MV Agusta: Die russische Finanzspritze

Redakteur: Vivian Wetschera

Timur Sardarov erwirbt mit seiner Firma Black Ocean Group eine Beteiligung an der Motorradmarke MV Agusta. Im Zuge dieses Deals wurde der 25-Prozent-Anteil von AMG Mercedes ausbezahlt. Finanzielle Details bleiben unbekannt.

Dank russischer Investoren ist die finanzielle Zukunft von MV Agusta erst einmal gesichert.
Dank russischer Investoren ist die finanzielle Zukunft von MV Agusta erst einmal gesichert.
(Bild: MV Agusta)

Die italienische Motorradmarke MV Agusta und Black Ocean bauen ihre 2016 getroffene Vereinbarung über eine Kapitalerhöhung weiter aus. Hier noch einmal alle Details zum letztjährigen Deal:

Black Ocean ist Teil der internationalen Finanzholding Ocean Group, die von den Unternehmern Oliver Ripley und Timur Sardarov gegründet wurde. Sardarov ist als Inhaber eine Schlüsselfigur in der Produktion und Vermarktung von Öl und Gas in Osteuropa. Durch Comsar Invest, ein Investmentfonds der Black Ocean Group, wird das Kapital von MV Agusta weiter gefestigt.

Im Zuge der diesjährigen Transaktion kündigt MV Agusta Holding den Rückkauf des 25-Prozent-Anteils von Mercedes AMG an, die bisher in den historischen italienischen Motorradhersteller MV Agusta Motor S.p.A. investiert hatten. Neben dem Abschluss des Deals, dessen finanzielle Details nicht bekannt sind, ist gleichzeitig auch die Kapitalerhöhung der MV Agusta Holding in MV Agusta Motor S.p.A. beschlossene Sache, ganz im Einklang mit dem Restrukturierungsplan, der die dauerhafte Wiederaufnahme der Produktion von Motorrädern der Marke MV Agusta ins Auge fasst. Die Marke soll erneut führender Produzent von Qualitätsmotorrädern werden.

Giovanni Castiglioni, CEO von MV Agusta, äußert sich dazu wie folgt: „Die Transaktion mit Comsar Invest, in unsere Firma zu investieren stellt einen Meilenstein in der Firmengeschichte dar. So können wir unseren Kurs in unserem Kernbusiness, der Produktion von High-Performance- und High-End-Motorrädern fortsetzen.“

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