Mr. King Kerosin und die politisch korrekte Chance

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Foto: Ducati/Collage: Elisabeth Haselmann)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 8/2016/II). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Branchentrends von morgen auf dem Schirm hat.

Würzburg, den 26. Februar 2016 – Über die Frage nach der politisch korrekten Wortwahl im Umgang mit Bewerbern haben wir in diesem Forum trefflich philosophiert - Sie erinnern sich? Es ging darum, ob dieser Satz in einer Stellenanzeige - „Unternehmen geben Bewerbern eine Chance“ - erlaubt ist oder unfair gegenüber den Jobsuchenden (die ganze Diskussion siehe hier. Dazu erreicht uns wie so oft vielfältige und gescheite Leserpost.

Zum Beispiel von Matthias Schlich vom Autohaus Klaus Lammel, das neben Opel auch Zweiräder der Marke Junak und Scomadi vermarktet sowie im Reparaturgeschäft vieler Zweiradmarken kompetent unterwegs ist: „Hach ist das immer wieder schön, wenn sich Menschen an Wortklaubereien aufhängen und glauben, dass sich stets ein schlechter Hintergedanke hinter den Formulierungen der Texte versteckt. Eine Chance zu bekommen in einem gut funktionierenden Betrieb unterzukommen, ist doch prima. Eine solche Chance bietet sich nicht jedem - und deshalb ist es das doch Wert, explizit erwähnt zu werden. Dass in solchen Betrieben kaum ein Arbeitsplatz frei wird, weil dort vielleicht alle zufrieden sind und dort nicht aufhören wollen, ist für viele Bewerber bedauerlich. Wenn der Zeitpunkt dann gekommen ist, weil z.B. durch Renteneintritt ein Arbeitsplatz frei wird, sollte dies den Bewerbern und Interessenten doch mitgeteilt werden; das ist doch dann eine echte Chance für den neuen Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin. Immer wieder liest man z.B. im World Wide Web von versteckten Verunglimpfungen in Arbeitszeugnissen, weil dort steht das der Arbeitgeber voll Zufrieden war und nicht „stets“ voll Zufrieden gestellt werden konnte. Dass es sich hier „nur“ um eine gute Bewertung handelt, anstatt einer sehr guten Beurteilung, interessiert irgendwie niemanden. Kann sich denn jeder Mitarbeiter selbst und seine Leistungen dazu auch objektiv beurteilen? Auch so etwas fällt bei mir unter die Definition Wortklauberei und oftmals auch in den Bereich der Unwissenheit. Kommen wir zum Thema zurück: Eine Chance zu bekommen ist etwas Positives, etwas was sich gut anhört und es auch wahrscheinlich ist, zumindest bei 99,9 Prozent der Angebote. Also nutzt - wenn Ihr könnt - die nächste euch angebotene Chance einfach aus, schaden kann es meistens nicht, ganz im Gegenteil.“

Was sonst noch geschah diese Woche? Am Dienstag besuchte uns Ralf Rossmann, der Mann der hinter dem Bike-Label King Kerosin steht. Mr. King Kerosin wurde in einem Arbeiterviertel in Mannheim geboren. Er lebte in den USA, reiste zu vielen Events der Rockabillyszene. Nachts ließ er keine Party aus. Tagsüber schraubte er an seinem Hotrod, mit dem er auf Dragstrips oder Salzseen an Rennen teilnahm. In seiner Garage in Bakersfield, Kalifornien, entstand die Idee, eine eigene Modemarke zu gründen: King Kerosin. Das war 1997. Die ersten T-Shirts wurden tatsächlich dort gedruckt. Zurück in Deutschland gründete der King in Hockenheim den europäischen Hauptsitz des Unternehmens. Aus dem kleinen Insider-Label wurde eine populäre Streetwearmarke, die mittlerweile weit über die Rockabillyszene hinaus erfolgreich ist. Unter dem Motto „more revs per life“ paart King Kerosin den klassischen Rock‘n‘Roll-Stil mit aktuellen Streetwear-Trends. Als Biker-Marke versteht sich King Kerosin vor allem darauf, Style mit Sicherheit zu verbinden. Mittlerweile gibt es coole Vintage-T-Shirts in zahlreichen Colourways über robuste Canvas-Hemden und Worker-Jacken bis hin zu Kevlar-Jeans. Immer authentisch, nie verkleidet, kompromisslos qualitativ - so haben wir Ralf Rossmann in Würzburg erlebt. Die coolen Sachen sind wie gemacht für motorradbegeisterter Schrauber und Rocker; gleichermaßen attraktiv für jüngere wie ältere Semester. Die Kevlarjeans und -pullover und Bikerjacken kommen in einem extrem lässigen Look daher und sorgen dank des feuerresistenten und abriebfesten Materials für ein hohes Maß an Sicherheit. Das breite Produkt-Portfolio beinhaltet inzwischen auch eine eigene Frauenlinie namens Queen Kerosin für die stetig steigende weibliche Fanbasis. Verstärkt möchte Rossman seine Kollektionen, die es derzeit u.a. bei der Görgens-Gruppe (Kult, Olymp & Hades), Louis oder FC Moto zu kaufen gibt, über den Motorradfachhandel vertreiben. Es locken attraktive Margen für den Dealer. Im Gespräch ist derzeit auch eine Kooperation mit dem Fachhandelsverbund Motoport. Geplant ist außerdem ein Auftritt auf der diesjährigen Fachtagung »bike und business« am 24. November in Würzburg mit Networking-Stand und Vortrag. Wir würden uns freuen, wenn es klappt. Mr. King Kerosin wäre definitiv eine Bereicherung für unseren Branchentreff.

Noch 34 Tage bis zum Einsendeschluss des Awards „Motorradhändler des Jahres“ 2016. Nutzen auch Sie noch die relativ ruhige Vorsaisonzeit und bewerben Sie sich; geht auch per Online-Qualifier und unserem Quick-Check. Nicht vergessen: Am Ende füllen Sie bitte auch noch den Kasten mit den Kontaktdaten aus. Es kommt tatsächlich immer wieder vor, dass Kandidaten, die am Check mitgemacht haben, es versäumen, uns zu sagen, wer sie sind. Das ist doch echt blöd! Gerne können Sie auch gleich die Bewerbungsmappe anfordern, dann kennen wir Ihren Namen von Anfang an. Infos dazu gibt es auch auf der frisch upgedateten Homepage.

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