Müller Motocycles Parts & More: Clockwork Orange

Vom Ackercross bis zur Weltmeisterschaft

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Martina Eicher

Während andere noch nach dem Schnuller riefen, nuckelten die beiden Müller-Brüder Stephan (re.) und Roland (2. v. r.) bereits am Stollenprofil. Die beiden zelebrieren wahrlich ein Leben für und mit dem Motorcross.
Während andere noch nach dem Schnuller riefen, nuckelten die beiden Müller-Brüder Stephan (re.) und Roland (2. v. r.) bereits am Stollenprofil. Die beiden zelebrieren wahrlich ein Leben für und mit dem Motorcross. (Foto: Steffen Dominsky)

Zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk laufen die beiden Müller-Brüder aus dem Allgäu in Sachen Zweirad und Motorcross. Seit über 20 Jahren zelebrieren die beiden die hohe Kunst des Einmarkenbetriebs – Tendenz „alles bestens“ und weiter steigend! Beim »bike und business«-Award „Motorradhändler des Jahres“ 2015 gehören sie zu Recht zu den Top-Ten-Betrieben.

Kalt und düster sind nicht nur die Szenen in Starregisseurs Stanley Kubricks Film „Clockwork Orange“. Auch bei den Müllers aus dem Allgäu verlief der Anfang analog – vor allem in der kalten Jahreszeit. Denn eine kleine, alte wasser- und heizungslose Scheune dient von 1994 an Stefan und Roland als Domizil für ihr erstes Geschäft. Beide waren sie bereits seit längerem vom Enduro- im Allgemeinen und dem KTM-Virus im Speziellen befallen. Was jedoch nicht nur ihnen in ihrer Region fehlte, war ein kompetenter Markenpartner der Firma aus Mattighofen. Doch statt Trübsal bliesen die beiden zum Angriff, nahmen die Sachen in die eigenen Hände und bewarben sich bei KTM um einen Händlervertrag, den sie auch prompt erhielten.

„Wir hatten vor, hier im Oberallgäu, aus dem weißen Fleck auf der KTM-Vertriebslandkarte einen tief orangenen zu machen“, skizziert Stefan den einstigen Wunsch – ein Wunsch, aus dem mittlerweile „süße“ Realität geworden ist. Doch je orangener der Allgäu hier wurde, desto enger wurde es in der müllerschen Hütte. Mit anderen Worten: Gebäudetechnisch musste etwas passieren. 2003 bezog die Mannschaft ihr neues 160 Quadratmeter-Quartier in Waltenhofen – endlich eine zeitgemäße Unterkunft. Doch der Farbwechsel auf der Landkarte hielt an. Deshalb sorgt seit letztem Jahr eine neuer, satter 1.800 Quadratmeter großer Standort für mehr als ausreichende Platzkapazitäten.

Knapp 200 Neufahrzeuge vermarkten die beiden inzwischen pro Jahr. Hinzu kommen noch circa 80 Gebrauchte. Fast alle Neufahrzeuge zählen zur Kategorie „Onroad“. Ein Zeichen für den sichtbaren und erfolgreichen Wandel bzw. die Ausweitung des Geschäfts der österreichischen Marke. Diesen Wandel haben die Brüder über die gesamte Zeit nicht nur begleitet sondern aktiv mitgestaltet. Beide sind begeisterte und erfahrene Bike-Piloten: Während Stefan sich einen Namen als Extrem-Endurofahrer gemacht hat – vier Mal hat er es bereits beim berühmten Erzberg und drei Mal bei den „Red Bull Romaniacs“ in der Profiklasse erfolgreich ins Ziel geschafft – hat Roland nicht nur die weite Welt als aus dem Sattel „erfahren“. Vor allem als KTM-Mechaniker Marke Extraklasse hat er sich bei diversen Paris-Dakar-Einsätzen einen Namen gemacht und biegt und schraubt mittlerweile sogar für das offizielle KTM-Rennteam die Maschinen bei Renneinsätzen (wieder) zusammen – jede Menge geballte Kompetenz also!

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