also nicht davon profitieren, dass von Tag zu Tag weitere interessante und beeindruckende Bilder von Produkten der eigenen Marke Aufmerksamkeit erregen? Die Biker-Szene auf Instagram kann durch die Erwähnung einer Marke deren Bekanntheit steigern und das Image stärken. Das fördert den Verkauf und liegt somit im Interesse eines jeden Händlers.

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