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MV Agusta-Rückruf: Fahrverbot für 252 Motorräder

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Laut KBA-Warnhinweis dürfen im vergangenen März und April gebaute Brutale, F3 und RVS bis auf weiteres nicht mehr benutzt werden, weil die Vorderradgabel fehlerhaft montiert sein könnte.

Eines von drei MV Agusta-Modellen (Beispielbild), die vom Rückruf betroffen sein könnten: die F3.
Eines von drei MV Agusta-Modellen (Beispielbild), die vom Rückruf betroffen sein könnten: die F3.
(Bild: MV Agusta)

Bei weltweit 252 Motorradmodellen des italienischen Herstellers MV Agusta kann eine fehlerhaft montierte Vorderradgabel zu einem Verlust der Fahrzeugkontrolle führen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat daher kürzlich einen Warnhinweis für die Modelle Brutale, F3 und RVS veröffentlicht. Der Aktionscode lautet „18RC02“. Die Maschinen liefen zwischen 12. März und 30. April 2018 vom Band. Sie dürfen bis auf weiteres nicht mehr benutzt werden.

Auffällig wird das Problem, wenn die Klemmschrauben zur Fixierung der Steckachse übermäßiges Spiel haben. Ursache sind beschädigte Gewinde. Dieser Defekt habe den gleichen Effekt, als ob die Gewindelochbohrungen einen größeren Durchmesser als herstellerseitig vorgegeben hätten, heißt es in einer Herstellermitteilung zu diesem Rückruf.

Die Vertragswerkstätten kontrollieren die Durchmesser der Gewindebohrungen in den Achsträgern der Gabel mit einem speziellen Metallstift. Bei Unregelmäßigkeiten ist ein Tausch eines oder beider Gabelfüße vorgesehen. Dies kann je nach Modell maximal 90 Minuten dauern. Das neue Bauteil ist an einem grünen Punkt in der Nähe der Gewindebohrung zu erkennen.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist